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Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Liste mit Kurzbeschreibungen

 Kurzbeschreibung
Abd. Prätorius an Camerarius, 01.1554Brief des Prätorius an Camerarius mit einer Empfehlung und der Bitte um eine Wohltat, der jedoch ohne klare Präzisierung bleibt.
Bersman, Auctarium, 1575Lateinische Übersetzung zur "Προσθήκη Ἰωαχείμου τοῦ Καμεραριάδου" durch Gregor Bersman.
Camerarius an Abd. Prätorius, 31.01.1554Camerarius streicht die Vorzüge von Prätorius' griechischer Grammatik heraus. Hierbei geht er auch auf seinen eigenen, jedoch unvollendet gebliebenen Versuch ein, eine vergleichbare Grammatik unter Rückgriff auf das Lehrwerk des Theodor von Gaza zu verfassen.
Camerarius an Albrecht (Preußen), 1543Camerarius gibt sich besorgt über religiöse Entwicklungen. Besonders Priesterkollegien tadelt er schwer.
Camerarius an Albrecht (Preußen), 18.04.1545Camerarius behandelt in einem historischen Überblick Herrscher, die sich durch ihre Bildung auszeichneten.
Camerarius an Albrecht II. Alcibiades (Brandenburg-Kulmbach), 31.08.1537Camerarius betont den Wert der Bildung auch für Fürsten. Eine besondere Bedeutung kommt hier der Grammatik zu.
Camerarius an Anton von Ortenburg, 09.09.1571Aus dem Widmungsbrief wird die Kooperation zwischen dem alternden Camerarius und seinem Sohn Ludwig erkennbar. Ludwig sichtet die Manuskripte seines Vaters auf noch noch Unpubliziertes und ermuntert diesen, solche Schriften noch zu veröffentlichen. Camerarius präsentiert die "Kyrupädie" als eine passende Lektüre für einen Staatsmann und verweist auf historische Beispiel von großen Männern, die sich von dieser Schrift inspirieren ließen. Wenngleich sich die Zeitumstände geändert habe, stünden hinter der Schrift allgemeingültige Aussagen. Diese bewahrten ihre Gültigkeit, auch wenn sich historische Handlungsbedingungen veränderten. Ortenburg werde es verstehen, seinen Nutzen aus der Lektüre der Schrift zu ziehen, hinter den Aussagen eigene Vorstellungen erkennen und zur Nachahmung der dargestellten Taten angetrieben werden. Camerarius zeiigt, wie sich seine Übersetzung zu den bereits vorhandenen des Francesco Fiflefo und des Giulio Gabrielli verhalte. Bei seinen Reflexionen zur Übersetzungstheorie erinnert Camerarius daran, dass das Publikum zu berücksichtigen sei, das die Übersetzung in der Zielsprache verstehen müsse.
Camerarius an Berlepsch, 28.01.1563Camerarius beginnt mit grundsätzlichen Gedanken zur Gattung des Epithalamiums. Diese gehen über in Reflexionen über den Sinn einer Beschäftigung mit der Dichtung. Camerarius stellt grundlegende Gedanken über das Verhältnis von Begabung und erlernter Technik in der Poesie an. Hierbei geht er auch auf die große Bedeutung ein, die die Imitation antiker Vorbilder für ihn spielt. Camerarius orientiere sich an der antiken Literatur und entlehne aus ihr, wenn er dort Gelungenes finde. Diese Technik beschreibt er als ein "Zusammenweben". Das Ergebnis beurteilt Camerarius als innovativ ("gewissermaßen eine Hochzeitsekloge"). Die Entlehnung von Fremdem rechtfertigt Camerarius als eine Ersitzung (usucapio), bei der letztlich das Eigene und das Entliehene nicht mehr voneinander zu unterscheiden seien und der Besitz nicht mehr infrage gestellt werde..
Camerarius an Bernhard von Anhalt, 11.12.1563Den Beginn des Briefes bildet ein Nachruf auf den Onkel des Adressaten, Georg von Anhalt. An diesen wird über den ganzen Widmungsbrief hinweg immer wieder erinnert. Ferner streicht Camerarius den hohen Wert der herausgegebenen und übersetzten Schriften Gregors von Nyssa heraus.
Camerarius an Bersman, 15.06.15XXCamerarius habe einen Vorschlag an Bersman, den ihm aber sein Sohn Ludwig übermitteln werde.
Camerarius an Bersman, 18.12.1565-1568Bersman habe keinen Grund, mit seiner momentanen Situation an der Fürstenschule in Schulpforta unzufrieden zu sein. Über eine nicht namentlich genannte Person, nach der Bersman angefragt habe, hege Camerarius eine gute Meinung. Näheres wolle er aber erst nach einem Treffen mit Franz Kram sagen.
Camerarius an Bersman, 19.01.1570Camerarius ruft Bersman zur Wahrung der inneren Ruhe angesichts eines nicht näher benannten Ärgernisses auf. Camerarius wisse von Gerüchten, die über ihn im Umlauf seien. Schmähungen, die sich auf seine Werke beziehen, ließen ihn jedoch unberührt.
Camerarius an Beust, 17.06.1571Begleitbrief in dichterischer Form (zehn elegische Distichen) zu Beusts "Christias".
Camerarius an Burchart, 13.03.1534Der Brief fungiert als Vorwort zum Sophokleskommentar. Camerarius definiert die Tragödie unter Rückgriff auf die aristotelische Mimesis-Lehre und die Positionen Platons über die Sprecher-/Erzählerinstanz. Camerarius wünscht sich eine größere Berücksichtigung der griechischen Tragödie im zeitgenössischen Schul-/Universitätsunterricht. Für seine Auswahl der Tragödien aus dem landläufig bekannten Stoff des Thebanischen Sagenkreises habe er auch "griechische Interpretationsansätze" (Graecis interpretatiunculis) herangezogen, die er als "höchst fehlerhaft" (mendosissimi) einstuft. Wo die Kommentierungstradition nicht hinreichte, habe Camerarius eigene Urteile fällen müssen.
Camerarius an Carinus, 01.01.1535Widmungsbrief an Ludwig Carinus, der als Vorwort zu der folgenden Edition, Paraphrase und Übersetzung griechischer Texte aus dem Bereich der Rhetorik dient. Camerarius informiert über die Hintergründe der Edition, bewertet seine Paraphrasierungsleistung und reflektiert seine Maßstäbe guten Paraphrasierens und Übersetzens.
Camerarius an Coler, 1532Camerarius möchte nach Abfassung der Übersetzung Coler Rechenschaft über sie ablegen, damit Coler sie weiterempfehlen und Camerarius durch Colers Urteil Bestätigung für sein Unternehmen erhalten würde. Coler wird von Camerarius in dem Brief auch als Impulsgeber zur Übersetzung dargestellt.
Camerarius an Coler, 1532 aUm das Verständnis der Schrift zu erleichtern, gibt Camerarius einen Abriss des Aufbaus. Sprachliche Schwierigkeiten haben sich beim Übersetzen im Vokabular ergeben, da es eine vergleichbare antike Schrift nicht gebe. Als Wirkungsziele des Übersetzens nennt Camerarius die Verbindung von voluptas und utilitas.
Camerarius an Collatinus, 17.11.1539Camerarius klagt zunächst über den aktuellen Zerfall der Gelehrsamkeit. Daraufhin behandelt er die Entstehung von Kommentar und Übersetzung: Sie seien nicht kurzfristig entstanden, sondern beruhten auf langjähriger Lektüre und Aufzeichnung von Anmerkungen. Hierbei reflektiert Camerarius auch über seine Kommentartechnik. Ziel des Kommentars ist der Einsatz im schulischen Unterricht. Die Maxime des Übersetzens lautet: so nah wie nötig und so frei wie möglich.
Camerarius an Crato, 20.11.1567Camerarius legt zunächst die Umstände der Werkentstehung dar. Zunächst habe er nicht beabsichtigt, zu der Edition des griechischen Textes auch eine Übersetzung zu erstellen. Er habe die Sprache des Werkes als zu wenig elegant, zu ungelenk und unharmonisch empfunden. Camerarius legt die Maximen dar, die er bei der Übersetzung verfolgt habe, berichtet aber auch von den Schwierigkeiten, die diese ihm bereitet habe. Camerarius habe keine paraphrastische Wiedergabe erstellen wollen, bei der zwar der Sinn zum Ausdruck gebracht werde, die Übersetzung sich jedoch vom Ausgangstext weit entfernen könne. Vielmehr habe er eine metaphrastische Wiedergabe erstellt, bei der möglichst viele sprachliche Elemente der Vorlage beibehalten blieben. Daraufhin reflektiert Camerarius über den Inhalt des Werkes und legt seinen Wert für die religiöse und die moralische Erziehung dar. Camerarius prangert eine allgemeine Publikationsflut an, die er auf das Geltungsbedürfnis der Autoren zurückführt. Er selbst bekenne sich zwar auch zu seiner Schreibwut, wolle aber andere davor warnen, dass man sich durch übereiltes Schreiben auch Schaden zufügen könne. Dies gelte eher für ernsthafte Gattungen. Aus unterhaltsamen Werken könne kaum ein Nachteil erwachsen, solange sie nicht ins Obszöne oder ins Klamaukige reichten. Abschließend erwähnt Camerarius die "Weisheit Salomons". Auch diese Schrift wolle er gerne edieren, wenn Crato interessiert sei. Es handle sich hierbei um ein Werk, das bestens für die Erziehung von Cratos Sohn Johann Baptist verwendet werden könne.
Camerarius an Ebner und Sabinus, 13.04.1529Das Gedicht trägt den Titel "Ὁδοιπορική Nemetum ad Erasmum Ebnerum et Georgium Sabinum" und umfasst 33 Distichen. Es handelt sich um ein sehr persönliches Hodoeporicon, das mit der Aufforderung an die beiden Empfänger zum eifrigen Studium endet. Die beiden Empfänger, Camerarius' Schüler Erasmus Ebner und Georg Sabinus, halten sich in Speyer auf, Camerarius ist auf dem Weg von dort nach Nürnberg. Dieser führt ihn über den Rhein, den Neckar entlang und durch den Odenwald.
Camerarius an Ebner, 13.01.1541Camerarius spricht davon, eben erst vom Adressaten heimgekehrt zu sein. Trotz der sich nun einstellenden Sorgen habe Camerarius doch auch Zeit für die Musen gefunden. Er habe sich an Erasmus Ebners Vater Hieronymus Ebner erinnert. Dieser habe sich, wie er erzählte, in einer Situation, in der er von Aufgaben überhäuft war und nicht wusste, was er zuerst tun sollte, in ein Bad begeben, um dort zu einem inneren Ausgleich und zu einer guten Entscheidung über die anstehende Vorgehensweise zu gelangen.
Camerarius an Estienne, 13.08.1565In dem Brief lobt Camerarius Estienne für seinen Einsatz für die Bildung. Gegenüber der Thukykdides-Ausgabe des Lorenzo Valla lässt Camerarius Vorbehalte erkennen. Camerarius beklagt die Geringschätzung, die dem Stand der Gelehrten gegenüber gezeigt wird. Er schließt mit der Aufforderung an Estienne, weiterhin so nützliche Editionen mit Kommentaren zu antiken Schriftstellern in beiden Sprachen herauszugeben.
Camerarius an Francke, 30.07.1541Der Widmungsbrief muss vor dem Hintergrund des anstehenden Wechsels von der Universität in Tübingen an die Universität in Leipzig gesehen werden. Diesen bereitet er vor. Er stellt im Wesentlichen eine Rückerinnerung an die Studienzeit in Leipzig bei Petrus Mosellanus und Richard Croke dar. Francke spielt auch in den Berufungsverhandlungen in Leipzig eine bedeutsame Rolle.
Camerarius an Georg III. (Anhalt-Plötzkau), 03.02.1546Camerarius übersende Georg auf dessen Anfrage hin seine "katechetischen Verse über die christliche Frömmigkeit" (versus κατηχητικοὺς Christianae pietatis). Die Neuauflage sei wie die frühere bei (Valentin) Bapst erschienen. Camerarius habe sie mit einer Übersetzung versehen und bittet nun den Empfänger um wohlwollende Aufnahme.
Camerarius an Georg III. (Anhalt-Plötzkau), 12.12.1547Da Camerarius von vielerlei Beschäftigungen davon abgehalten worden sei, sei es ihm nicht möglich gewesen, ein Epitaphium und einige Briefe zum Tod des Georg Helt, die er gesammelt habe, in dessen Todesjahr (gest. 6.3.1545) zu publizieren. Danach hätten politische Schwierigkeiten, in die der Staat geraten war, eine Drucklegung verhindert. Nachdem nun wieder etwas Ruhe eingekehrt sei und man sich an die Wiederherstellung der Bildungsinstitutionen mache, habe es Camerarius als seine dringendste Aufgabe erachtet, die Erinnerung an Georg Helt aufrecht zu erhalten. Dieser sei sowohl der Lehrer des Absenders als auch des Empfängers gewesen.
Camerarius an Georg III. (Anhalt-Plötzkau), 18.03.1545Camerarius drückt seine tiefe Trauer über den Tod Georg Helts aus, von dem er bereits vor der Benachrichtigung durch Fürst Georg erfahren hatte. Den Brief des Fürsten habe er gemeinsam mit den Trostbriefen erhalten. Camerarius habe durch die Schreiben Trost erhalten, wenngleich sie auch nicht vermocht hätten, ihm seinen Schmerz ganz zu nehmen. Es folgt eine Reflexion über die Affekte unter Rückgriff auf stoisches und paulinisches Denken, sodann ein Nachruf auf Georg Helt, Camerarius' Lehrer.
Camerarius an Georg Ludwig von Hutten, 15.05.1571Der Widmungsbrief begründet die Eignung Georg Ludwigs von Hutten, Widmungsempfänger des Werkes zu sein. Immer wieder betont Camerarius das vertraute Verhältnis zwischen ihm selbst und der Familie Hutten. Camerarius lobt den Widmungsempfänger als einen vorbildhaften jungen Adligen. In das Lob auf den Adressaten mischt sich bisweilen Altersklage.
Camerarius an Gremp und Münch, 1544Epithalamium als Briefgedicht.
Camerarius an Griespek von Griespach, 15.07.1556In dem Widmungsbrief informiert Camerarius zunächst über die Druckgenese des Neudrucks seiner und Xenophons hippologischer Schriften. Den größten Teil des Briefes nimmt jedoch ein Nachruf auf Daniel Stiebar ein, dessen Biographie Camerarius ausführlich behandelt.
Camerarius an Helt, 1530Brief des Joachim Camerarius an Georg Helt. Camerarius erinnert sich an den Unterricht bei Georg Helt in Leipzig und an seine Anfänge im Griechischen dort. Die elementaren Kenntnisse seien dann von Richard Croke aus England, Petrus Mosellanus und Johannes Metzler erweitert worden. Von Helt habe er die Idiomatik und die Dialektlehre gelernt, ihm wolle er deswegen den Theokrit widmen.
Camerarius an Heusler, 13.04.1554Camerarius reagiert auf eine Bitte Heuslers um eine Einschätzung zu seinen Anmerkungen zur euripideischen "Hecuba". Camerarius lobt das Werk als ein gelungenes Beispiel für eine schülergerechte Kommentierung.
Camerarius an Hieronymus Baumgartner und Georg Römer, 15.06.1536In seinem Widmungsbrief an Hieronymus Baumgartner und Georg Römer geht Camerarius auf die Entstehungsgeschichte der antiken griechischen Epigrammsammlung ein. Hierbei äußert er sich auch grundsätzlich über die Notwendigkeit der imitatio antiker Vorbilder für die Dichter der Gegenwart.
Camerarius an Joachim (Anhalt), 01.05.1555In dem Widmungsbrief erklärt Camerarius die Intentionen, nach denen er seine Ausgabe der Versammlungsreden Georgs um eine Vita des Kirchenmannes erweiterte.
Camerarius an Joachim Friedrich (Brandenburg), 21.12.1565Zunächst streicht Camerarius den Nutzen einer Beschäftigung mit der Geschichte heraus: Aus ihr gehe eine allgemeine Weisheit hervor. Zudem liefere die Geschichte Beispiele. Einen besonders hohen Wert habe eine solche Beschäftigung dann, wenn es sich um Äußerungen eines Christen handle, denn dann gehe es auch um Gotteserkenntnis. Camerarius äußert sich zum methodischen Vorgehen bei der Abfassung der vorliegenden Viten Christi und der zwölf Apostel. Ziel sei die Förderung der Frömmigkeit. Als Quelle sei Nicephorus' "Chronologia" herangezogen worden. Auch andere Referenztexte habe Camerarius verwendet, die die Darstellung der Evangelien ergänzten. Fehlerhafte Quellen verdienten, getadelt zu werden. Dies gilt insbesondere für Einfügungen, die gänzlich fiktiv seien und auf Modelle aus der Dichtung zurückgeführt werden könnten.
Camerarius an Joachim II. (Brandenburg), 1541Der Widmungsbrief stellt eine programmatische Stellungnahme des Camerarius über die Bedeutung der homerischen Dichtung innerhalb des Bildungskanons dar. Gegenüber dem fürstlichen Adressaten wird der Wert der Bildung auch grundsätzlich betont. Schließlich geht Camerarius auf Micyllus' Anteil an der Edition ein.
Camerarius an Johann Albrecht I. (Mecklenburg), 16.11.1543Camerarius hat sich auf Hinweis von Bartholomäus Amantius dazu entschlossen, sich lobend an Johann Albrecht zu wenden. Als vorbildhafter Fürst sei Johann Albrecht auch die passende Person, um als Widmungsempfänger der politischen Schriften Xenophons zu fungieren. Abschließend lobt Camerarius den Fürsten für seinen Einsatz für die Schönen Künste. Eigenschaften, die an dem Herrscher gelobt werden, sind seine clementia und humanitas.
Camerarius an Jonas, 13.08.1535Camerarius erklärt die Umstände, die zur Entstehung der Theodoret-Übersetzung geführt haben. Aus dem anfänglichen Vorhaben einer Verbesserung der Übersetzung des Epiphanius sei die Einsicht in die Notwendigkeit einer Neuübersetzung erwachsen. Den Ertrag seiner Leistung sieht Camerarius mehr auf dem literarischen als auf dem theologischen Gebiet. Eine Beschäftigung mit Theodoret empfiehlt er aufgrund der Vergleichbarkeit der politischen Ereignisse und der moralischen Missstände mit denen der Gegenwart. Zur Zielgruppe der Übersetzung bestimmt Camerarius Staatsmänner und Theologen.
Camerarius an Karl, 18.03.1539Der Widmungsbrief an Adam Karl dient als Vorrede zu Camerarius‘ Schrift über antike Münzen und Währungen.
Camerarius an Karlowitz, 01.08.1553Im Widmungsbrief erklärt Camerarius den Entstehungshintergrund der Ausgabe der Leichenrede auf Moritz von Sachsen. Sie erfolgt auf Karlowitz' Wunsch. Es schließt sich ein Lob auf den verstorbenen Fürsten an. Camerarius rechtfertigt die Beschäftigung eines Gelehrten mit einem solchen Thema. Klage über die mangelnde Einheit unter den Deutschen und die fehlende Abwehrkraft gegen äußere Feinde. Empfehlungen gegen den allgemeinen moralischen Verfall.
