Bedrott an Camerarius, 16.03.1541

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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kein passender Brief gefunden

Werksigle OCEp 0269
Zitation Bedrott an Camerarius, 16.03.1541, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Manuel Huth (13.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0269
Besitzende Institution München, BSB
Signatur, Blatt/Seite Clm 10368, Nr. 76
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae Eobani, 1561
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. K6r/v
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Jakob Bedrott
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1541-03-16
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr (im Druck o.J.); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Straßburg
Zielort Tübingen
Gedicht? nein
Incipit Nec ego quod ad te nunc scribam
Link zur Handschrift http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00104172-2
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Pest (Straßburg); Reichstag 1541 (Regensburg)
Handschrift gesehen
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:US; Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 13.12.2019
Werksigle OCEp 0269
Zitation Bedrott an Camerarius, 16.03.1541, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Manuel Huth (13.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0269
Besitzende Institution München, BSB
Signatur, Blatt/Seite Clm 10368, Nr. 76
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae Eobani, 1561
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. K6r/v
Fremdbrief? nein
Absender Jakob Bedrott
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1541-03-16
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr (im Druck o.J.); s. Hinweise zur Datierung
Sprache Latein
Entstehungsort Straßburg
Zielort Tübingen
Gedicht? nein
Incipit Nec ego quod ad te nunc scribam
Link zur Handschrift http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00104172-2
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Pest (Straßburg); Reichstag 1541 (Regensburg)
Datumsstempel 13.12.2019


Absende- und Zielort mutmaßlich. Der Brief wurde für den Druck redigiert.

Hinweise zur Datierung

Aufgrund der Erwähnung der Pest und des Regensburger Reichstags ins Jahr 1541 zu datieren.

Regest

Bedrott habe zur Zeit eigentlich nichts zu schreiben. Auch habe er so viel zu tun, dass er nicht einmal Zeit zum Klagen finde. Camerarius möge also die Kürze des Schreibens entschuldigen.

Einige erzählten, der Kaiser (Karl V. (HRR)) sei nach Nürnberg zurückgekehrt, andere, er habe sich auf die Reise nach Wien gemacht. Von den unerhörten Schwierigkeiten in Regensburg (im Vorfeld des Reichstages) habe Camerarius zweifelsohne gehört. Es sei unwahrscheinlich, dass dort viele zusammenkämen.

Ὁ δεῖνα (unbekannt; s. Anm.) stehe selbst bei ehrenwerten Männern in schlechtem Ruf. Der Franzose (König Franz I.) fürchte sich vor dem Kaiser (Karl).

Neulich sei die Streitsache des Comestabulus (Connétable de France) und des Amiraldus (Amiral de France) öffentlich verhandelt worden. Dieser sei zu lebenslanger Haft verurteilt und sein Vermögen eingezogen worden. Aber was gehe das Bedrott und Camerarius schon an?

Die Pest bedrohe (Straßburg). Am Gymnasium (Straßburg) seien innerhalb von vier Tagen drei Leute gestorben und als erster von ihnen der Franzose Claudius Ferraeus, ein junger Mann, der das Griechische sehr gut beherrschte und einen vortrefflichen Charakter hatte. Es sei jener Claudius, der an Bedrotts Stelle den Aias und die Electra gelesen und Camerarius gegrüßt hatte, als dieser (in Straßburg) war. (Johannes) Sturm betrauere den Tod seines Freundes und sei kaum zu trösten. Die Lage (unklar) Sebald (Hauenreuters) habe sich bereits verbessert, nachdem sich die Situation anderer verschlimmert habe.

Sebald schreibe an Camerarius wegen eines jungen Mannes (unbekannt), den er Camerarius empfehlen wolle. Auch dessen Vater sei der lateinischen Sprache kundig und ein hochstehender Bürger sowie Förderer der Frömmigkeit und der Wissenschaften.

Bedrott habe Johann Oporin mitgeteilt, was Camerarius wollte.

Lebewohl.

Camerarius möge (Caspar) Hedio bitte freundlich empfangen, sobald er (nach Tübingen) reise. Empfehlung desselben.

Erneutes Lebewohl. Grüße an (Ludwig) Gremp, (Johannes) Benignus und (Melchior Rufus) Volmar.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

  • "Ὁ δεῖνα": Eingriff des Camerarius, der im handschriftlichen Brief eine griechische Namensbezeichnung Bedrotts ersetzte und anschließlich zwei Zeilen gannz durchstrich. In folgendem Brief Bedrotts taucht ein "Ὁ δεῖνος" auf: Bedrott an Camerarius, 06.07.1540.