Camerarius an Karlowitz, 16.11.1543Camerarius leitet aus einem ausgedehnten Lob auf das Pferd den Ruf nach einer Neuordnung des Militärs ab. Eine Höherbewertung von Reiterei und Adel kann zu einer Stärkung der Kampfkraft führen.
Camerarius an Loxan, 18.03.1539Der Widmungsbrief erläutert zunächst die Motivation des Camerarius zur Beschäftigung mit dem Thema. Daraufhin folgen Reflexionen über die Bedeutung der Pferdezucht in der Antike. Schließlich setzt sich Camerarius mit Xenophons Stil auseinander.
Camerarius an Medmann, 01.02.1545In dem Widmungsbrief erläutert Camerarius gegenüber dem Adressaten Peter Medmann den Entstehungskontext seiner Schrift "De invocatione sanctorum". Diese erscheint zwar als ein Brief, der von Medmann an Latomus übergeben werden soll, wird von Camerarius aber ebenso als opella bezeichnet und somit als ein Werk aufgefasst. Kernabsicht sei es nicht, argumentativ die Heiligenverehrung zu widerlegen. Vielmehr solle mit Nachdruck vor einem Irrglauben gewarnt werden. Als verwendete Quelle gibt Camerarius "eine Schrift des Athanasius über die Idololatrie" an. In Form eines Exkurses lobt Camerarius Albrecht von Brandenburg für die Gründung der Universität Königsberg, die zur Verbreitung der Reformation beitrage.
Camerarius an Megel, 1544Briefgedicht an Wilhelm Megel, das nach den Ursachen der gegenwärtigen Missstände fragt. Es endet jedoch in optimistischer Haltung in der Selbstverpflichtung zu einer tugendhaften Lebensführung.
Camerarius an Megel, 23.05.1544In dem Widmungsbrief klagt Camerarius über einen konstatierten gegenwärtigen Zerfall der Bildung, stellt eigene Bildungsmaximen vor und erläutert schließlich einzelne Werke des Druckes. Dabei ruft er auch das frühere Verhältnis zwischen ihm und dem Adressaten als eine ideale Lehrer-Schüler-Beziehung in Erinnerung.
Camerarius an Melanchthon, 17.07.1541Antwortgedicht (Responsio) auf das Somnium des Melanchthon über eine Hyäne, deren Ausschmückung ihm aufgetragen wird. Camerarius referiert zunächst das Traumgedicht des Melanchthon und endet schließlich in einem Gebet mit der Bitte um göttlichen Beistand (24 elegische Distichen).
Camerarius an Melanchthon, 22.03.1545Der Brief ist erfasst als MBW – Regesten online, Nr. 3855,
Camerarius an Melanchthon, 24.08.1524Das aus 85 Distichen bestehende Briefgedicht trägt den Titel "Elegia ὁδοιπορικὴ Metallaria ad Philippum Melanthonem". Es ist der Gattung des Hodoeporicons zuzuordnen und enthält ein Städtelob auf Meißen und ein Encomium auf einen nicht eindeutig bestimmbaren Prinzen Karl. In der Beschreibung einer Begegnung mit Mönchen wird konfessionelle Polemik deutlich. Am Zielort Annaberg trifft Camerarius seinen Freund Georg Sturtz und besucht ein Bergwerk. In der Beschreibung des Bergwerksbesuches werden die visuellen Erlebnisse mit moralischen Deutungen verbunden. Camerarius lässt auch einen Blick für die schwierige soziale Situation der im Bergwerk Arbeitenden erkennen.
Camerarius an Menius, 15.05.1563Der Widmungsbrief enthält Erinnerungen an den Charakter des Georg Sabinus, der der Schwiegervater des Empfängers Eusebius Menius war. Sabinus wird als ein Vorbild für Fleiß und Strebsamkeit gepriesen. Im zweiten Teil des Briefes geht Camerarius auf die Entstehungsgeschichte dieser von ihm initiierten Auflage ein.
Camerarius an Meurer, 13.12.1554Camerarius rechtfertigt im Widmungsbrief die Beschäftigung mit der Zahlentheorie der Pythagoreer. Dabei erweist sich der Widmungsbrief als ein philosophischer Traktat, in dem sich Camerarius mit dem Verhältnis zwischen der menschlichen Wahrnehmung und den hinter den Dingen stehenden mathematischen Strukturen beschäftigt. Dabei gibt er einen knappen Ausblick auf das herausgegebene Gedicht und präsentiert seine Theorie der Analogie, die drei verschiedene Typen kennt: die arithmetische, die geometrische und die harmonische Analogie.
Camerarius an Micyllus, 13.12.1540Das Briefgedicht trägt im Druck den Titel "Elegia Vangionica de morte H(elii) Eobani Hessi ad Iacobum Micyllum" und umfasst 39 Distichen. Das Gedicht stellt ein Epicedion auf den Tod des Helius Eobanus Hessus dar.
Camerarius an Micyllus, 1537In dem Briefgedicht grüßt Camerarius Micyllus von einem Badeaufenthalt. Wenngleich das Briefgedicht wie ein Paratext anmuten mag, ist es dennoch ein eigenständiges Werk, das mit dem folgenden Gedicht eine inhaltliche Einheit bildet: Micyllus reagiert am Anfang seines Gedichts auf das von Camerarius empfangene: Während dieser sich in Kur befindet, habe sich in Heidelberg ein schreckliches Ereignis abgespielt. Die beiden Gedichte bilden einen Kontrast der Stimmungen (31 elegische Distichen).
Camerarius an Milich, 1532Camerarius leistet in dem Brief gegen seine eingangs erklärte Absicht eine Apologie der ἀστρονομία (Astronomie und Astrologie). Diese unterteilt er in zwei Bereiche, wobei sich der eine mit den Himmelserscheinungen, der andere mit der Einwirkung ebendieser auf irdische Prozesse beschäftigt. Den zweiten Bereich verteidigt er gegen Angriffe von Gelehrten wie Pico della Mirandola, indem er zu belegen versucht, dass sich auch Platon und Aristoteles mit Astrologie beschäftigt hätten. Camerarius reflektiert auch seinen intellektuellen Anteil am Druck der "Astrologica": Der Inhalt sei zwar nicht sein eigenes Geistesprodukt, die Herausgabe und die Bekanntmachung der Inhalte hingegen seien seine Leistung. Dabei betont er die Verbindung der Astronomie/Astrologie mit der Iatromathematik, womit er insbesondere auf das Interesse des Adressaten Jakob Millich, Arzt und Mathematiker in Heidelberg, abzielt.
Camerarius an Moritz von Hutten, 28.02.1540Camerarius nutzt den Widmungsbrief zu seiner Thukydides-Ausgabe für theoretische Reflexionen über den politischen Nutzen einer Lektüre des griechischen Historikers, das Geschichtsbild, die Funktion der Geschichtsschreibung, die Maximen der Übersetzung, seine Bildungskonzeption sowie für zeitkritische Bemerkungen.
Camerarius an Mylius, 1531Widmungsbrief, der als Vorwort zu Camerarius' Dionübersetzung fungiert. Er lässt erkennen, dass Camerarius die Übersetzung auf Mylius' Initiative hin erstellt hat. Camerarius sei Mylius diese Übersetzung ex stipulatu schuldig. Hiernach hat Camerarius auf Mylius' Verlangen hin diesem die Anfertigung angelobt. Camerarius reflektiert über seine Maximen des Übersetzens. Gegenüber dem Übersetzen zieht er grundsätzlich die eigene kreative Produktion vor. An Cicero hebt er dessen Eigenanteil bei den von ihm verfassten Übersetzungen heraus.
Camerarius an Mylius, 1531 aIn Briefform fügt Camerarius Erläuterungen zu der Dionübersetzung an, die er auf den von Johann Mylius geäußerten Wunsch anführt. Es liegt hier ein Kommentar in Briefform vor. Camerarius spricht selbst von einem commentariolus. Ziel ist es, Unklarheiten zu erklären, die aufgrund der Historizität des Textes entstehen (propter historias aliquid obscuritatis). Im Mittelpunkt stehen Inhalt und Gattung der Schrift (argumentum libelli & genus).
Camerarius an Nicolaus Maier, 13.08.1540In dem Widmungsbrief gibt Camerarius die didaktische Intention der Sammlung zu erkennen. Sie soll der sprachlichen und persönlichen Bildung der Jugendlichen dienen. Die Aspekte der Moralpädagogik und der Sprachausbildung werden dabei parallelisiert.
Camerarius an Oporinus, 15.03.1556Brief an den Drucker des Bandes, Johannes Oporinus, in dem Camerarius die Druckerlaubnis erteilt und Erklärungen zu Werkgenese und verfolgter Methodik gibt.
Camerarius an Oporinus, 25.08.1560Der Brief begleitet die Übergabe der Druckvorlage an den Drucker. Camerarius verfolgt ein persuasives Ziel, wobei er dem Adressaten das Werk schmackhaft zu machen und möglichen Bedenken entgegenzuwirken versucht. Camerarius streicht die Bemühungen heraus, die er den zu druckenden Werken hat angedeihen lassen. Er bittet um die Beigabe der verbesserten Geschichte des Konzils von Nizäa, deren Erstauflage acht Jahre zuvor gedruckt wurde, und einer neu angefertigten Übersicht zu den Ökumenischen Konzilien.
Camerarius an Plauen, 01.03.1564Aus dem Widmungsbrief zur Ausgabe von Aristoteles' "Oeconomica" geht hervor, dass die Schrift auf eine Vorlesung zurückgeht. Die Eheschließung des Adressaten wird als der passende Anlass zur Dedikation des Werkes über die Haushaltung dargestellt. Camerarius hebt unter Rückgriff auf aristotelisches Gedankengut die große gesellschaftliche Bedeutung von Ehestand und Haushaltung hervor. Hierbei verbindet Camerarius aristotelisches mit christlichem Denken. Camerarius verteidigt die Autorschaft des Aristoteles. Er legt ferner die bei der Übersetzung verfolgten Maximen dar und lobt die Xenophonausgabe des Henri Estienne, die ihm aufgrund ihrer vorzüglichen Textgestalt sehr behilflich gewesen sei.
Camerarius an Rotermund, 12.04.1564In dem Widmungsbrief erinnert Camerarius daran, wie er durch den Adressaten Rotermund, der ein Studienkollege seines Sohnes in Italien war, an den Text gelangte, zu dem er nun eine Übersetzung vorlege.
Camerarius an Rüdinger, 19.08.1572In dem Widmungsbrief werden die Umstände, die zu der verbesserten Neuauflage geführt haben, und die Korrekturmaßnahmen, die Camerarius vorgenommen hat, dargelegt. Camerarius streicht auch die Bedeutsamkeit der Anmerkungen Esrom Rüdingers für die Erstellung der verbesserten zweiten Auflage heraus. Schließlich geht er auf einzelne Schwierigkeiten bei der Datierung ein.
Camerarius an Scheurl, 13.02.1538Widmungsbrief an Christoph Scheurl, auf dem Titelblatt als praefatio angekündigt. Camerarius berichtet über die Initative Scheurls, die Camerarius zur Herausgabe des Werkes bewogen habe. Ferner lobt Camerarius die Qualitäten Capellas als Historiograph.
Camerarius an Severus, 13.10.1537Camerarius erklärt die Bedeutung der Prinzenerziehung für die Verbreitung der Bildung. Er möchte Severus, den Erzieher der Habsburgerprinzen, dafür gewinnen, seine Kommentierung zur "Ilias" hierbei einzusetzen.
Camerarius an Sophianus, 1564Widmungsbrief zur Archytas-Ausgabe. Nach einem Lob auf den Adressaten berichtet Camerarius über die Vorgeschichte der verwendeten Handschrift: Diese habe Johannes Regiomontanus von Basilius Bessarion geschenkt bekommen. Camerarius äußert Mutmaßungen über die Entstehungsgeschichte der Handschrift und beurteilt sie als gründlich bearbeitet und zusammengestellt.
Camerarius an Stadtrat (Zwickau), 01.09.1550In dem Widmungsbrief an den Stadtrat von Zwickau, dem er seine Schulausgabe zu verschiedenen griechischen Dichtern zueignet, verteidigt Camerarius den Wert der Bildung. Sodann legt er eine Rechtfertigung über den didaktischen Wert der ausgewählten Autoren dar.
Camerarius an Stiebar, 18.05.1536Der Widmungsbrief an Daniel Stiebar gibt wichtige Hinweise über den Autor des herausgegebenen "Commentarius captae urbis". Camerarius nennt sich explizit als Herausgeber des Druckes. Er schreibt, er habe die Schrift von A. Palaeospyros (Andreas Althamer) zugeschickt bekommen, er selbst habe noch zwei sich auf den Kaiser beziehende Gedichte (versus Caesarianos) hinzugefügt. Camerarius' Darstellung der Druckgenese legt den Schluss nahe, dass Andreas Althamer auch als der Autor des Werkes zu betrachten ist.
Camerarius an Unbekannt, 01.11.1526Das Gedicht trägt den Titel "Ὁδοιπορική et encomium rusticae vitae" und umfasst 35 Distichen. Auf dem Titelblatt zum Druck wird der Alternativtitel "Dyringiaca et Encomium vitae rusticae" angegeben. Thematisch steht es der Bukolik nahe. Es gliedert sich in drei Abschnitte. Seine literarischen Modelle nennt Camerarius explizit: Properz, Ovid und Tibull. Die Welt der Elegiker wird hier jedoch zu einem Lob auf das Landleben ausgestaltet. Die von viel Sympathie getragene Darstellung des bäuerlichen Lebens gepaart mit dem Ausdruck des Wunsches nach Frieden darf als eine Stellungnahme zum Bauernkrieg gewertet werden..
Camerarius an Venatorius, 01.11.1528Briefgedicht an Thomas Venatorius, Reformator in Nürnberg. Camerarius kontrastiert einleitend die eigene "leichtere" Dichtung (ars levis) mit den "schweren Versen" des Thomas Venatorius. Seinem Gedicht fehle es an "Gewicht" (pondus). Das Widmungsgedicht erlangt zunehmend sympotischen Charakter im Kontext des Martinsfestes (Martinalia). Die Datierung des Gedichtes kann als Hinweis darauf gelesen werden, dass die folgenden "Praecepta honestatis atque decoris puerilis", zu denen es als Widmungsgedicht dient, bereits in der Nürnberger Zeit entstanden sind. Mit seinem sympotischen Charakter fügt es sich jedoch nur schwer in den Kontext ein.
Camerarius an das Tübinger Kollegium, 11.06.1540Camerarius beschreibt seine Rhetorica als eine "Kommentierung zu den Stilübungen für Jungen" (commentarii exercitiorum stili puerilis). Camerarius verteidigt die Bedeutung der Studien gegen ihre Geringschätzung. Ein aktives Eintreten für sie hält er für nötig. Camerarius polemisiert gegen Kollegen (wohl Scholastiker) und verteidigt den Nutzen der Rhetorik. Ziel der Bildung sei kein kleinteiliges, apartes Wissen, sondern "wahre Weisheit und Tugend" (vera sapientia & virtus) und "Erkenntnis" (intelligentia), "ehrenhafte Lebensweise" (vitae honestas atque decus), "lobenswertes Handeln" (actiones laudis) und "richtige Entscheidungen" (recta consilia). Die Erziehung soll die Kinder auf das private und das öffentliche Leben vorbereiten. Wiederholt verweist Camerarius auf honestas als zentrales Bildungsziel. Der Kerngegenstand des Unterrichts wird im Gebrauch und der Übung der Geisteskräfte und der Beredsamkeit ausgemacht.
Camerarius an die Straßburger Freunde, 23.07.1540Das Briefgedicht trägt den Titel "῾Οδοιπορική Plumbaria ad amicos Argentinenses" und umfasst 60 elegische Distichen. Es beschreibt die Reise von Straßburg nach Plombières.
Camerarius an die Wittenberger Freunde, 29.11.1538Das Gedicht trägt den Titel "Ὁδοιπορική Saxonica ad amicos Witebergenses" und umfasst 113 Distichen. Es beschreibt die Reise aus Schwaben über die Heimat Franken, Thüringen, den Studienort Leipzig zu den Freunden Martin Luther und Philipp Melanchthon in Wittenberg. Das Gedicht ist von humanistischem Freundschaftsdenken geprägt, das sich in wechselseitigen Bekundungen offenbart. Ebenso schlägt sich in dem Hodoeporicon die Feindschaft gegenüber Luthers Kontrahenten Simon Lemnius literarisch nieder, der sich in seiner "Apologie" gegen den Reformator gewandt hatte. Camerarius reagiert mit seinem Werk auf diese Schrift.
Camerarius, (sc. Iosepho Camerario fratri carissimo) In sepulchro, 1531Zweites Epitaphium auf den Bruder Joseph Camerarius. Es korrespondiert mit dem vorausgehenden, das für das Kenotaph bestimmt war, durch seinen Bestimmungsort auf dem eigentlichen Grab (drei elegische Distichen).
Camerarius, Ad lectorem εἰς σύνταξιν Βαρηνοῦ, 1536Das fünf elegische Distichen umfassende Begleitepigramm wirbt für das Grammatikwerk des Phavorinus, weist zugleich aber auf die Mühen des Erlernens der griechischen Sprache hin.
Camerarius, Ad lectorem. Cuncta licet veterum perlustres (Inc.), 1539Widmungsepigramm an den Leser, in dem die Medizin des Leonhart Fuchs als vera ratio medendi angepriesen wird.
Camerarius, Ad lectores, 1534Vorwort zur Übersetzung des dritten und vierten Buches der Proportionenlehre Albrecht Dürers, die den Titel "De varietate figurarum et flexuris partium et gestibus imaginum" trägt.
Camerarius, Ad libellum Progymnasmatum, 1567Erläuterungen zu der "Progymnasmata" des Aphthonios.
Camerarius, Ad libros Xenophontis Κύρου παιδείας additiones, 1572Die Hinzufügungen zur "Kyrupädie" bestehen aus einer Einleitung und Kommentierung sowie aus zusätzlichem, erläuterndem Textmaterial anderer Autoren.
Camerarius, Aenigma. Quinque una fratres (Inc.), 1538Lateinische Übersetzung des vorausgehenden eigenen Gedichtes in griechischer Sprache (Camerarius, Αἴνιγμα Ἰωαχείμου, 1538)
Camerarius, Aequis et studiosis bonarum artium lectoribus, 1532Die Widmungsvorrede an die Leser versteht sich insbesondere als Biographie und Charakteristik Dürers. Großes Augenmerk gilt hierbei dem literarischen Schaffen des Künstlers. Wenngleich Camerarius zu Beginn das Gegenteil behauptet, nimmt die Thematisierung des künstlerischen Werkes einen bedeutsamen Raum ein. Von Dürers am Lebensende geäußerten Wunsch der Edition und Übersetzung der Schrift leitet Camerarius zu einer Reflexion seines Übersetzungsunternehmens über.
Camerarius, Aeschylea (unvollendet)Unvollendete Ausgabe zu Aischylos. Camerarius kündigt 1556 gegenüber Oporinus die geplante Einsendung zur Drucklegung an, beklagt sich dabei aber, dass ihm zur Vollendung die nötige Muße fehle.
Camerarius, Aeschylo, 1538Von Camerarius übersetztes Epitaphium auf Aischylos.
Camerarius, Agnetidi cariss(imae) coniugi inter partus labores mortuae Hieronymus, 1531Epitaphium des Hieronymus Camerarius auf seine Ehefrau Agnes (zwölf elegische Distichen). Obwohl Joachim Camerarius' älterer Bruder Hieronymus als Sprecher angegeben ist, ist die Verfasserschaft des Joachim aufgrund der Einordnung in das Epitaphiencorpus wahrscheinlich.
Camerarius, Aiax lora gestans (lat.), 1556Als wörtlich deklarierte Übersetzung (interpretatio ad verbum) zum sophokleischen "Aiax". Die Version erfolgt Vers für Vers.
Camerarius, Alaudae, 1531Epitaphium auf eine Lerche (19 Hendecasyllaben).
Camerarius, Alberti Dureri De figurarum varietate (lat.), 1534Übersetzung der Bücher 3 und 4 aus Albrecht Dürers Proportionenlehre.
Camerarius, Alberti Dureri De symmetria (lat.), 1532Übersetzung der Bücher 1 und 2 von Albrecht Dürers "Vier Bücher von menschlicher Proportion", die 1528 in Nürnberg bei Hieronymus Andreae erschienen waren.
Camerarius, Alberti Dureri De urbibus (lat.), 1535Lateinische Übersetzung der deutschsprachigen Schrift Albrecht Dürers "Etliche Unterricht zu Befestigung der Städte, Schloß und Flecken". Das deutsche Werk war 1527 in Nürnberg bei Hieronymus Andreae gedruckt worden.
Camerarius, Alberti Dureri Institutionum Geometricarum libri IV (lat.), 1532Albrecht Dürers "Unterweysung der Messung", die Camerarius vom Deutschen ins Lateinische übersetzt hatte, waren 1525 in Nürnberg bei Hieronymus Andreae (Formschneyder) publiziert worden. Dem lateinischen Text werden dieselben Illustrationen beigegeben wie dem deutschen Originaldruck.
Camerarius, Alberto Dyrerio, 1531Epitaph auf Albrecht Dürer, gestorben am 6. April 1528 (neun elegische Distichen).
Camerarius, Alberto duci Saxoniae, 1531Epitaph auf Herzog Albrecht von Sachsen (12 Verse, katalektischer iambischer Trimeter).
Camerarius, Albertus Durerus Bilibaldo Pirceymero (lat.), 1532Lateinische Übersetzung des deutschen Widmungsbriefes Albrecht Dürers an Willibald Pirckheimer zu seiner Schrift "Unterweysung der messung" von 1525. Albrecht Dürer dediziert in einem Widmungsbrief seine "Unterweisung der Messung" Willibald Pirckheimer. Christian Wechel stellt seinem Druck der lateinischen Übersetzung der "Institutiones Geometricae" den Brief ebenfalls in einer lateinischen Version voran. Es ist somit plausibel, dass Camerarius auch als Übersetzer dieses Paratextes fungiert hat.
Camerarius, Aldo Manutio, 1531Epitaph auf Aldus Manutius, gestorben am 06. Februar 1515 (fünf elegische Distichen).
Camerarius, Aliud. Cur animae ob dubios moerens (Inc.), 1577Selbstermutigung angesichts des drohenden Todes (drei elegische Distichen).
Camerarius, Alius διαλογισμὸς hominis & vitae. Quae stas hic? (Inc.), 1577Zweites Gedicht in die Form eines Dialoges zwischen "Mensch" und "Leben" (zwölf elegische Distichen)
Camerarius, Anathema Cleus, 1538Weihepigramm des Cleus.
Camerarius, Anathema Pausaniae, 1538Weihepigramm des Pausanias.
Camerarius, Annae Thruchsesiae coniugi, 1577Epicedium auf die verstorbene Ehefrau Anna Truchseß (24 elegische Distichen).
Camerarius, Annotata ad conversionem libellorum Xenophontis, 1543Kommentar zu den in dem Druck enthaltenen Xenophonschriften.
Camerarius, Annotata ad libellum Iesu Siracidae, 1551Kommentar zu den "Sententiae" des Jesus Sirach. Er ist gegliedert nach den Kapiteln. Zu jedem Kapitel erfolgt zunächst eine Angabe zur Anzahl der enthaltenen Sentenzen. Darauf folgt eine kurzgefasste Themenangabe in zusammenhängendem Text. Es schließt sich ein Einzelwortkommentar an.
Camerarius, Annotatio rerum praecipuarum, 1611Laut Angabe am Ende des Druckes "huc usque autographum" handelt es sich bei dem Druck von 1611 um den Erstdruck eines nur handschriftlich überlieferten und nicht vollendeten Werks des Camerarius.
Camerarius, Annotatiunculae paucae ad praecepta Συντάξεως Varennianae, 1536Anmerkungen mit Textbelegen zu gekennzeichneten Stellen.
Camerarius, Aphthonii sophistae Progymnasmata, 1567Übersetzung der "Progymnasmata" des Aphthonios.
Camerarius, Appendix problematum (Werk), 1596Appendix zu den postum gedruckten "Decuriae" (1594). Enthalten sind hier quaestiones aus den Bereichen Ethik, Physik, Mathematik, Grammatik und Etymologie, Dichtung und Mythologie. Den lateinischen Fragen und Antworten sind immer wieder Versionen auf Griechisch vorgeschaltet. Einige griechische problemata haben kein lateinisches Pendant.
Camerarius, Arato Sicyonio, 1538Epigramm auf Arat.
Camerarius, Argumentum (scil. Demosthenis Olynthiacae primae), 1524Das Argumentum stellt den Kontext der "Ersten Olynthischen Rede" des Demosthenes dar und verbindet die Inhaltsangabe der Rede mit einer philologischen und strukturellen Analyse sowie mit historischen Erläuterungen. Es wird eine Zuordnung der Rede zum genus deliberativum vorgenommen, aber auch auf demonstrative und suasorische Elemente hingewiesen. Das Proömium wird für seine Angemessenheit in Hinblick auf den Inhalt gelobt.
Camerarius, Aristotelis Stagiritae Ethicorum ad Eudemum libri, 1538Übersetzung der "Eudemischen Ethik" des Aristoteles.
Camerarius, Aristotelis de cura rei familiaris, 1564Übersetzung und Kommentar zu Aristoteles' "Oeconomica". Der Stellenkommentar bezieht sich auf den griechischen Ausgangstext.
Camerarius, Ars grammatica Marii Victorini de metricis didascalicis, 1537Abschnitt aus der "Grammatik" des Marius Victorinus zur Metrik.
Camerarius, Asinus vulgi, 1551Moralistische Novelle.
Camerarius, Atheniensibus, 1538Epigramm auf die Athener.
Camerarius, Auctarium arithmologicum, 1571Lateinische Übersetzung zur Προσθήκη ἀριθμολογική, dem ergänzenden Zusatz zur "Ἀριθμολογία ἠθική".
Camerarius, Aurel(ii) August(ini) libro octavo Confessionum capite secundo, 1537Der "Grammatik" des Victorinus ist als biographische Hintergrundinformation die Erzählung von dessen Konversion aus dem 8. Buch von Augustins "Confessiones" beigegeben.
Camerarius, Bachiadis, 1538Tierepigramm.
Camerarius, Bacidis, 1538Übersetzung eines Epigramms.
Camerarius, Battus, 1568 (1547)Allegorische Ekloge über die Verheerungen des Krieges. Die Kriegsthematik ist verbunden mit einer Ermahnung zur Gelassenheit im Sinne der Stoa und zu einem (christlichen) Gottvertrauen.
Camerarius, Belli Smalcaldici commentarius, 1611 (1547)Das Geschichtswerk zum Schmalkaldischen Krieg 1546-1547 zwischen Kaiser Karl V. und den protestantischen Fürsten wurde von Joachim Camerarius auf Griechisch in imitatio des antiken Historikers Thukydides verfasst. Es behandelt ausführlich die Vorgeschichte von der Entstehung der reformatorischen Idee, bricht in der Darstellung der Kriegsereignisse jedoch kurz vor der entscheidenden Schlacht bei Mühlberg ab.
Camerarius, Bilibaldo Pircamero, 1531Epitaph für Willibald Pirckheimer, gestorben am 22.12.1530 (sieben elegische Distichen).
Camerarius, Bonis iuvenibus, 1523In seiner in Wittenberg verfassten Dedikation verbindet Camerarius Bescheidenheitstopik geistreich-scherzhaft mit einem Vorausverweis auf die Lukiansatire (stultitia). Er streicht die Übung des Stils (stylus) als zentrales Bildungsziel heraus. Dieser werde insbesondere durch die Übersetzungspraxis geübt. Nach allgemeinen Reflexionen zum Übersetzen rechtfertigt er seine Auswahl von Lukians Schrift "Adversus indoctum" als Ausgangstext für eine eigene Übersetzung mit dem Hinweis auf die Qualität und Gelehrsamkeit des Werkes. Camerarius weist auf die Konjektur zu einer schwierigen Stelle hin (C7r/v).
Camerarius, Bonis litteris, 1531Allegorisches Epitaphium auf die Schönen Künste (neun elegische Distichen).
Camerarius, Brevis narratio, 1546Übersicht über die Zeit von der (Zweiten) Schlacht bei Mantineia bis zu Alexander dem Großen, die Camerarius aus Diodor, Plutarch und anderen zusammengestellt hat.
Camerarius, Cadmo, 1538Übersetzung eines an Cadmus gerichteten Epigramms.
Camerarius, Callimachi commendatio doctrinae, 1541Übersetzung eines Epigramms, das Camerarius Kallimachos zuschreibt.
Camerarius, Capita christianae doctrinae, 1546Lateinische Übersetzung zu "Κεφάλαια Χριστιανισμοῦ προσφωνηθέντα τοῖς παιδίοις". Sie stammt aus Camerarius' eigener Hand.
Camerarius, Capita sacrosanctae fidei, 1525Die "Capita sacrosanctae fidei" stellen einen Katechismus in Versform dar. Die Schrift intendiert zum einen die Vermittlung theologischer Inhalte und soll den Glauben der Schüler festigen. Zum anderen wird diese Zielsetzung jedoch durch die Kontextualisierung in einer Sammlung paganer und christlicher Texte für den Sprachunterricht der primären Funktion einer Unterweisung in der Dichtersprache untergeordnet.
Camerarius, Carmen gratiarum actionum et precum, 1571Dankgebet in iambischem Versmaß, das aus dem Griechischen (des Camerarius?) ins Lateinische übersetzt wurde.
Camerarius, Carolo duci Burbon(io), 1531Epitaph auf Charles de Bourbon, der beim Sacco di Roma am 6. Mai 1527 von einem Geschoss getroffen und getötet wurde (12 Verse).
Camerarius, Carolus sive Tunete, 1536Encomium auf den Sieg Kaiser Karls V. über den osmanischen Admiral Chairiddim Barbarossa in der Seeschlacht bei Tunis. Das Gedicht ist in Hexametern abgefasst und umfasst 201 Verse.
Camerarius, Carolus sive Vienna Austriaca, 1536Das Encomium in 182 Hexameterversen auf Kaiser Karl und seine Zurückdrängung der Türken in der Schlacht um Wien (1532) bildet einen Beitrag zum politischen Diskurs über die Lage im Reich. Die Gefahr eines weiteren Vordringens der Türken nach Deutschland geht von der mangelnden Einheit auf der eigenen Seite aus. Kaiser Karl V. erscheint als Hoffnungsträger. Das Gedicht bietet jedoch nicht so sehr Panegyrik als vielmehr die Formulierung einer Erwartungshaltung gegenüber dem Kaiser und den Führungsfiguren im Reich.
Camerarius, Carpolimaeus, 1568 (1547)Dialogische Ekloge, bei der das Thema Krieg im Mittelpunkt steht. Unter Rekurs auf stoische Philosopheme wird zu einer Annahme der Schicksalsbestimmung geraten.
Camerarius, Caspari Crucigero. Quem pietas (Inc.), 1550Das Epicedium verbindet Encomium und Klage. Gelobt werden an Cruciger seine Frömmigkeit und weitere christliche Tugenden. Trauer um ihn befällt Wittenberg und seine Geburtsstadt Leipzig. Ebenso vermissen ihn seine Frau und Philipp Melanchthon. Camerarius gedenkt auch der gemeinschaftlichen Schulzeit.
Camerarius, Caspari Nucelio, 1531Epitaph für Caspar Nützel (vier elegische Distichen).
Camerarius, Chria trochaicis tetrametris catalectis, 1541Beispiel für ein Gedicht in Trochäen. Es stellt ein Chrie in dichterischer Form dar.
Camerarius, Clarae expectatae coniugi, 1531Epitaph auf eine nicht mit Nachnamen näher bestimmte zukünftige Braut Clara. Der im Titel ausgewiesene Sprecher ist der Ehemann (zwei elegische Distichen?).
Camerarius, Coelibi libidinatori, 1531Epitaphium auf einen lüsternen Junggesellen (acht elegische Distichen).
Camerarius, Commentarii Thebaidos fabularum Sophoclis, 1534Kommentar zu den Sophokles-Tragödien aus dem Thebanischen Sagenkreis ("Oedipus", "Oedipus auf Kolonos", "Antigone"). Im Kommentar lässt sich der Niederschlag der aristotelischen Tragödientheorie deutlich erkennen.
Camerarius, Commentariorum Galeacii Capellae de rebus gestis, 1538Ausgabe des Geschichtswerks des Mailänder Historikers und Staatsmannes.
Camerarius, Commentarius explicationis primi libri Iliados Homeri (Werk), 1538Kommentar zum ersten Gesang der "Ilias".
Camerarius, Commentatio explicationum omnium tragoediarum Sophoclis (Werk), 1556Kommentare und Übersetzungen zu den Sophokles-Tragödien, wobei alle sieben kommentiert, jedoch nur "Aiax" und "Electra" auch mit einer Übersetzung bedacht werden.
Camerarius, Comparatio, 1541Beispiel für ein Gedicht, das einen Vergleich enthält.
Camerarius, Conciones synodicae habitae a Georgio principe Anhaltino, 1555Sammlung von Ansprachen, die Georg von Anhalt bei verschiedenen Synoden gehalten hat.
Camerarius, Conditur exanimum (Inc.), 1537Zweites auf die "Oratio funebris" folgendes Epitaphium in Versform.
Camerarius, Conrado Celti, 1531Epitaph auf Conrad Celtis, gestorben am 04. Februar 1508. Das Epigramm huldigt dem ersten deutschen Dichter lateinischer Verse (drei elegische Distichen).
Camerarius, Conrado Mutiano Rufo, 1531Epitaph auf Conradus Mutianus Rufus (acht elegische Distichen).
Camerarius, Consecratio mensae. Iesu Christe fili Dei vivi (Inc.), 1560Tischgebet.
Camerarius, Conversa ex Thucydidis quaedam in sermonem Latinum, 1565Übersetzung von zentralen Textabschnitten aus dem Geschichtswerk des Thukydides mit nachfolgender Kommentierung.
Camerarius, Conversio argumenti scriptorum Salomonis (lat.), 1545Das Gedicht stellt eine Übersetzung des vorausgehend angeführten Gedichts Martin Luthers ("Vermanung zu zucht und ehren und der bus ein summarien des buch Salomonis") aus dem Deutschen ins Lateinische dar. Auffallend ist, dass Camerarius wohl das iambische Versmaß des deutschen Textes für die lateinische Übersetzung übernimmt.
Camerarius, Conversiones diversae in Latinam linguam delectarum epistolarum, 1540Lateinische Übersetzung der griechischen Briefanthologie Camerarius, Ἐκλογὴ καὶ οἷον ἀπάνθισμα τῶν διαφόρων ἐπιστολῶν, 1540.
Camerarius, Corydon, 1568Dialogische Ekloge mit emphatischem Lob auf den Frieden und inständigen Bitten der Sprecher an Gott, diesen zu wahren und den Krieg abzuwenden.
Camerarius, Croeso, 1538Übersetzung eines Epigramms auf Croesus.
Camerarius, Cum mala vivorum (Inc.), 1531Einleitungsepigramm zu den Epigrammen des Camerarius nach den vorausgehenden Gedichten des Hessus (zwei elegische Distichen).
Camerarius, Danielo Stibaro, 1556Epicedium auf Daniel Stiebar in 33 elegischen Distichen. Es enthält formale Elemente des Grabepigramms. Die Angabe von Sterbeort und -datum schließt sich an.
Camerarius, Daphnis II, 1568 (1547)Dialogische Ekloge über die Wirkung des Krieges als eine moralische Verwirrung.
Camerarius, Daphnis, 1568 (1541)Ekloge mit poetologischer Thematik.
Camerarius, De Archeanassa, 1538Übersetzung eines Epigrammes über Archeanassa.
Camerarius, De Delo, 1538Übersetzung eines griechischen Epigramms über Delos.
Camerarius, De Doriccha quae est Rodopis, 1538Übersetzung des Camerarius zu einem Epigramm über Dorricha beziehungsweise Rodopis.
Camerarius, De Ioannis Boceri principibus Megalopyrgensibus, 1556Begleitepigramm, das in acht elegischen Distichen Bocerus' historiographisches Gedicht über die Fürsten von Mecklenburg anpreist.
Camerarius, De M(arco) Antonio Flaminino expositae narrationes et conversae in sermonem Latinam (!) epistolae, 1571In dem Werk sind die Briefe in Camerarius' Erläuterungen eingefügt. Das Thema der Briefe sind insbesondere theologische Fragestellung, die sich in der Kontroverse zwischen reformatorischer Bewegung und katholischer Kirche auftun.
Camerarius, De Orippo, 1538Übersetzung eines Epigramms auf Orippus (Orsippus?).
Camerarius, De Sancto Petro et Paulo Apostolis, 1556Lobhymnus auf die Apostel Petrus und Paulus in iambischen Trimetern.
Camerarius, De Socle ad amicos, 1538Übersetzung eines Epigramms "Über Socles an die Freunde".
Camerarius, De Xenophonte, 1543Gedicht in elegischen Distichen auf Xenophon, in dem die unterschiedlichen Gattungen, die er gepflegt hat, präsentiert werden (sokratischer Dialog, Geschichtsschreibung).
Camerarius, De arte grammatica et figuris dictionum, 1545Den Gegenstand des Werkes kündigt Camerarius im Widmungsbrief an: Ergründet werden soll das grammatische System, das im Verstand geformt wird (informatae in animo cogitationibus nostris grammaticae rationis, Aa6r) und die verschiedenen Formen, die sowohl in verschiedenen griechischen Dialekten als auch im Lateinischen gefunden werden können. Diese bezeichnet Camerarius als πάθη dictionum oder transfigurationes. Diese transfigurationes stellen Abwandlungen einer einfachen Form auf eine spezifische Weise dar (cum de simplici, quadam forma sua quodam modo deflexae illae fuerunt, ut peculiariter ipsis accidisse aliquid videatur, Aa6r-v).
Camerarius, De carminibus et cantilenis eximii poetae Pauli Schedii Melissi, 1566Das sechs elegische Distichen umfassende Begleitepigramm preist Schedes doppelte Begabung, die Sprachkunst mit Musikalität vereint.
Camerarius, De chronicis, 1552Chronologische Angaben zur Konziliengeschichte von der ersten Versammlung der auf das Jahr 34 angesetzten Auferstehung des Herrn bis zum Konzil von Trient.
Camerarius, De disputatione περὶ οἴνου, 1538Das fünf elegische Distichen umfassende Begleitepigramm führt die von dem Arzt Johannes Hoffmann vorgelegte Disputation über den Wein ein.
Camerarius, De dissidio in religione, 1595 (1549)In dem Traktat über die Differenzen zwischen den aktuellen Missständen in der (katholischen) Kirche und altkirchlichen Positionen ist der Blick zuerst auf den geistlichen Stand gerichtet. Camerarius fordert eine Höherbewertung der Bildung derer, die die Bibel auslegen, denn nur wer über die notwendigen Sprachkenntnisse verfüge, könne auch die Heilige Schrift interpretieren. Zahlreiche andere Themen werden erörtert: Heiligenverehrung, keusche Lebensformen, Priester, Zölibat, Gottesdienste, Festtage, Fasten und andere religiöse Gebräuche. Eine vertiefte Betrachtung erhalten auch die Sakramente. Es folgen Bestattungsbräuche, die asketische Lebensform, Tugenden und Laster, menschliches Verdienst sowie die göttliche Gnade. Sehr häufig zitierter Gewährsmann für die Vorstellungen und Praktiken in der Alten Kirche ist Epiphanios von Salamis.
Camerarius, De doctrina generalium sententiarum, summula considerationis, 1569Übersetzung der griechischen Textsammlung zur Gnomik.
Camerarius, De eisdem thermis Plumbariis hendecasyllabi, 1553Satirisches Gedicht auf den Badebetrieb in Plombières.
Camerarius, De eloquentibus Graeciae, (unvollendet)Nach Camerarius' Auskunft in Camerarius, Historiae Iesu Christi expositio (Werk), 1566, 3 hat er eine Zusammenstellung aller biographischen Quellen zu den griechischen Rhetorikern aus der Antike veröffentlichen wollen (aggredi coeperamus contextum eorum quae a veteribus autoribus de eloqunetibus Graeciae tradita & memoriae prodita comperissemus). Private und politische Schwierigkeiten hätte dies seinerzeit jedoch verhindert.
Camerarius, De figurarum sermonis notatione in quatuor evangeliorum libris praefatio, 1572Camerarius rückt seine exegetischen Kommentar in den Kontext einer methodisch betriebenen Theologie. Er versteht seine Herangehensweise als eine mögliche bei einem Pluralismus der Methoden. Er lobt antike Versuche und setzt sich von mittelalterlichen ab. Dann sei es jedoch ausgehend von einem wiederbelebten Interesse an den alten Sprachen, insbesondere des Griechischen und des Lateinischen, zu einer Wiedergeburt der Wissenschaften gekommen. Diese habe auch in der Theologie Korrekturen und neue Erkenntnisse mit sich gebracht. Auch dem Hebräischen werde nun wieder Aufmerksamkeit geschenkt. Im Gefolge von Lorenzo Valla und Erasmus von Rotterdam seien zahlreiche bibelexegetische Werke entstanden. Camerarius möchte sich jedoch eines Vergleichs enthalten. Er legt seine bibelhermeneutischen Grundgedanken um das Wirken des Sohnes Gottes und des Heiligen Geistes dar. Wichtige Grundlagen hätten Notizen gebildet, die Camerarius bei der Lektüre lateinischer und griechischer Autoren zusammengetragen habe. Es folgen weitere Hinweise zur Werkgenese. Er betont die Unerlässlichkeit einer Beschäftigung mit der Grammatik und der Semantik für den Zugang zur Wahrheit. Zielpublikum seinen nicht diejenigen, die in den Alten Sprachen bereits bestens bewandert seien. Von der Polemik gegen andere Autoren und konfessionellen Auseinandersetzungen wolle sich Camerarius fernhalten.
Camerarius, De gymnasiis, 1536Die beiden Dialogpartner sind ein Gast (hospes) und ein Junge (puer). Der Dialog handelt von der Notwendigkeit des Sports im Rahmen der Erziehung. Zunächst wird eine historische Rechtfertigung solcher Spiele angeführt. Hierbei wird auch das im Humanismus aufkommende Nationalbewusstsein erkennbar. Bereits die Germanen hätten nach Auskunft antiker Quellen die körperliche Ertüchtigung im Rahmen ihrer Erziehung gepflegt. Die Dialogpartner besprechen unterschiedliche Spiele, zu denen auch Kinderspiele, die in der Gruppe gespielt werden, zählen. Schließlich wird auch der erzieherische Wert der Spiele reflektiert.
Camerarius, De invocatione sanctorum (gr., Werk), 1545Traktat über die Heiligenverehrung. Diese wird mit Argumenten widerlegt, die die antike Apologetik, namentlich Athanasius der Große, gegen den paganen Götterkult vorbrachte.
Camerarius, De libello catecheseos, 1563Proömium zur Übersetzung des Katechismus. Es stellt eine würdigende Erinnerung an Georg von Anhalt dar. Am Ende finden sich Reflexionen über die ursprüngliche Verwendung des Griechischen als Sprache für den Ausgangstext und über die Maximen, denen Camerarius bei der Übersetzung folgt.
Camerarius, De nominibus equestribus, 1556In diesem Glossar, das als ein durchgehender Fließtext verfasst ist, behandelt Camerarius die griechische und lateinische Terminologie des Wortfeldes "Pferd". Im Gegensatz zu den anderen hippologischen Schriften im Druck, die bereits in zweiter Auflage erscheinen, handelt es sich bei diesem Werk um eine Erstausgabe.
Camerarius, De notatione figurarum orationis in scriptis apostolicis, 1556Vorwort zu der Schrift über die Bezeichnungen der Redefiguren in den Schriften der Apostel. Hierin streicht Camerarius die Bedeutung der Gelehrsamkeit für das richtige Bibelverständnis heraus und erläutert seine Kommentarpraxis.
Camerarius, De numismatis seu moneta, 1539Numismatischer Traktat.
Camerarius, De orthographia, 1552Lehrtext über die Rechtschreibung. Er beginnt mit einer Rechtfertigung der Orthographie. Diese besteht in der apodiktischen Aussage, dass das Richtige immer nur eins sein kann. Es folgt eine Definition der Orthographie. Er geht hierbei von einem Primat der Aussprache aus. Fragen der Rechtschreibung beziehen sich entweder darauf, (a) was geschrieben werden soll, (b) wie etwas geschrieben werden soll oder (c) wieviel geschrieben werden soll. Von der Rechtschreibung werden folgende Aspekte behandelt: Akzentsetzung, Diphthonge, Konsonanten, Aspiration, die Buchstaben K und Q, Buchstabendoppelung, die griechischen Buchstaben Z und Y, der Buchstabe X, Derivative, Archaismen, Kurzschrift, Interpunktion.
Camerarius, De synodis oecumenicis, 1561Knappe chronologische Darstellung zu den Ökumenischen Konzilien.
Camerarius, Decuriae συμμίκτων προβλημάτων, 1594Bunte Sammlung von Fragen aus verschiedenen Bereichen des Alltags sowie von mythologischen (vor allem auf allegorische Erklärungen zielenden) und etymologischen Fragen, die zumeist in Rekurs auf antike Autoren gelehrt beantwortet werden (auf Latein, oft mit einer vorgeschalteten griechischen Fassung). Die Referenzstellen aus der Literatur sind in einem vorangestellten Index verzeichnet.
Camerarius, Dionis dissertatio de non temere credendo, 1531Camerarius' Übersetzung der Schrift des Dion von Prusa.
Camerarius, Dirae seu lupus, 1540Bereits der Titel reiht das Gedicht in die Tradition der antiken deprecatio ein: Dirae bedeutet sowohl die "Verfluchungen", "Verwünschungen" als auch die "Furien", die im Kontext einer solchen Verwünschung angerufen werden. Der Text ebenso wie ein Rückverweis aus der folgenden Ekloge "Querela sive Agelaeus εἰς ποτηριοκλέπτην" evozieren beide Bedeutungen. Die Ekloge präsentiert einen Monolog, der in Gebetform mit einem Anruf der Götter beginnt. Zahlreiche Ausrufe und Fragen kennzeichnen den mündlichen Stil. Es folgen Äußerungen der Klage über die Verstümmelung des Hirtenhundes Argemus durch den Wolf. Der Sprecher versucht, auch Zuflucht bei der Magie zu nehmen, um den Wolf abwehren zu können. Das Gedicht endet mit einer Verfluchung des Wolfes.
Camerarius, Disputatio de precibus (Werk), 1560Der Traktat behandelt die folgenden Themen: Gebet als natürliches Bedürfnis des Menschen / Sinn des Betens / Glaubensgrundsätze / Regeln des Gebets / Gefahr der Idololatrie / Sprachliche Form des Gebets / Verhältnis Mensch-Gott im Gebet / Sprache des Gebets / Übereinstimmung des Gläubigen mit den Grundsätzen der Kirche / Gebete für Verstorbene / Unterscheidung Gebet-Gelübde.
Camerarius, Divitiae Solonis, 1538Übersetzung eines Epigramms.
Camerarius, Dorotheae Hysceae formisiss(imae) foem(inae), 1531Literarisiertes Epitaphium (acht elegische Distichen).
Camerarius, Eberarto Barbato, 1537Erstes der "Oratio funebris" angefügtes Epitaphium in Versform.
Camerarius, Ebrioso flamini, 1531Epitaphium auf einen "Bacchus-Priester" (einzelnes elegisches Distichon).
Camerarius, Ecclesiasticae historiae Theodoriti, 1536Übersetzung der "Kirchengeschichte" Theodorets und weiterer Schriften aus deren Umfeld.
Camerarius, Eidem (sc. Carolo duci Burbonio), 1531Zweites Epitaph auf Charles de Bourbon (6 Verse, Hinkiambus).
Camerarius, Eidem (sc. Croeso), 1538Epigramm zum Orakel des Croesus.
Camerarius, Eidem (sc. Fridericho duci Saxoniae), 1531Zweites Epitaph auf Kurfürst Friedrich III. (den Weisen) von Sachsen. Es ist kürzer als das vorangehende und umfasst zwei elegische Distichen.
Camerarius, Eidem (sc. Guilielmo Neseno), 1531Zweites Epitaph auf Wilhelm Nesen, gestorben am 06.07.1524 (drei elegische Distichen).
Camerarius, Eidem (sc. Iuliano), 1538Übersetzung eines Epigramms.
Camerarius, Eidem κατὰ προσωποποιίαν tanquam ipsa loquente, 1577Sepulkralgedicht, bei dem in Form einer Prosopopoiie die Tote selbst als Sprecherin fungiert (20 elegische Distichen).
Camerarius, Ein new Spil (Werk), 1547Der Übersetzer Kaspar Brusch nennt seine Quelle nicht, weshalb das Werk lange seiner Autorschaft zugeschrieben wurde.
Camerarius, Eisdem (sc. Lacedaemoniis), 1538Epigramm für die Spartaner.
Camerarius, Electra (lat.), 1556Als frei deklarierte Übersetzung (interpretatio libera) der sophokleischen "Electra". Die Version erfolgt in ungebundener Rede.
Camerarius, Elementa. Radices rerum cuntarum (Inc.), 1538Übersetzung eines Epigramms über die vier Elemente.
Camerarius, Elisabethae f(iliae) Philippi, 1531Epitaph auf Elisabeth (Isabella von Österreich), Königin von Dänemark (14 Verse).
Camerarius, Epaminundae, 1538Epigramm auf Epaminondas. Sprecher ist Epaminondas selbst.
Camerarius, Epigramma. Marchiadum praeclara domus (Inc.), 1561Begleitepigramm zur "Marchias" des Johannes Schosser.
Camerarius, Epitaphium Petri Mosellani, 1524Griechisches Epitaphium auf den "Musendiener" Petrus Mosellanus in drei elegischen Distichen.
Camerarius, Epitaphium. Corpus in hoc obita iacet Annae (Inc.), 1577Epitaphium auf Camerarius verstorbene Ehefrau Anna Truchseß von Grünsberg (sieben elegische Distichen).
Camerarius, Esterillae Camerariae suaviss(imae) nepti, 1531Epitaphium auf die Nichte Esterilla (Esther?) (23 Hendekasyllaben).
Camerarius, Et iterum (sc. votum). Hoc in libro aliisque (Inc.), 1573Lateinische Version zu dem Gebet Camerarius, Καὶ αὖθις (sc. εὐχή). Ἐν ταυτῇ βίβλῷ τε (Inc.), 1573.
Camerarius, Eutychi grammatici de discernendis coniugationibus, 1537Camerarius ist wohl der erste Herausgeber und Übersetzer dieser Schrift des spätantiken Grammatikers.
Camerarius, Evangelistae quatuor, 1566Lateinische Übersetzung zu dem vorausgehenden Gedicht "Οἱ εὐαγγελισταὶ τέσσαρες ὄντες Ἰωαχείμου".
Camerarius, Ex Aelio Festo Aphthonio de carminis appellationibus, 1537Ausschnitt aus dem Werk des Aelius Festus Aphthonius zur Metrik.
Camerarius, Ex Plutarchi septem sapientum convivio, 1564Übersetzung aus Plutarchs "Gastmahl der Sieben Weisen". Es handelt sich dabei um einen Abschnitt, der dem Sprecher Diocles zugesprochen wird.
Camerarius, Ex disputatione quae ascribitur Basilio Caesareae, 1552Übersetzung zum Traktat "Über den Heiligen Geist" von Basilius von Caesarea.
Camerarius, Exempla addita supra expositis Aphthonii, 1567Übersetzung einer von Camerarius verfertigten Zusammenstellung von zusätzlichen Texten zu den "Progymnasmata" des Aphthonios.
Camerarius, Explicatio libelli de morali virtute Plutarchi, 1572Einführung und Stellenkommentar zur lateinischen Übersetzung von Plutarchs Werk "Περὶ ἠθικῆς ἀρετῆς" sowie von anderen ethischen Schriften über die Tugend. Zu den weiteren kommentierten Werken zählen Plutarchs "Εἰ διδακτὸν ἡ ἀρετή;" sowie themenbezogene (pseudo-)platonische Werke und Exzerpte aus Stobaios. Ebenso wird das Werk eines unbekannten Autors über die aristotelische Ethik kommentiert, ferner eine Schrift des Maximos von Ephesos. Der Kommentar enthält auch Übersetzungen zu griechischen Epigrammen, die sich auf Plutarch beziehen.
Camerarius, Explicatio versuum Pindari versibus imabicis trimetris & dimetris, 1541Beispiel für ein Gedicht in Jamben.
Camerarius, Explicatiuncula expositorum versuum, 1554Erklärungen zum Lehrgedicht "Versus senarii de analogiis".
Camerarius, Expositae formulae, 1560Sammlung von Gebeten vorzüglich in griechischer, aber auch in lateinischer Sprache. Die Gebete stammen aus der Septuaginta, der altkirchlichen Tradition und von Camerarius selbst.
Camerarius, Expositio de apostolis, 1566Biographische Darstellung zu den Aposteln. Eingangs fordert Camerarius programmatisch die Zusammenführung von humanistischer Herangehensweise und theologischer Fragestellung. Ferner behandelt er vorab die Quellenlage. In der Darstellung reflektiert er über seine Quellen und wägt ihre Glaubwürdigkeit ab. Besondere Aufmerksamkeit widmet er Paulus. Auch steht die historische Biographie, nicht die Theologie seiner Briefe im Blickpunkt. Die Echtheit des Briefwechsels zwischen Paulus und Seneca zieht Camerarius in Zweifel und lehnt die Vorstellung ab, dass Fälschungen im Namen des Christentums gerechtfertigt werden könnten. Eine Verehrung des Paulus als eines Heiligen weist Camerarius deutlich zurück.
Camerarius, Expositio παράλληλος capitum doctrinae evangelicae & papisticae, 1543Übersetzung eines nach Camerarius' bereits verbreiteten Traktats. In diesem werden unter bestimmten theologischen Themen geordnet evangelische und katholische Positionen einander gegenübergestellt.
Camerarius, Fabula inclusa versibus hexametris dactylicis, 1541Didaktisches Beispiel für ein Gedicht im Hexameter.
Camerarius, Felici Pircameri filiae, 1531Epitaph auf Felicitas Pirckheimer, gestorben 1530 (15 elegische Distichen)
Camerarius, Filiis suis, 1573Lateinische Version zu Camerarius, Τοῖς υἱοῖς Ἰωαχεῖμος ὁ Καμεραριάδης πατήρ, 1573.
Camerarius, Flamini scelesto, 1531Epitaphium auf einen unsittlichen Priester in Form eines Dialogs zwischen einem Fremden (Hospes) und einem Anwohner (Incola) (13 Verse).
Camerarius, Forte favos puerum (Inc.), 1541Übersetzung zu Theokrit, Idyll 19. Gedicht (10 Hexameter) auf Amor, der beim Honigraub von einer Biene gestochen wird und bei Venus Trost sucht.
Camerarius, Fratri dilectiss(imo), 1531Epitaphium auf den Bruder. Es hat die Form eines Dialogs zwischen einem Fremden ("Hospes") und der Jugend ("Iuventa") (17 elegische Distichen).
Camerarius, Fratri dulciss(imo) in Pannonia mortuo, 1531Epitaphium auf den Bruder Joseph Camerarius, der in Ungarn gestorben ist (fünf elegische Distichen).
Camerarius, Fridericho duci Saxoniae, 1531Epitaph auf Kurfürst Friedrich III. (den Weisen) von Sachsen, gestorben am 05.05.1525 (elf elegische Distichen).
Camerarius, Funebris Mauriciana oratio (1569), 1569Gedenkrede auf den Tod des Kurfürsten Moritz von Sachen, gehalten 1569.
Camerarius, Genti illustrissimae, 1556Panegyrisches Epigramm auf das Fürstenhaus der Anhaltiner und Askanier. Es leitet das Buch zur Genealogie und Geschichte des Geschlechts ein. Das Gedicht ist verbunden mit einer Erinnerung an Georg von Anhalt und stellt die Religiosität als das die Familie auszeichnende Charakteristikum heraus.
Camerarius, Georgio Helto, 1548Lateinisches Epitaphium auf Georg Helt.
Camerarius, Georgio Pectio Vorhemio, 1531Epitaph auf Georg Petz aus Forchheim, der in Erfurt gestorben ist (elf elegische Distichen).
Camerarius, Georgio e Limpergiorum familia, 1531Epitaph auf den Bamberger Bischof Georg von Limburg in neun elegischen Distichen (Amtszeit 1505-1522).
Camerarius, Glauco, 1538Epigramm auf Glaucus.
Camerarius, Gnidiis in Asia, 1538Übersetzung eines Epigramms auf die Knidier in Asien.
Camerarius, Gnomica, 1541Beispiel für ein Gedicht mit gnomischem Inhalt.
Camerarius, Godefridus Muncerus Barbarae Camerariae coniugi, 1531Epitaphium des Gottfried Müntzer auf seine Ehefrau Barbara Cameraria. Aufgrund der Eingliederung des Gedichts in die Epitaphien des Joachim Camerarius ist dieser der wahrscheinliche Autor (sechs elegische Distichen).
Camerarius, Graecae quaedam, 1540In dieser Edition von eigenen und fremden Briefen versieht Camerarius die Briefe unmittelbar mit eigenen Übersetzungen und denen anderer Autoren. So stammt das erste Paar aus Brief und Übersetzung ganz aus der Feder des Camerarius, während im zweiten der griechische Text (Ἐπαγγέλλεις μοι πολλούς) von Diogenes Laertius ("Vitae philosophorum" 1,64) verfasst ist und mit einer Übersetzung von (Matthias Flacius) Illyricus versehen wird. Es folgen weitere Übersetzungen von Illyricus und Bartholomaeus Velsperg.
Camerarius, Graecum epigramma (lat.), 1545Epigramm über die prekäre Situation des grammaticus.
Camerarius, Grammmatica Philippi Melanchthonis Latina, 1552Mit zahlreichen Anmerkungen von Joachim Camerarius versehene Ausgabe der "Grammatica Latina" Philipp Melanchthons.
Camerarius, Gregorio Bersmano, 1576Dankgedicht für die mit Genesungswünschen verbundene Widmung einer Sammlung von Psalmenversifikationen Bersmans an Camerarius.
Camerarius, Guilielmo Neseno qui periit, 1531Epicedium auf Wilhelm Nesen, der bei der Überquerung der Elbe ertrank (23 Verse, iambischer Trimeter).
Camerarius, H(elii) Eobani Hessi Atramentum, 1554Gedicht über die Herstellung von Tinte.
Camerarius, Hermano a Nevenar, 1531Epitaph auf Hermann von Neuenahr (den Älteren), gestorben am 2. Oktober 1530 (acht Verse iambischer Trimerter).
Camerarius, Herodoto, 1538Epitaphium auf den Geschichtsschreiber Herodot.
Camerarius, Hinc ad Musarum (Inc.), 1526Einleitungsepigramm für den Leser in zwei Distichen.
Camerarius, Hipparcho, 1538Epigramm auf Hipparch.
Camerarius, Historia synodi Nicenae (Werk), 1552Geschichte des Konzils von Nicäa.
Camerarius, Historiae Iesu Christi expositio (Werk), 1566Die Einleitung des Werks stellt ein Proömium dar, in dem sich Camerarius zu den Entstehungsbedingungen und zur Intention des Werkes äußert. In der Biographie wird das Leben Christi als historisches Ereignis nachgezeichnet. Er ordnet das Werk in den Kontext seiner Bemühungen um die Gattung der Biographie ein. Bedeutender Bestandteil der Darlegung sind Fragen der historischen Chronologie. Camerarius geht quellenkritisch vor, zieht breites Referenzmaterial heran und wägt bei widersprüchlichen Angaben zwischen Alternativen ab. Neben der Geschichte steht jedoch auch die Christologie und Fragen nach der richtigen Form der Verehrung im Blickpunkt.
Camerarius, Homo, 1577Gedicht über die menschliche Vergänglichkeit (acht elegische Distichen).
Camerarius, Huldericho Hutteno, 1531Epitaph auf Ulrich von Hutten, gestorben am 29. August 1523 (13 elegische Distichen).
Camerarius, Hymnus Zachariae patris Iohannis, 1560Hymnus des Zacharias. Das Versmaß ist der Hexameter.
Camerarius, Hymnus ad Christum σωτῆρα, 1552Geistliches Gedicht auf Jesus Christus, den Heiland. Es umfasst 13 Sapphische Strophen.
Camerarius, Hymnus de S(ancto) Laurentio, 1556Lobeshymnus auf den Heiligen Laurentius in Sapphischen Strophen.
Camerarius, Hymnus matris virginis Mariae, 1560Marienhymnus. Versmaß ist der Hexameter.
Camerarius, Idem (sc. lectori). Θαρσεῖθ' ὅσσ' ἀγαθῶν (Inc.), 1536Geleitepigramm in vier elegischen Distichen. Das Gedicht auf den Weingenuss ist in spezifisch griechischer Denk- und Ausdrucksform gehalten. Es korrespondiert hierin mit dem lateinischen Gedicht.
Camerarius, Iliados libri secundi conversio, 1540Übersetzung des 2. Gesanges der "Ilias"
Camerarius, Illationes, 1541Zwei Einzeldistichen als Beispiele für Gedichte mit Schlussfolgerungen (?).
Camerarius, Illus, 1568Ekloge mit pädagogischer Thematik, in der es um die Vermittlung von Lebensmaximen für ein gutes und erfolgreiches Leben geht.
Camerarius, Illustriss(imo) principi Mauricio duci Saxonum, 1553Epitaphium in 22 elegischen Distichen auf Moritz von Sachsen.
Camerarius, Imbecillo morbi diuturnitate consumpto, 1531Es handelt sich um ein literarisches Epitaphium, das sich nicht auf eine konkrete Person bezieht, sondern auf einen Typ von Person. Das Epigramm thematisiert eine schwächliche Person. Das Gedicht bildet eine Kontrafaktur zum vorausgehenden Epitaphium "Valido homini violenter extincto", das den Tod eines gesunden Menschen behandelt (zwei elegische Distichen)..
Camerarius, In Cleombrotum, 1538Epigramm auf den Philosophen Kleombrotos.
Camerarius, In Faborini Camertis lexicon, 1538Proömium zur Ausgabe des griechischen Lexikons der Phavorinus, in dem Camerarius den Wert des Griechischen im Bildungscurriculum verteidigt und die Vorzüge des herausgegebenen Werkes anpreist.
Camerarius, In Homeri Iliados librum secundum, 1540Das Werk umfasst Prooemium, Argumentum und Kommentar.
Camerarius, In astronomiam, 1538Lateinische Übersetzung eines griechischen Epigramms: Das dichterische Ich wisse, dass es sterblich sei, doch lasse die Betrachtung des Himmels ihn Unsterblichkeit spüren.
Camerarius, In carmen hodoeporicon, 1544Widmungsgedicht auf das Hodoeporicum des Pál Rubigál.
Camerarius, In grammaticae Graecae libellum Philippi Melanchthonis prooemium, 1545Camerarius fragt nach der Stellung der Grammatik innerhalb der Wissenschaften und verteidigt ihre große Bedeutsamkeit.
Camerarius, In historiam Theodoriti, 1536Lateinisches Einleitungsepigramm zum Geschichtswerk des Theodoret in sieben Distichen.
Camerarius, In libellum gnomologicum prooemiumCamerarius beginnt mit einer Reflexion über die Möglichkeit des guten Gebrauchs und des Missbrauchs der Sprache. In dem Prooemium verteidigt Camerarius seinen Schreibstil, der Tadler gefunden habe. Als wichtigstes Stilideal stellt er die Klarheit dar. Das Zeitalter Ciceros ist der Höhepunkt in der Stilentwicklung des Lateinischen. Gegenwärtig herrsche ein Barbarismus. Daraufhin legt Camerarius die Grundsätze seiner Übersetzungstechnik dar. Es solle nicht Wort für Wort übersetzt werden, vielmehr solle der Sinn wiedergegeben werden. Dennoch müsse hierauf besondere Mühe verwandt werden, dass unter möglichst weiter Wahrung der Eigenheit der (Ausgangs-)Sprache derselbe (Gedanke) in der anderen (Ziel-)Sprache flüssig vorgebracht werde. Die Edition und die Übersetzung seien für den Schulunterricht bestimmt.
Camerarius, In navem Hieronis, 1538Lateinische Übersetzung eines griechischen Epigramms.
Camerarius, In obitum Helenae Graviae, 1550Trostgedicht über den Tod der Helena Gravius in Form eines Epitaphiums.
Camerarius, Indicia et notationes locorum, 1563Kommentarhafte Erläuterungen zur lateinischen "Catechesis".
Camerarius, Infanti Iacobi Cliberii avis Bamberg(ensis), 1531Epitaph auf das Kind des Jakob Cliberius, das nur zehn Monate alt wurde. Camerarius als Dichter identifiziert sich mit der poetologischen Metapher des Schwans als avis Bambergensis (zwei Distichen aus Hexameter und iambischem Dimeter)..
Camerarius, Infanti inter enitendum mortuo, 1531Epitaphium auf ein anonymes, bei der Geburt gestorbenes Kind (vier elegische Distichen).
Camerarius, Inflammato in Bavaris sacerdoti, 1531Epitaphium auf einen Priester, der den Flammentod gestorben ist. Wohl ebenso wie die umgebenden Epitaphien auf Priester ein fiktionales Gedicht (neun elegische Distichen).
Camerarius, Initia doctrinae Christianae, 1563Lateinische Übersetzung des ersten Werkteils der "Κατήχησις τοῦ Χριστιανισμοῦ" von 1552.
Camerarius, Ioach(imus) Camerarius lectori, 1525Einleitungsepigramm an den Leser in zwei Distichen. Der Leser wird unter Rekurs auf Sprichwörter zur Beschäftigung mit der Materie motiviert.
Camerarius, Ioachimi Camerarii. Et notanda quaedam putavimus (Inc.), 1569Kommentierung zu den im Libellus gnomologicus abgedruckten Texten. Die Angaben beziehen sich auf Inhalt und Textgestalt und setzen ihren Schwerpunkt bei Agepetus und insbesondere Palladius.
Camerarius, Ioachimi. Signum autem cunctis (Inc.), 1538Lateinische Übersetzung zu den Oracula Sibyllina.
Camerarius, Ioachimus Camerarius Ioanni Chentmano, 1551Das Epithalamium auf Johannes Kentmann umfasst 5 elegische Distichen. Gedicht beschreibt in humorvoller Weise die Heimsuchung des Bräutigams und seiner Braut Magdalis (Magdalena Sporer ?) durch den pfeileschießenden Eros. Die Pointe im letzten Distichon, wonach Eros eine nicht vernarbende Wunde dauerhauft schwären lässt, die immer behandelt werden muss, spielt wohl auf den Beruf des Bräutigams an: Er ist Arzt. Dem griechischen Gedicht folgt auf der unteren Hälfte derselben Seite eine lateinische Übersetzung von Georg Fabricius.
Camerarius, Ioachimus Camerarius ad lectorem, 1538Proömium zur Ausgabe des 4. Buches von Galens Werken.
Camerarius, Ioachimus Camerarius bonarum literarum studiosis salutem, 1536Der Widmungsbrief enthält eine Rechtfertigung für die Beschäftigung mit der griechischen Sprache. Camerarius spricht sich dafür aus, dass Latein und Griechisch in wechselseitiger Interdependenz gelernt werden sollen. Es geht beim Sprachunterricht nicht nur um das Erlernen der Sprache selbst, vielmehr um eine allgemeinere Ausbildung der Sprache, die die "Deuterin des Verstandes" sei (oratio ipsius mentis intepres, A4r). Dann äußert Camerarius sich zu der von ihm herausgegebenen Grammatik des Varennius, die er bei seiner Überarbeitung noch erweitert hat (sequentes quasi filum autoris, singilatim praeceptionibus aliquid attexere; A4v).
Camerarius, Ioachimus Camerarius lectori. Hunc libellum (Inc.), 1552Als Widmungsbrief an den Leser gestaltetes Proömium. Camerarius legt hierin die Werkgenese der "Grammatica Latina" dar.
Camerarius, Ioachimus lectoribus, 1537Kommentarhafte Erläuterungen zu den edierten Texten zur Grammatik.
Camerarius, Ioanni Baroni ad Svarzebergam, 1531Epitaph auf Johann von Schwarzenberg (16 Verse Hinkiambus).
Camerarius, Ioanni Camerario civi Bambergensi patri, 1531Epitaph auf Joachim Camerarius' Vater Johannes Camerarius (acht elegische Distichen).
Camerarius, Ioanni Reuchelino, 1531Epitaph auf Johannes Reuchlin, gestorben am 30. Juni 1522 (vier elegische Distichen).
Camerarius, Iohanni Muslero. Austriacum ut celebrem (Inc.), 1555Wie das vorausgehende griechische Gedicht, das an den Bruder Georg Musler gerichtet ist, gibt auch dieses lateinische, vier elegische Distichen umfassende Epigramm an Johannes Musler eine sympotische Thematik wieder. Durch Variationen korrespondiert es mit dem vorausgehenden Gedicht: Während dort der Adressat den österreichischen Wein ausschenkt, verlangt er hier danach. Der Sprecher tritt dem Adressaten sowohl als Dichter als auch als Trinkgenosse gegenüber.
Camerarius, Iosepho Camerario fratri cariss(imo) in caenotaphio, 1531Epitaphium auf den Bruder Joseph Camerarius. Dieses Epitaph korrespondiert durch seinen Anbringungsort auf dem Kenotaph mit dem nachfolgenden, das für das eigentliche Grab bestimmt ist (sechs elegische Distichen).
Camerarius, Iudaea et Hierusalem nolite timere, 1541Das Gedicht umfasst 22 Distichen. Thema ist die Sicherheit der Gläubigen unter dem Schutz Gottes. Eine Verbindung mit den Hodoeporica ist nur sehr lose gegeben. Man kann sie wohl am ehesten darin sehen, dass das Gottesvolk mit den Örtlichkeiten Iudaea und Jerusalem identifiziert wird, oder in dem am Schluss des Gedichts geäußerten Wunsch des Sprechers, wo immer er auch sei, Gott zu loben und ihm Dank zu sagen.
Camerarius, Iuliano, 1538Übersetzung eines Epigramms.
Camerarius, Iulio Papae, 1531Epitaph auf Papst Julius II., gestorben am 21. Februar 1513 (sechs elegische Distichen).
Camerarius, Joachimus Camerarius. Quia arbitrabar prae aliis (Inc.), 1571In diesem Paratext weist Camerarius auf seine Rechte an dem Druck und das bestehende Druckprivileg hin.
Camerarius, Lacedaemoniis, 1538Übersetzung eines Epigramms.
Camerarius, Lagynus, 1538Übersetzung eines Epigramms.
Camerarius, Laidi, 1538Übersetzung eines Epigramms.
Camerarius, Laio Labdaci f(ilio), 1538Epigramm auf Laius, den Sohn des Labdacus.
Camerarius, Lectori (Notatio figurarum sermonis in libris quatuor evangeliorum), 1572In dem Vorwort an den Leser wehrt sich Camerarius gegen den gegen ihn erhobenen Vorwurf mangelnder Rechtgläubigkeit. Gegen ihn muss vorgebracht worden sein, dass er im Zusammenhang mit dem Glaubensbekenntnis des Athanasius gegen die Orthodoxie verstoßen habe. Camerarius zeigt sich sichtlich bemüht, seine rechtgläubige Gesinnung zum Ausdruck zu bringen.
Camerarius, Lectori. Hoc viso Ebrietas (Inc.), 1536Ebrietas tritt als allegorische Figur auf und spricht über das erschienene Buch. Sie beklagt sich darüber, dass sie durch dieses Buch nun gezähmt sei. Sie werde nun weniger verachtet, da sie jetzt auf eine festgelegte Art und Weise trinke. Wo früher furor war, sei nun doctrina. Das Gedicht thematisiert den Weingenuss in spezifisch lateinischen Denk- und Ausdrucksformen. Es korrespondiert darin mit dem griechischen Gedicht.
Camerarius, Lectori. Si qui forte leges (Inc.), 1532Der als Io(achimus) gekennzeichnete Übersetzer bittet den Leser um Nachsicht bei möglichen Fehlern und verweist auf die Neuheit seines Unternehmens.
Camerarius, Lectoribus Ioachimus. Veteres etiam librarios (Inc.), 1564.Historische und sprachliche Anmerkungen (notata) zu Gregor von Nyssa (nativ.; Steph.).
Camerarius, Lectoribus. Cum haec perfecisset (Inc.), 1543Zwischengeschaltete Anrede an die Leser, die die geänderten Umstände infolge der Absage des geplanten Konzils in Trient erklärt.
Camerarius, Lectoribus. Praeclara est et memorabilis sententia (Inc.), 1564Kommentar zu zwei Reden des Gregor von Nyssa, "De deitate" und "De ressurectione IV" = "In sanctum et salutare Pascha".
Camerarius, Leonardi Aretini commentarium rerum Graecarum, 1546Camerarius gibt die Übersetzung und Überarbeitung Leonardo Brunis zu Xenophons Geschichtswerk "Hellenika" heraus.
Camerarius, Libellus Graecae grammaticae Philippi Melanchthonis, 1545Camerarius' Edition von Melanchthon, Institutiones Graecae grammaticae, 1518.
Camerarius, Libellus scolasticus (Ausgabe), 1551Lehrtextsammlung, zusammengestellt für den Gebrauch an der Ratsschule in Zwickau.
Camerarius, Libellus scolasticus (Kommentar), 1551Vorrede (προλεγόμενα) zu Theognis und Kommentare (ὑπομνήματα) zu den einzelnen Dichtern, die in die Textsammlung für den Schulgebrauch aufgenommen wurden.
Camerarius, Liber primus Iliados, 1538Metrische Übersetzung des 1. Gesanges der "Ilias".
Camerarius, Luciani adversus indoctum sermo (lat.), 1523Lateinische Übersetzung von Lukians "Adversus indoctum" mit gliedernden und erläuternden philologischen Marginalien. Ein Sternchen am Rand (E2r) weist auf eine erklärende Anmerkung zu einer Stelle hin, die in der Vorrede als schwierig angekündigt worden ist.
Camerarius, Ludovico regi Pannoniae, 1531Epitaph auf König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn, der am 29. August 1526 in der Schlacht von Mohács fiel (13 Verse, iambischer Trimeter).
Camerarius, Ludus septem sapientum, 1544Spiel der sieben Weisen.
Camerarius, Luxurioso flamini ἀνωνύμῳ, 1531Epitaphium auf einen anonymen Priester, der ausschweifend lebt (fünf elegische Distichen).
Camerarius, Lycidas, 1568 (1527)Ekloge über das Schicksal des Bruders, Hieronymus Camerarius, das sich polemisch gegen den Bischof von Bamberg Weigand von Redwitz während des Bauernkrieges wendet.
Camerarius, Lycurgo, 1538Epigramm auf Lykurg.
Camerarius, Manio servo, 1531Epitaphium auf eine Person, die in Unglück und Armut ihr Dasein fristete (drei elegische Distichen).
Camerarius, Marcioni perpetuo dubitatori, 1531Epitaphium auf den notorischen Zweifler Marcion. Fiktionales Gedicht (6 Verse).
Camerarius, Marile, 1568 (1533)Poetologische Ekloge mit einem Lob auf die Bukolik. Gleichzeitig spiegelt sie auch wider, welche Lücke Hessus durch seinen Weggang vom Nürnberger Egidiengymnasium hinterlassen hat.
Camerarius, Marthae Becelinae Camerariae Ioannis coniugi matri, 1531Epitaphium auf die Mutter Martha, geb. Wetzel (1466-1522) (neun elegische Distichen).
Camerarius, Maximiniano imperatori, 1531Epitaph auf den Maximinian genannten Kaiser Maximilian I., der am 12.01.1519 gestorben ist (zehn Verse, Hinkiambus).
Camerarius, Meditatio animi perturbati, 1577Camerarius I. - Meditatio animi perturbati.
Camerarius, Meditatio in adversis, 1577Philosophische Abhandlung über persönliche Resilienz bei Schicksalschlägen.
Camerarius, Meliboeus, 1568Poetologisches Gedicht über die Wanderung der Bukolik aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland.
Camerarius, Memoriae inclyti principis Wolfgangi, 1573Das 27 elegische Distichen umfassende lateinische Epicedium auf Wolfgang von Pfalz-Neuburg nimmt Bezug auf seinen Tod, den er auf einem Feldzug in der Nähe von Limoges erlitt. Das Gedicht besteht aus zwei Teilen: Zunächst werden die Todesumstände beschrieben, Auf dem Kriegszug nach Frankreich erkrankt der Fürst und stirbt (1-26). Der zweite Teil umfasst Abschiedsgrüße an den Verstorbenen. Das Gedicht ist geprägt vom Gottvertrauen des Sprechers.
Camerarius, Mercurino principi Cathinariae, 1531Epitaph auf Mercurino Arborio di Gattinara, gestorben am 3. Juni 1530 in Innsbruck (neun Verspaare).
Camerarius, Messenis, 1538Griechisches Epigramm.
Camerarius, Micylli sapientia, 1538Übersetzung eines Epigramms des Jakob Micyllus, das Camerarius lateinisch "Sapientia" betitelt. Die metrische Struktur des Ausgangstextes wurde beibehalten (17 iambische Dimeter).
Camerarius, Moeris, 1568 (1521)Eine Ekloge, die im Modus der Allegorie in konfessioneller Polemik auf die Kontroverse zwischen Martin Luther und Hieronymus Emser eingeht. Mit dem Ziegenbock (hircus), der allerorten Zerstörung anrichtet, wird wahrscheinlich auf den katholischen Kontroverstheologen Hieronymus Emser angespielt. Der Besitzer des Bocks ist wohl mit dem Landesherrn Georg dem Bärtigen, der von ihm Geschädigte und um Wiederherstellung des Friedens Bemühte mit Friedrich dem Weisen zu identifizieren. Der Widder, der dem Geisbock eine Niederlage beibringt und von dem auch Widerstand erwartet wird, falls sich der bald kastrierte hircus, wieder auflehnen wird, ist mit Martin Luther gleichzusetzen.
Camerarius, Montue tu melius (Inc.), 1538In dem sechs elegische Distichen umfassende Begleitepigramm nimmt Camerarius Stellung für Leonhart Fuchs.
Camerarius, Mortuae infanti filiae Georgi Sabini, 1544Epitaphium auf die Tochter des Georg Sabinus und Enkelin des Philipp Melanchthon.
Camerarius, Narratio de Georgio principe Anhaltino, 1555Biographischer Abriss zu Georg III. von Anhalt-Plötzkau, entstanden anlässlich der Herausgabe einer Auswahl seiner Synodalreden.
Camerarius, Narratiuncula exposita versibus elegiacis, 1541Beispiel für ein Gedicht im elegischen Distichon. Es stellt ein aitiologisches Gedicht über die Entstehung der Rose dar.
Camerarius, Nicephori Chronologia, 1561Übersetzung und ausführliche Erläuterung der "Chronologia" des Nikephoros von Konstantinopel. In Form von Appendices, die den übersetzten Text quantitativ bei weitem übersteigen, gibt Camerarius historische Anmerkungen zu den angeführten Daten. Der "Chronologia" ist eine kurze "Chronica", ebenfalls von Nikephoros, vorangesetzt. Ferner wird in die Übersetzung und Kommentierung der "Chronologia" ein kurzer Traktat zu den Namen der Kaiserinnen eingefügt, den Camerarius durch einen eigenen Titel markiert.
Camerarius, Noctu. Cum peracto die nos benigne (Inc.), 1560Abendgebet.
Camerarius, Non parva est res (Inc.), 1543Übersetzung des vorausgehenden griechischen Widmungsepigramms in 11 elegischen Distichen.
Camerarius, Notatio figurarum orationis (Apostelgeschichte/Offenbarung), 1572Stellenkommentar mit sprachlichen und stilistischen Anmerkungen zur Apostelgeschichte des Lukas und zur Offenbarung des Johannes.
Camerarius, Notatio figurarum orationis in apostolicis scriptis (Werk), 1556Stellenkommentar zum griechischen Text der Schriften der Apostel. Der Kommentar erläutert Sprache und Stil, insbesondere die rhetorischen Figuren.
Camerarius, Notatio figurarum sermonis in libris quatuor de evangeliorum (Werk), 1572Einleitung und sprachlicher Kommentar zu den vier Evangelien.
Camerarius, Oenone, 1568Ekloge zur Liebesthematik, die jedoch zugunsten einer Problematisierung des sozialen Aufstiegs und der höfischen Gesellschaft zurücktritt.
Camerarius, Opt(imi) hominis pess(imo) successori, 1531Anonymes und wohl literarisches Epitaphium auf einen schlechten Nachfolger (10 elegische Distichen).
Camerarius, Oraculum Croeso redditum, 1538Epigramm zum Orakelspruch an Croesus.
Camerarius, Oraculum redditum Adrasto, 1538Übersetzung zu dem vorab in der Sammlung herausgegebenen Gedicht Anthologia Graeca, Appendix, Oracula, Epigramm 11.
Camerarius, Oratio Ulyssis legati, 1535Camerarius' Übersetzung der Gesandtenrede des Odysseus an Achilleus (Il. 9, 225-306). Die lateinische Übersetzung gibt den zuvor ebenfalls von Camerarius edierten griechischen Text wieder.
Camerarius, Oratio anniversaria IX (1568), 1569Gedenkrede zum Todestag des Kurfürsten Moritz von Sachsen, gehalten im Jahr 1568.
Camerarius, Oratio anniversaria VII (1565), 1569Siebente Gedenkrede zum Todestag des Kurfürsten Moritz von Sachsen, gehalten 1565.
Camerarius, Oratio anniversaria VIII (1566), 1569Gedenkrede zum Todestag des Kurfürsten Moritz von Sachsen aus dem Jahr 1566.
Camerarius, Oratio anniversariae memoriae funeris principis Mauricii (1555), 1569Gedenkrede zum Todestag des Kurfürsten Moritz von Sachsen an der Leipziger Universität aus dem Jahr 1555.
Camerarius, Oratio anniversariae memoriae funeris principis Mauricii (1556), 1569Gedenkrede zum Todestag des Kurfürsten Moritz von Sachsen an der Leipziger Universität aus dem Jahr 1556. In diese Rede ist ein dichterisches Epitaphium eingefügt.
Camerarius, Oratio celebrans anniversariam memoriam diei quo ecessit ex hac vita mortall princeps Mauricius (1563), 1569Rede zum Gedenken des Todestages des Kurfürsten Moritz, gehalten am 09.07.1563 an der Universität Leipzig. Die Rede umfasst auch eine Beschreibung des Grabmonuments auf Moritz.
Camerarius, Oratio dicta in funere Bernardi Zigleri, 1555Die Leichenrede auf den Hebraisten Bernhard Ziegler ist nicht nur als Nachruf auf den Studienfreund und Kollegen, sondern in weiten Teilen auch als Predigt konzipiert.
Camerarius, Oratio die anniversariae memoriae principis Mauricii (1558), 1569Leichenrede zum Gedenken an den Tod des Kurfürsten Moritz, gehalten am 09.07.1558 in der Paulinerkirche in Leipzig.
Camerarius, Oratio funebris (auf Moritz von Sachsen), 1553In seiner laudatio funebris leistet Camerarius eine Apologie des Kurfürsten Moritz von Sachsen, indem er seinen Einsatz für die Einheit des Vaterlandes herausstreicht.
Camerarius, Oratio funebris anniversariae memoriae causa de principe Mauricio (1560), 1569Rede zum Gedenken an den Tod des Kurfürsten Moritz, gehalten am 09.07.1560 in der Paulinerkirche in Leipzig.
Camerarius, Oratio funebris de Principe Eberhardo (Werk), 1537Grabrede auf Herzog Eberhard im Bart.
Camerarius, Oratio pronuntiata conventu sollenni brumalis temporis instituto antiquo Academiae Lipsicae, 1569Leichenrede auf Alexander von Sachsen, den jung verstorbenen Sohn Augusts von Sachen.
Camerarius, Orationes duae S. Gregorii episcopi Nyssae, 1564Übersetzung zweier Reden des Gregor von Nazianz (deit.; res. 4).
Camerarius, Orationis Latinae exercitium rhetoricum, 1541Lehrwerk zur Redekunst. Im Proömium legt Camerarius seine grundlegenden Gedanken zur Konzeption und Zielsetzung des Werkes dar. Hierbei stellt er die Gemeinsamkeiten und die Differenzen zu den Modellen Cicero, Quintilian und Aphthonios heraus. Ferner reflektiert er über die Zwecke des Rhetorikunterrichts, die Erzählung (narratio), in der er das elementare Charakteristikum einer Rede sieht, und die Unterscheidung zwischen faktualen und fiktionalen Texten. Bei Faktualität und Fiktionalität stellt er wiederum verschiedene Formen fest, zwischen denen differenziert werden muss. In dem Werk wird das für den Rhetorikunterricht notwendige Wissen zur Literatur, ihren literarischen Formen und zur Geschichte aufgearbeitet. Hierzu zählt auch eine Brieftheorie. Über die gesamte Schrift hinweg steht die rhetorische Praxis im Blickpunkt. Das Werk stellt jedoch nicht ein Lehrbuch für den Schüler, sondern ein "Lehrerbuch" für den Unterrichtenden dar. Camerarius präsentiert zum einen den Unterrichtsstoff, behandelt zum anderen aber auch dessen didaktische Aufbereitung.
Camerarius, Paci, 1531Allegorisches Epitaphium auf den Frieden (drei elegische Distichen).
Camerarius, Pan, 1568Poetologische Ekloge.
Camerarius, Paraeneticus Isocratis ad Demonicum, 1536Teilübersetzung aus Isokrates' "Πρὸς Δημόνικον", die in den Traktat "Praecepta vitae puerilis" integriert ist.
Camerarius, Partium humani corporis nomina, 1532Lateinisch-deutsches Glossar zu den in der Übersetzung verwendeten Bezeichnungen für Körperteile. Einige wenige Begriffe sind um lateinische Definitionen ergänzt.
Camerarius, Patri clariss(imo), 1531Zweites Epitaphium auf den Vater (vier elegische Distichen).
Camerarius, Petro Mosellano, 1531Epitaph auf Petrus Mosellanus, gestorben am 19. April 1524 (sieben elegische Distichen).
Camerarius, Philonis Antidotus, 1533Metrische Übersetzung eines von Philon aus Tarsos verfassten Rezeptes für ein Antidot. Es besteht aus 14 elegischen Distichen.
Camerarius, Philopoemeni, 1538Übersetzung eines Epigramms.
Camerarius, Phyllis, 1568Dialogische Ekloge, in der zwei Frauen über die Mühsal der Ehe klagen.
Camerarius, Pisistrato, 1538Übersetzung eines Epigramms auf Peisistratos.
Camerarius, Plutarchi Cheronensis de virtute morali, 1572Übersetzung zu Plutarchs "Περὶ ἠθικῆς ἀρετῆς" sowie anderen ethischen Schriften über die Tugend. Zu den weiteren kommentierten Werken zählen Plutarchs "Εἰ διδακτὸν ἡ ἀρετή;" sowie themenbezogene (pseudo-)platonische Werke und Exzerpte aus Stobaios. Ebenso wird das Werk eines unbekannten Autors über die aristotelische Ethik kommentiert, ferner eine Schrift des Maximos von Ephesos.
Camerarius, Porcius Cato, 1538Übersetzung eines Epigramms.
Camerarius, Post prandium. Gratias agimus tibi aeterne Pater (Inc.), 1560Dankgebet nach dem Essen.
Camerarius, Praecepta honestatis atque decoris puerilis, 1536Gedicht mit Erziehungsmaximen in elegischen Distichen.
Camerarius, Praecepta vitae puerilis (Werk), 1536Erziehungstraktat in Prosa, der eine ausgiebige Formulierung von Lebensmaximen umfasst, die über die Erziehung eines Kindes hinausgehen und in den Kontext der frühneuzeitlichen Leitfäden für gutes Benehmen einzuordnen sind.
Camerarius, Precatio matutina. Aeterne, omnipotens, iuste (Inc.), 1560Morgengebet.
Camerarius, Precatio quae matutina inscribitur Gregorii Nassianseni, 1564Übersetzung eines Morgengebets des Gregor von Nazianz. Es folgen kleinere Textpassagen zum Thema der Trinität.
Camerarius, Precationes, 1563Vier Gebete in Prosa zum Morgen, vor und nach dem Essen und zur Nacht.
Camerarius, Preces pro catechumenis, 1560Übersetzung aus dem Gebet des Johannes Chrysostomos für die Katechumenen, das am Beginn der Sammlung abgedruckt war.
Camerarius, Prooemium (Notatio figurarum orationis in apostolicis scriptis), 1556In dem Proömium bestimmt Camerarius den Adressatenkreis seines Kommentars, den er in Personen mit mittlerer Sprachkenntnis ausmacht. Er weist darauf hin, dass zwischen einer sprachlich-rhetorischen Analyse und einer inhaltlichen Interpretation unterschieden werden muss.
Camerarius, Prooemium Chronologiae Nicephori, 1561Camerarius bietet zunächst eine Apologie für seine Flucht während des Schmalkaldischen Kriegs und seinen der Bildung verpflichteten Lebensweg. Die Lebenswahl des Wissenschaftlers wird gegen die des Staatsmannes verteidigt. Nach längeren Darlegungen über zahlreiche unheilvolle Vorzeichen und die konfessionellen Verwerfungen der Gegenwart legt Camerarius schließlich Grundsätze seines historiographischen Schreibens dar. Camerarius beschreibt die Auffindung und Erschließung der "Chronologia" sowie die Arbeitsschritte, die die Erstellung der Übersetzung begleiteten.
Camerarius, Prooemium ad Bolgangum Werterensem, 1551Grundsätzliche Gedanken über die Bedeutung der Beredsamkeit für den Staat und der Sprache für die Bildung. Sprache und Inhalte sind nicht voneinander zu trennen. Im Schlussteil des Proöms finden sich Informationen zur Werkgenese des Lexikons.
Camerarius, Prooemium disputationis de precibus, 1560Das Proömium enthält bereits grundsätzliche Gedanken zur Theologie des Gebets. Durch die explizite Absage an die Werkgerechtigkeit zeigt der Text dezidiert protestantisches Kolorit.
Camerarius, Prooemium in Annotationes libri Iesu Siracidae, 1551Am Beginn des Proömiums stehen allgemeine ethische Reflexionen. Darauf erfolgt eine Einführung zur Werkgenese. Es schließen sich Reflexionen über die richtige Form der Lektüre sowie über den Zusammenhang von Bildung und moralischem Zustand der Gesellschaft an. Abgeschlossen wird das Proömium von einem Gebet.
Camerarius, Prooemium in Historias Herodoti, 1541Als "Prooemium" bezeichnete Einleitung zu Herodot und seinem Geschichtswerk, die ausführliche Darstellungen über den griechischen Historiker bietet. Hierbei verteidigt Camerarius Herodot gegen Vorwürfe historischer Unzuverlässigkeit mit Reflexionen über Fiktionalität in der Geschichtsschreibung und über die Zielsetzung historiographischen Schreibens. Es folgen Darlegungen zur Vita des Historikers, zum ionischen Dialekt und Anmerkungen zu bestimmten Figuren und Vokabeln.
Camerarius, Prooemium in explicationem libellorum Xenophontis, 1543Das Proömium gibt Informationen zur Vita Xenophons.
Camerarius, Prooemium in libellum Progymnasmatum Aphthonii, 1567Das Proömium stellt den Widmungsbrief zu dem Druck dar. Camerarius weist auf die Nützlichkeit eines Druckes dieses Lehrwerkes zur Rhetorik für die Schüler hin. Er fordert unter Rekurs auf Aristoteles eine Verbindung von wissenschaftlicher Kontemplation und aktivem Leben. Hiermit sei die Bildung im irdischen Leben verhaftet, eine geistliche Erziehung sei hiervon zunächst zu trennen.
Camerarius, Prooemium interpretationis et explicationis commemoratorum libellorum, 1572Camerarius weist auf die große Bedeutsamkeit der Lehrbarkeit der Tugend hin, die die Philosophie schon seit alters beschäftigt hat. Camerarius streicht die Bedeutung des allgemeinen Konsenses heraus, dem die Kraft eines Naturgesetzes zuzuschreiben ist. Camerarius vertritt die Meinung, dass Tugend und Weisheit gelehrt werden können und verweist hierzu auf die historische Erfahrung und führt den Herkules bei Theokrit als literarisches Beispiele an. Camerarius postuliert eine Verbindung der Unterweisung in den artes liberales mit der in der Philosophie. Insbesondere für die Staatskunde macht sich Camerarius stark. Mit der Zusammenstellung der Werke möchte Camerarius eine Abriss (summa) der Moralphilosophie geben. Einschlägig waren hierbei Platoniker und Peripatetiker. Es folgen Reflexionen über die Maximen der Übersetzung und eine Verteidigung der literarischen Qualität des Plutarchtextes. Im Gegensatz zu früheren Zeiten denke man in der Gegenwart nicht mehr, dass das Wirken Ciceros einen Blick in griechische Werke überflüssig gemacht habe. Widmung am Hans Jakob Truchseß zu Waldburg.
Camerarius, Puerilis doctrina de christiana vita, 1538Katechismus in Prosaform.
Camerarius, Querela sive Agelaeus εἰς ποτηριοκλέπτην, 1540Allegorisches bukolisches Gedicht, das in konfessioneller Polemik die Thematik des Laienkelchs behandelt.
Camerarius, Quinque zonae, 1538Übersetzung eines Epigramms über die fünf Geozonen.
Camerarius, Quo maior medici laus (Inc.), 1536Der Hippokrates-Ausgabe des Leonhart Fuchs vorgeschaltetes Einleitungsepigramm.
Camerarius, Refutatio dicti Solonis versibus hendecasyllabis, 1541Beispiel für ein Gedicht in Elfsilblern. Dabei wird ein Aussage Solons widerlegt.
Camerarius, Responsio Achillis, 1535Lateinische Übersetzung der Antwortrede Achills aus dem zuvor edierten griechischen Originaltext von Libanios.
Camerarius, Responsio Aristotelis ad epistolam Philippi, 1540Camerarius übersetzt seinen eigenen, in der Sammlung vorausgehenden fingierten Anwortbrief des Aristoteles (Camerarius, Ἀντιγραφὴ πρὸς Φίλιππον, 1540) an Philipp II. von Makedonien ins Lateinische.
Camerarius, Responsio quasi Sopatri ad Dionysium, 1540Übersetzung eines fiktiven Briefes des Sopatros an Dionysios aus der Feder des Camerarius.
Camerarius, Responsio. Anasthasius Eustorgio, 1540Übersetzung zu eines fiktiven Antwortbriefes des Camerarius an Eustorgios.
Camerarius, Romae captae copiis Caesarianis, 1531Epitaphium auf Rom während des auf 784 datierten Gotensturms (10 elegische Distichen).
Camerarius, Rudolpho Agricolae, 1531Epitaph auf Rudolf Agricola, gestorben am 27. Oktober 1485 (zwei elegische Distichen).
Camerarius, Ruperto Palatino, 1531Epitaphium auf Ruprecht von der Pfalz in Form eines Dialogs zwischen Tapferkeit (Virtus) und Kühnheit (Audacia) (acht elegische Distichen).
Camerarius, Rusticus, 1568Ekloge über die einfache, ländliche Lebensform. Das Gedicht bietet eine Darstellung der Aufgaben von Mann und Frau im Haus und auf dem Hof und ihre Verteilung auf das landwirtschaftliche Jahr.
Camerarius, Sancti patris Gregorii episcopi Nyssae orationes duae, 1564Übersetzung zweier Reden des Gregor von Nyssa (nativ.; Steph.).
Camerarius, Sapientia Iesu filii Sirachi, 1568Übersetzung zu Jesus Sirach
Camerarius, Scholia in Theocritum, 1545Knappe Scholiensammlung zu den Eidyllien Theokrits. Enthalten ist ebenfalls ein textkritischer Variantenapparat (Variae lectiones).
Camerarius, Secunda pars catecheseos, 1563Lateinische Übersetzung des zweiten Werkteils der "Κατήχησις τοῦ Χριστιανισμοῦ" von 1552.
Camerarius, Sententia versibus explicata Psalmi 115, 1563Versifikation des Psalms 115 (Septuaginta).
Camerarius, Servii Honorati de pedibus, 1537Abschnitt über den Versfuß aus der "Grammatik" des Servius.
Camerarius, Servii Marii Honorati grammatici de quantitate syllabarum, 1537Abschnitt aus der "Grammatik" des Servius über die Quantitäten der Silben.
Camerarius, Si quid in hoc aliisve (Inc.), 1572Abschlussgedicht in Gebetform. Es umfasst 13 elegische Distichen.
Camerarius, Siphniis, 1538Übersetzung eines an die Siphnier adressierten Epigramms.
Camerarius, Sola quid hic astas? (Inc.), 1577Dialog zwischen den Sprechern "Mensch" und "Leben" (14 elegische Distichen).
Camerarius, Soloni, 1538Übersetzung eines an Solon adressierten Epigramms.
Camerarius, Sortitus animarum ex Eris Pamphylii narratione (lat.), 1541Übersetzung der Textpassage über die Erlosung der Seelen aus dem "Mythos des Er" (Platon, "Politeia").
Camerarius, Studiosis bonarum literarum. Si quae pulchra sunt (Inc.), 1529Camerarius führt die Darstellungen des Melanchthon zu Maßen und Gewichten aus. Der Fachtext ist in der Form eines Briefes gehalten. Er ist mit einer Anrede überschrieben, die jedoch an eine anonyme Gruppe gerichtet ist (Studiosis bonarum literarum), sowie mit Ortsangabe (Norimbergae) und Datum (Id. Sextil.) versehen.
Camerarius, Surdastro litem surdaster (Inc.), 1551Übersetzung eines Epigramms aus der "Anthologia Graeca".
Camerarius, Syntaxis linguae Graecae Ioanne Varennio, 1536Von Camerarius erweiterte Ausgabe des Grammatikwerkes des Joannes Varennius.
Camerarius, Tertia pars catecheseos, 1563Lateinische Übersetzung des dritten Werkteils der "Κατήχησις τοῦ Χριστιανισμοῦ".
Camerarius, Theocriti Syracusani genus, 1531Übersetzung der einleitenden antiken Scholien zu Theokrit.
Camerarius, Theodecti phaselitae, 1538Übersetzung eines Epigramms.
Camerarius, Theokrit zugeschriebene Figurengedichte, 1530Edition und Einleitung von drei Theokrit zugeschriebenen Figurengedichten.
Camerarius, Theonis Sophistae primae apud rhetorem exercitationes, 1541Übersetzung zu Theons "Progymnasmata".
Camerarius, Theseo, 1538Übersetzung eines Epigramms auf Theseus.
Camerarius, Thomae Linacri De emendata structura, 1545Von Camerarius durchgesehene Ausgabe der "Grammatik" des Thomas Linacre.
Camerarius, Thyrsis, 1568 (1527/28)Die Ekloge gibt die Stimmung nach der Niederwerfung des Bauernkrieges aus der Sicht zweier Bauern wieder, die unter den Repressalien der Sieger leiden.
Camerarius, Timonis, 1538Übersetzung eines Epigramms des hellenistischen Philosophen Timon von Phleius.
Camerarius, Translatus in versus Latinos Psalmus 131, 1563Versifikation des Psalms 131 (130 Septuaginta).
Camerarius, Ulphilae Volpreto sacerdoti, 1531Epitaphium auf den Priester Ulfila(s) Volpretus (?) (ein elegisches Distichon).
Camerarius, Urbis Romae expugnatio, 1536Thema der von Camerarius herausgegebenen historischen Erzählung Althamers ist die Eroberung Roms durch Charles de Bourbon im Jahr 1527.
Camerarius, Valido homini violenter extincto, 1531Anonymes literarisches Epitaphium, das mit dem folgenden auf einen schwächlichen Typen (validus-imbecillus) kontrastiert (zwei elegische Distichen).
Camerarius, Versiones de Graecis mutato genere carminis: Simonidis, ut aiunt, 1541Übersetzung eines Simonides zugeschriebenen Gedichtes. Während der Ausgangstext im elegischen Distichon verfasst ist, erfolgt die lateinische Wiedergabe in Hendekasyllaben.
Camerarius, Versus Sibyllini, 1538Übertragung der Sibyllinischen Verse in lateinische Hexameter. Der griechische Ausgangstext findet sich im vorderen Teil der Epigrammausgabe (S. 33-35). Die Übersetzung behält das Versmaß des Hexameters bei und gibt auch das im griechischen Text vorhandene Akrostichon wieder.
Camerarius, Versus epithalamii, 1563Epithalamium mit Beschreibung der Heimat des Bräutigams, des Herkunftsortes der Braut und der Ereignisse des Hochzeitstages. In seiner Frivolität steht das Epithalamium inhaltlich, in dem Nacheinander eines Mädchen- und eines Jungenchors auch formal in der Tradition Catulls. Dennoch werden auch Passagen des Preises auf die Eheleute und ihre Familien eingefügt. Ebenso werden moralische Reflexionen über den Wert der Ehe angestellt.
Camerarius, Vinum iuxta Panyasin παραφραστικῶς, 1538Lateinisches Epigramm über den Wein gemäß Panyasis (Panyassis). Die Überschrift gibt an, dass es sich um eine paraphrastische Wiedergabe handelt: παραφραστικῶς (27 Hexamterverse).
Camerarius, Virtus, 1538Übersetzung eines allegorischen Epigramms.
Camerarius, Vitam fortunasque suas, 1561Epitaphium auf Philipp Melanchthon, das einen biographischen Abriss umfasst und die "Confessio Augustana" als die herausragende Leistung des Verstorbenen hervorhebt.
Camerarius, Votum seu Preces (Werk), 1563Klagegedicht über die Verwüstungen, die durch Markgraf Albrecht Alcibiades während des Zweiten Markgrafenkrieges zwischen 1552 und 1555 in Franken entstanden sind. Das Gedicht in Form eines Gebets weist eine zweigeteilte Struktur auf: Stellt der erste Teil eine Schilderung des bedrückenden Leids infolge der Zerstörungen des Krieges dar, steht in der zweiten Hälfte die Anrede an Gott mit der Bitte um Vergebung für die Menschen im Vordergrund.
Camerarius, Votum. Quae scribo (Inc.), 1573Lateinische Übersetzung zu dem Gebet Camerarius, Εὐχή. Ξυντίθεμ' ὅσσα γράφων (Inc.), 1573.
Camerarius, Xenophontis Vectigalia seu de fructibus, 1572Lateinische Übersetzung zu Xenophons "Πόροι" ("Über die Staatseinkünfte"). Der Übersetzung sind kommentierende Anmerkungen beigegeben.
Camerarius, Xenophontis de Cyri regis Persarum disciplina libri VIII, 1572Lateinische Übersetzung zu Xenophons "Kyrupädie".
Camerarius, Xenophontis de forma civitatis Lacedaemoniorum (lat.), 1543Lateinische Übersetzung der "Verfassung der Spartaner" von Xenophon.
Camerarius, Xenophontis de praefectura (lat.), 1543Camerarius' Übersetzung des "Ἱππαρχικός" des Xenophon. Das Werk untersucht insbesondere die politische Bedeutung des Pferdes.
Camerarius, Xenophontis libellus de re equestri (lat.), 1539Übersetzung zu Xenophons Schrift über die Reitkunst ("Περὶ ἱππικῆς").
Camerarius, Xenophontis libellus de rep(ublica) Atheniensium (lat.), 1543Lateinische Übersetzung der "Staatsverfassung der Athener" des Xenophon.
Camerarius, Xenophontis liber de tuenda re familiari, 1564Übersetzung und Kommentar zu Xenophons "Oikonomikos". Der Übersetzung folgt ein Kommentar. Der Kommentar wiederum besteht aus einer Abhandlung und einem Stellenkommentar. Der Stellenkommentar bezieht sich auf den griechischen Ausgangstext.
Camerarius, Αἴνιγμα Ἰωαχείμου, 1538Camerarius versieht das eigene griechische Gedicht mit einer selbst erstellten Übersetzung, die er in der Epigrammsammlung unmittelbar nachfolgen lässt (Camerarius, Aenigma. Quinque una fratres (Inc.), 1538).
Camerarius, Βίκελος οὗτος (Inc.), 1557Vermutlich als Begleitgedicht gedachtes Epigramm mit Wortspielen um eine Βίκελος genannte Person (?).
Camerarius, Βίοι und textkritische Anmerkungen zum Thukydides-Text, 1540Camerarius setzt vor die Textausgabe überlieferte griechische Thukydides-Viten und fügt einen Apparat mit Textvarianten hinzu.
Camerarius, Βολγάγγῳ ἡγεμόνι μνημόσυνον ἀρετῆς. Εὐόδιον μετὰ τὶς φράζων (Inc.), 1573Griechisches Epicedium auf Wolfgang von Pfalz-Neuburg, bestehend aus 22 Hexameterversen. Wie das vorausgehende lateinische Gedicht umfasst auch dieses die Darlegung seiner Todesumstände und endet in Abschiedsgrüßen an den Verstorbenen. Diese fallen allerdings knapper aus als in dem anderen Epicedium. Ebenso ist der Gottesbezug in diesem Gedicht nicht so stark thematisert wie zuvor. Formuliert ist der Gedanke, dass der an einer schmerzhaften Krankheit Verstorbene nun glücklich im Jenseits lebe und die Seinen die Erinnerung an ihn für alle Zeiten erhalten werden.
Camerarius, Γαληνοῦ δ, 1538Vierter Band der Gesamtedition der Werke Galens.
Camerarius, Γενικῶν πάθων εἰκόνες, 1538Dialogisches Epigramm (24 elegische Distichen).
Camerarius, Γεωργίου Γεμιστοῦ τοῦ Πλήθωνος, 1541Edition der historiographischen Exzerpte des Georgios Plethon aus Diodor und Plutarch.
Camerarius, Γεωργίου Παχυμερίου περὶ τῶν ἓξ τῆς φιλοσοφίας ὁρισμῶν, 1564Textausgabe zu Georgios Pachymeres.
Camerarius, Γεωργίῳ Ἥρωι διδασκάλῳ, 1548Griechisches Epitaphium auf Georg Helt.
Camerarius, Γρηγορίου ἐπισκόπου Νύσσης λόγοι δύο (deit.), 1564Textausgabe zu zwei Reden des Gregor von Nyssa: deit. und res.
Camerarius, Γρηγορίου ἐπισκόπου Νύσσης λόγοι δύο (deit.; res. 4), 1564Edition zweier Reden des Gregor von Nyssa: "De deitate" und "De ressurectione IV" = "In sanctum et salutare Pascha".
Camerarius, Γρηγορίου ἐπισκόπου Νύσσης λόγοι δύο (nativ.; Steph.), 1564Textedition zweier Reden des Gregor von Nazianz: nativ. und Steph.
Camerarius, Δίωνος περὶ ἀπιστίας, 1531Textedition der Rede, zu der Camerarius im Folgenden eine Übersetzung präsentiert.
Camerarius, Διάληψις περὶ τῆς καλουμένης Λογικῆς, 1564Annahme über die sogenannte Logik.
Camerarius, Διασκευή ὀνομαστική, 1551Ausführliches griechisch-lateinisches Glossar zu den menschlichen Körperteilen mit zahlreichen literarischen Belegstellen. Die Richtung verläuft vom oberen zum unteren Körperende. Gleichzeitig bewegt die Anordnung vom Äußeren zum Inneren.
Camerarius, Εἰς Θεοδωρίτου ἱστορίαν, 1536Einleitungsepigramm zum Geschichtswerk des Theodoret in drei Distichen.
Camerarius, Εἰς Οἴαγρον ἐξεῖναι τοῖς παλαιοῖς ῥήμασι χρησάμενον εὐσεβῆ μοῦσαν ἀσκεῖν, 1538Das Epigramm versucht zu zeigen, dass auch unter Rückgriff auf antike Texte eine christliche Dichtung möglich ist. Der Sprecher wendet sich polemisch gegen einen gewissen Oiagrus, der ihm den Rückgriff auf pagane Gottheiten als eine unchristliche Praxis vorwerfe. Das Gedicht bildet einen thematischen Übergang zu den folgenden Hymnen.
Camerarius, Εἰς Παυσανίαν τὸν Κλεομβρότου, 1538Epigramm auf Pausanias (2 elegische Distichen).
Camerarius, Εἰς Πυργοκράτη, 1538Epigramm auf einen "Türmeeroberer" (2 elegische Distichen)..
Camerarius, Εἰς Τρίφιλον, 1538Epigramm über die fiktive Person Triphilos (4 elegische Distichen).
Camerarius, Εἰς γενέθλια ἐνανθρωπήσαντος υἱοῦ θεοῦ, 1560 (1551)Hymnus auf den Jahrestag der Menschwerdung Christi. Das Versmaß ist das elegische Distichon.
Camerarius, Εἰς γενέθλια Ἰησοῦ Χριστοῦ υἱοῦ θεοῦ, σωτῆρος Μεσσία, 1560 (1552)Weiterer Hymnus auf die Geburt des Messias. Das Versmaß ist das elegische Distichon.
Camerarius, Εἰς γενέθλια Ἰησοῦ Χριστοῦ, 1560 (1550)Hymnus/Gebet auf die tausendfünfhundertfünzigste Wiederkehr der Geburt Christi. Das Versmaß ist das elegische Distichon.
Camerarius, Εἰς γενέθλιον ἑορτὴν Ἰησοῦ Χριστοῦ, 1560 (1555)Hymnus auf das Fest der Geburt Jesu Christi. Versmaß ist das elegische Distichon.
Camerarius, Εἰς γραφὴν ἐξ ἡμησείας νεκροῦ σώματος, 1538Erstes Gedicht in einer Abfolge vier elegischen Einzeldistichen. Diese beziehen sich alle auf ein Bild, auf dem die Thematik von Leben und Tod dargestellt wird.
Camerarius, Εἰς θάνατον, 1538Aus 8 elegischen Distichen bestehendes Epigramm über den Tod in anklagendem Ton und mit negativer Bewertung. Es korrespondiert mit dem nachfolgenden Epigramm, das den Tod lobt und mit positiver Tendenz darstellt.
Camerarius, Εἰς θεολογικοὺς τόπους Φιλίππου Μελάγχθονος, 1568 (1535)Geplantes Begleitepigramm einer Neuauflage von Melanchthons "Loci".
Camerarius, Εἰς λεξικὸν Φαβωρίνου, 1538Widmungsepigramm zum Lexikon des Phavorinus.
Camerarius, Εἰς νίκης ἄπτερον, 1538Fiktives Weihepigramm (2 elegische Distichen).
Camerarius, Εἰς συναγωγὴν διαλεκτικῶν θεωρημάτων, 1563Begleitgedicht zu Gorskis "Dialektik", das die bedeutsame synthetische Leistung des Autors hervorhebt.
Camerarius, Εἰς τὰ περὶ ἐρυσιπελάτων προτεθέντα, 1560Begleitgedicht in Hendekasyllaben zu der von Andreas Ellinger vorgelegten Disputation über die Erysipel (Hautrötung). Im ersten Teil des Epigramms werden die Symptome der Krankheit ausdrucksstark beschrieben, im zweiten wird Ellingers Leistung gelobt und mit der Galens verglichen. Wie dieser habe Ellinger sowohl die Krankheit beschrieben als auch Wege der Heilung aufgezeigt.
Camerarius, Εἰς τὰ ἡδονικά, 1538Epigramm über den Genuss des Lebens (3 elegische Distichen).
Camerarius, Εἰς τὰ ὑπὸ Βολγάγγου Μευρήρου προτεινόμενα, 1555Das Epigramm bezieht sich laut Überschrift auf die vorgelegten Thesen des Arztes und Philosophen Wolfgang Meurer über die Kraft und die Schwäche und umfasst drei elegische Distichen. Das erste Distichon spielt mit den sich reimenden Begriffen ῥώμη-γνώμη (Kraft-Verstand): Jemand habe gesagt, dass Kraft ohne Verstand sinnlos sei; dann wäre auch Verstand in einem schwachen Körper wenig hilfreich. Meurer habe jedoch beides vereint (also Kraft und Verstand) und damit den Menschen etwas Gutes getan. Der Sprecher verzichte gern auf Ehre und Reichtum, solange er bei Kräften über Verstand verfüge.
Camerarius, Εἰς τὴν παιδείαν, 1538Literarisches Epigramm mit abstrakter Thematik (16 elegische Distichen). In einem Dialog unterhalten sich ein Fremder und die als allegorische Figur auftretende Bildung.
Camerarius, Εἰς τὴν παιδικὴν ἡλικίαν εὔνοια Ἰησοῦ Χριστοῦ, 1566Versifikation der Kindersegnung Jesu in elf griechischen Hexameterversen.
Camerarius, Εἰς τὸ αὐτό (sc. libellum Vinc. Opsopoei), 1568Griechisches Begleitepigramm zu Vincentius Opsopoeus' "De arte bibendi", das jedoch nicht gedruckt wurde.
Camerarius, Εἰς τὸ αὐτό (sc. Ιmbecillo), 1531Epitaphium mit griechischem Titel, aber lateinischem Text. Es schließt sich thematisch an das vorausgehende Gedicht auf eine schwächliche Person an (Camerarius, Imbecillo morbi diuturnitate consumpto, 1531) (zwei elegische Distichen).
Camerarius, Εἰς τὸ αὐτό (sc. γραφὴν ἐξ ἡμησείας νεκροῦ σώματος). Σῶς ἔτι δεξιτερὸς (Inc.), 1538Zweites Gedicht in einer Abfolge vier elegischen Einzeldistichen. Diese beziehen sich alle auf ein Bild, auf dem die Thematik von Leben und Tod dargestellt wird.
Camerarius, Εἰς τὸ αὐτό (sc. γραφὴν ἐξ ἡμησείας νεκροῦ σώματος). Ἓν μέρος ὧδε (Inc.), 1538Drittes Gedicht in einer Abfolge vier elegischen Einzeldistichen. Diese beziehen sich alle auf ein Bild, auf dem die Thematik von Leben und Tod dargestellt wird.
Camerarius, Εἰς τὸ αὐτό (sc. γραφὴν ἐξ ἡμισείας νεκροῦ σώματος). Ζωγράφε δυστήνους, 1538Viertes Gedicht in einer Abfolge vier elegischen Einzeldistichen. Diese beziehen sich alle auf ein Bild, auf dem die Thematik von Leben und Tod dargestellt wird.
Camerarius, Εἰς τὸ αὐτό (sc. τὸν παρ' Ὁμήρῳ νεκρόν). Αἰάζω τὸν Πριαμίδην (Inc.), 1538Drittes von drei Klageepigrammen auf den homerischen Hektor (Einzeldistichon).
Camerarius, Εἰς τὸ αὐτό (sc. τὸν παρ' Ὁμήρῳ νεκρόν). Οὐκ ἄλλος (Inc.), 1538Zeites von drei Klageepigrammen auf den homerischen Hektor (Einzeldistichon).
Camerarius, Εἰς τὸ ἅγιον πάσχα, 1538Hymnus auf Ostern (18 elegische Distichen). Das Gedicht gliedert sich in die als ὕμνοι kategorisierten geistlichen Werke ein.
Camerarius, Εἰς ἀστρολόγους, 1538Epigramm über die Astrologen (2 elegische Distichen).
Camerarius, Εἰς Ἕκτορα τὸν παρ' Ὁμήρῳ νεκρόν, 1538Erstes von drei Klageepigrammen auf den homerischen Hektor (Einzeldistichon).
Camerarius, Εἰς ἡμερολογεῖον Παύλου Ἐβήρου, 1550Einleitungsgedicht zu Paul Ebers "Calendarium" in zehn elegischen Distichen.
Camerarius, Εἰς ἰατρούς, 1538Satirisches Epigramm über die Ärzte (3 elegische Distichen). Hat die Kunst des Hippokrates Charon am Hungertuch nagen lassen, schwelge er nun aufgrund der "Künste" der gegenwärtigen Ärzte im Reichtum.
Camerarius, Εἰς Ἴλλον, 1538Epigramm über die fiktive Person Illos (2 elegische Distichen).
Camerarius, Εἰς ὑγίειαν, 1562Lobgedicht auf die Gesundheit.
Camerarius, Εἰς ὕπνον, 1538Griechisches Epigramm auf den Schlaf (5 elegische Distichen).
Camerarius, Εὐχή. Εὐχομένου μοῦ κλῦθι θεάνθρωπ' ὦ φιλ' Ἰησοῦ (Inc.), 1573Gebet an Jesus Christus.
Camerarius, Εὐχή. Ξυντίθεμ' ὅσσα γράφων (Inc.), 1573Gebet.
Camerarius, Εὐχὴ ἐωθινὴ Γρηγορίου τοῦ Ναζιανσηνοῦ, 1564Edition eines Morgengebets des Gregor von Nazianz. Es folgen kleinere Texte zur Trinität.
Camerarius, Θέωνος σοφίστου προγυμνάσματα, 1541Textausgabe zu den "Progymnasmata" des Aelius Theon. Im Druck werden die Beispiele zu den Übungen unter einer eigenen Überschrift ausgewiesen (Παραδείγματα τῶν προεκτεθέντων γυμνασμάτων, 108-226).
Camerarius, Θεογονίοις Χριστοῦ Ἰησοῦ υἱοῦ θεοῦ, 1560 (1554)Thema des Hymnus ist die Geburt Jesu Christi als Gott durch die menschliche Jungfrau Maria. Das Versmaß ist das elegische Distichon.
Camerarius, Θεοκρίτου Εἰδύλλια, 1530Textedition der "Eidyllia" Theokrits mit Hypotheseis und Supplementen aus der Feder des Camerarius.
Camerarius, Θεοκρίτου Ἐπιγράμματα, 1530Edition der Epigramme Theokrits.
Camerarius, Θουκυδίδου συγγραφή, 1540Gesamtausgabe des Geschichtswerkes des Thukydides.
Camerarius, Θρῆνος μονῳδικὸς περὶ σταυρώσεως τοῦ σωτῆρος, 1552Monodischer Klagegesang über die Kreuzigung Christi.
Camerarius, Θωμᾷ τῷ Μώρῳ, 1538Epitaphium auf Thomas Morus (7 elegische Distichen).
Camerarius, Καδδ' ὄρε' οὐ πάμπαν (Inc.), 1530Supplement, das das verlorene Ende von Theokrits Eidyllion 24 ("Herakliskos") ergänzt.
Camerarius, Καθομολογητικὴ προσευχή, 1560Ein mit einem Versprechen verbundenes Gebet an Jesus Christus. Thematisert wird die Abhängigkeit des Menschen vom Wirken der göttlichen Gnade. Das Gedicht umfasst 35 elegische Distichon.
Camerarius, Κατήχησις τοῦ Χριστιανισμοῦ (Werk), 1552Katechismus in griechischer Sprache.
Camerarius, Κατήχησις τοῦ Χριστιανισμοῦ. Προοίμιον, 1552Das Proömium bietet grundsätzliche Reflexionen über die Bedeutung des Griechischen und der Sprachkenntnisse für eine erfolgreiche Bibelexegese.
Camerarius, Καὶ αὖθις (sc. εὐχή). Ἐν ταύτῃ βίβλῷ τε (Inc.), 1573Gebet.
Camerarius, Κεφάλαια Χριστιανισμοῦ, 1545Die "Κεφάλαια Χριστιανισμοῦ" stellen ein Gedicht katechetischen Inhalts dar, das in einen Druck aufgenommen ist, der eine Textsammlung für den griechischen und lateinischen Sprachunterricht darstellt. Katechese und Sprachunterricht werden hierdurch zusammengeführt.
Camerarius, Κλείωμεν θεοῦ υἱὸν ὁμόφρονι (Inc.), 1554Das Epigramm in zwei elegischen Distichen begleitet als spirituelles Lobgedicht auf Jesus Christus das herausgegebene Dichtungswerk des Paul Dolscius.
Camerarius, Λέξικον Βαρίνου Φαβωρίνου Καμῆρτος, 1538Griechisches Wort- und Sachlexikon.
Camerarius, Λακεδαιμονίοις, 1538Epigramm auf die Spartaner (2 elegische Distichen).
Camerarius, Μ. Λουτῆρος ἐπιτάφιον, 1546Epitaphium aus 14 elegischen Distichen auf Martin Luther in Dialogform. Ein Fremder erkundigt sich beim Grabpfleger, um wessen Grab es sich handelt. Der Grabhüter gibt Auskunft und weist Luther mittels eines Wortspiels mit seinem Namen (λουτήρ=Bassin, Waschbecken) eine Rolle als Täufer zu, der den Menschen das Lamm Gottes gezeigt habe.
Camerarius, Μέθοδος εἰς τοὺς τρόπους τῆς φιλοσοφίας, 1564Zur Methodik der Philosophie.
Camerarius, Μέλος Ἐπικήδειον, 1562Trauergedicht in Form eines bukolischen Dialoges. Sein Gegenstand ist der Konflikt zwischen Flacianern (strenge Lutheraner; ernestinisches Sachsen) und Philippisten (kompromissbereit gegenüber Katholiken; albertinisches Sachsen). Hierbei nimmt das Epicedium polemisch-satirische Züge an, wobei es sich der Fabel und der Allegorese von Mythen bedient. Ebenso wird ein Nachruf auf Philipp Melanchthon integriert. Das Gedicht endet in einem Städtevergleich zwischen Wittenberg und Jena.
Camerarius, Μαυρικίῳ ἄρχοντι, 1553Griechisches Epitaphium in 18 elegischen Distichen, in dem mehrere Motive aus dem vorausgehenden lateinischen Grabgedicht wiederkehren.
Camerarius, Μετάφρασις τοῦ Ἀχιλλέως ἀπαγορευτικοῦ λόγου, 1535Griechische Prosaparaphrase der ablehnenden Antwortrede des Achilleus.
Camerarius, Μετάφρασις ἐν πεζῷ λόγῳ πρεσβευτικοῦ, 1535Griechische Prosaparaphrase der Gesandtschaftsrede aus "Ilias", Gesang 9.
Camerarius, Μητρὶ φιλτάτῃ γόος ἐπιτάφιος, 1531Griechisches Epitaphium auf Camerarius' Mutter (acht elegische Distichen).
Camerarius, Μουσείων τε νεῶν, 1561Begleitepigramm mit Hinweisen auf den Inhalt des Werkes und Lobesworten auf seinen Verfasser.
Camerarius, Νικητῇ Ὀψοποίῳ, 1539Epicedium auf Vincentius Opsopoeus.
Camerarius, Οἱ εὐαγγελισταὶ τέσσαρες ὄντες Ἰωαχείμου, 1566Gedicht über die vier Evangelisten.
Camerarius, Οἱ πλανώμενοι, 1538Epigramm mit astronomischem Inhalt (3 Hexameter).
Camerarius, Οἷς ποτ' Ἀπελλαῖαι χεῖρες (Inc.), 1534In diesem griechischen Epitaphium, das drei Distichen umfasst, feiert Camerarius Dürer als einen Apelles der Deutschen.
Camerarius, Οὐ μόνον ἆρα θεοῖς (Inc.), 1532Griechisches Widmungsepigramm.
Camerarius, Πέτρῳ Λωτιχίῳ Σεκόνδῳ, 1563Als Begleitgedicht ist der Gedichtsammlung ein Epicedium auf den früh verstorbenen Petrus Lotichius Secundus beigegeben.
Camerarius, Παράπτωμα τοῦ Ἀδάμου, 1538Der Hymnus hat den Fall des Adam zum Gegenstand. Das Gedicht gliedert sich in die von Camerarius als ὕμνοι bezeichneten geistlichen Werke ein. Die metrische Form orientiert sich an Horaz' Epoden.
Camerarius, Παράφρασις τῆς ὑποθέσεως τῶν τοῦ Σολομῶντος, 1545Das Gedicht stellt eine Übersetzung des vorausgehend angeführten Gedichts Martin Luthers ("Vermanung zu zucht und ehren und der bus ein summarien des buch Salomonis") aus dem Deutschen ins Griechische dar. Auffallend ist, dass Camerarius wohl das iambische Versmaß des deutschen Textes für die griechische ebenso wie für die lateinische Übersetzung übernimmt.
Camerarius, Παραδείγματα ἕτερ' ἅττα τοῖς τοῦ Ἀφθονίου ἐκκειμένοις προστεθέντα, 1567Griechische Ausgabe einer von Camerarius verfertigten Zusammenstellung von zusätzlichen Texten zu den "Progymnasmata" des Aphthonios.
Camerarius, Περὶ Θεοφράστου Χαρακτήρων μεταφρασθέντων, 1561Begleitepigramm zur lateinischen Übersetzung von Theophrasts "Charakteres" durch Leonhard Lycius.
Camerarius, Περὶ γνωμικῆς διδασκαλίας σύνοψις, 1569Synopse zur Gnomologie mit Textexzerpten aus der griechischen Literatur. Als bedeutsame Beiträge stuft Camerarius die Texte von Palladios und Agapetus ein.
Camerarius, Περὶ εἰκονομαχίας, 1562Über den Bilderstreit.
Camerarius, Περὶ μεσοτήτων ἢ μέσων ἀνάλογον τριῶν, 1554Gedicht in iambischen Senaren über die drei Formen der Analogie, die arithmetische, die geometrische und die harmonische.
Camerarius, Περὶ τῆς πενταπλῆς ἐκθέσεως, 1564Das Begleitepigramm beschäftigt sich mit der fünfsprachigen Bibelausgabe des Johannes Draconites in Hebräisch, Chaldäisch, Griechisch, Lateinisch und Deutsch. Diese wurde in mehreren Bänden zwischen 1563 und 1565 herausgegeben. Das Begleitgedicht des Camerarius findet sich in dem Band zu Malachias. Zunächst im Gebetsstil mit Apostrophen an Christus gehalten, wendet es sich im letzten Drittel dem Verfasser der polyglotten Bibelausgabe, Johannes Draconites, zu.
Camerarius, Περὶ τῆς τοῦ ἀγῶνος εὐχῆς Ἰησοῦ ὕμνος, 1560Paraphrase des hohepriesterlichen Gebets Jesu Christi (Io 17). Sie ist in elegischen Distichen abgefasst.
Camerarius, Περὶ τῆς ἐξηγήσεως Δανιηλοῦ, 1543Einleitungsgedicht in 21 elegischen Distichen zu Melanchthons Daniel-Kommentar.
Camerarius, Περὶ τῆς ἐξομολογήσεως, 1568Gedicht zur Confessio Augustana, zu Melanchthons Verdienste um ihre Ausarbeitungen, jedoch aus zu den daraus entstandenen Streitigkeiten.
Camerarius, Περὶ τῶν μεταφρασθεισῶν γνωμικῶν ὑποθηκῶν Κάτωνος, 1568Begleitepigramm zu der dichterischen (Übersetzung und) Paraphrase der "Dicta Catonis" des Johannes Mylius in griechischer Sprache. Es umfasst neun elegische Distichen.
Camerarius, Περὶ τῶν Ἰωάννου τοῦ Ταμίου ἐπίκλησιν Αἰμυλιανοῦ ποιημάτων, 1561Begleitepigramm zu der Sammlung der Gedichte Johannes Schossers. Camerarius beschreibt die Anlage der Sammlung, bei der verstreute Gedichte gesammelt und ergänzt wurden. Er streicht heraus, dass der Leser aus der Sammlung Genuss und aufgrund ihres Bildungswertes auch Nutzen ziehen wird.
Camerarius, Περὶ Ἰόλλα, 1543Ekloge auf Iolla, der mit Kaiser Karl V. zu identifizieren ist. In ihr kommt eine kämpferische Haltung des mit Camerarius zu identifizierenden Sprechers in inter- und innerkonfessionellen Konflikten zum Ausdruck. Er warnt vor falschen "Hirten" und ruft die politischen und religiösen Entscheidungsträger zur Einheit auf.
Camerarius, Πιερίδες σχεδιαζόμενον (Inc.), 1566Das griechische Begleitepigramm stellt ein Einzelepigramm dar. Es spielt mit dem Namen Schedes (Σχέδιος), der gerade dabei sei, aus dem Stegreif Gedichte zu verfassen (σχεδιαζόμενος). Die Musen beobachten ihn und fragen sich, was der Eifrige wohl verfertigen wird.
Camerarius, Ποίημ' ἀρίστου ψάλτεω Δαβίδεω (Inc.), 1552Begleitgedicht, das Werk und Verfasser Antonius Niger vorstellt und den Leser dazu ermahnt, dankbar gegenüber dem Urheber zu sein.
Camerarius, Πρεσβυτέρῳ ἱερῷ, 1531Griechisches Epitaph auf einen Priester, der zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt wird (10 elegische Distichen).
Camerarius, Προσευχὴ τοῦ Ἰωσαφάτ, 1560Paraphrase des Gebets des Josaphat aus 2 Chr 20, 6-12. Eine lateinische Paraphrase liegt auch mit Camerarius, Precatio regis Iosaphat, 1554 vor. Das Versmaß ist der Hexameter.
Camerarius, Προσευχὴ ἰδιώτου λεγομένου, 1560Paraphrase eines Gebets in Prosaform.
Camerarius, Προσθήκη ἀριθμολογική, 1571Ergänzungen zur "Ἀριθμολογία ἠθική". Dem griechischen Text folgt eine lateinische Übersetzung.
Camerarius, Προσθήκη, 1575Camerarius erweitert mit einer in Jamben gedichteten προσθήκη (auctarium) das Lehrgedicht "De animalium proprietate" des byzantinischen Dichters Manuel Philes (ca. 1275 - ca. 1345). Die Ausgabe des Werkes samt auctarium und dessen lateinischer Übersetzung von Gregor Bersman erscheint postum 1575 in Leipzig.
Camerarius, Πρὸς Φίλιππον τὸν μελᾶν, 1538Epigramm auf Philipp den Schwarzen (?) (6 elegische Distichen).
Camerarius, Πρὸς τοῦς ἐντυγχάνοντας, 1538Widmungsepigramm, das die Qualität und den Preis des herausgegebenen Werkes lobend hervorhebt.
Camerarius, Πρὸς τὸν αὐτὸν περὶ τοῦ αὐτοῦ (sc. πρὸς Μίκυλλον ὅτι οὐδὲν ὄφελος τῶν Μουσῶν), 1538Zweites Gedicht an Jakob Micyllus über den Wert der Musen (vgl. Camerarius, Τοῦ αὐτοῦ (sc. Ἰοαχείμου) πρὸς Μίκυλλον, 1538) (18 Hendekasyllaben/Phalaeceen)..
Camerarius, Πρὸς ἅπαντας, 1543Das als Begleitepigramm zum Druck dienende Gedicht bestehend aus 11 elegischen Distichen leitet den Druck ein. Zunächst werden die Gläubigen zur Aufmerksamkeit aufgerufen, da das Himmelreich nahe ist und die Trennung zwischen den Guten und den Schlechten (vv. 1-8). Dann wendet sich der Sprecher an die am Konzil teilnehmenden Theologen, denen die Sorge um menschliche Belange nicht wichtiger sein soll als die um Gott (vv. 9-14). Schließlich richtet er sich an Christus mit der Bitte um Beistand für die Schar seiner Gläubigen (vv. 15-22). Das griechische Gedicht wird in dem darauf folgenden ins Lateinische übersetzt.
Camerarius, Πρὸς Ἀλαανόν, 1538Griechisches Epigramm (4 elegische Distichen).
Camerarius, Πρὸς Ἰταλόν, 1538Epigramm über die wechselseitige Wahrnehmung von Deutschen und Italienern (Einzeldistichon).
Camerarius, Πρῶτει' ἀνθρώποις πάρα, 1562Begleitepigramm zu Meurers medizinischer Disputation. Camerarius streicht den Wert der Medizin heraus und lobt ihre historischen Hauptvertreter (Hippokrates, Galen). Nun solle Meurer Galen nachahmen und ebenso methodisch wie dieser dessen Schriften behandeln. Das umfangreiche Werk solle Meurer konzis präsentieren, den Nutzen dieser Kunst vermitteln und dadurch den Ruf der Leipziger Medizin mehren.
Camerarius, Πτερά, 1554Lehrgedicht über die Schreibfeder.
Camerarius, Σκευασία μέλανος γραφικοῦ, 1554Lehrgedicht über die Herstellung von Schreibtinte in iambischen Senaren.
Camerarius, Σοφία ἡ πανάρετος Ἰησοῦ υἱοῦ Σειράχ, 1551Ausgabe zu dem biblischen Buch "Jesus Sirach". Den Angaben des Widmungsbriefes zufolge waren sprachliche Eingriffe ins Griechische nötig.
Camerarius, Σοφοκλέους τραγῳδίαι, 1534Edition der sieben überlieferten Sophokles-Tragödien. Sie umfasst auch drei Epigramme über Sophokles ebenso wie die Hypotheseis, die in antiken Editionen gängig sind.
Camerarius, Σοὶ δόξα κύριε (Inc.), 1562Gebet mit Lobpreis und Dank für den Herrn.
Camerarius, Συνοδικά, 1543Theologischer Traktat, in dem insbesondere aus protestantischer Perspektive biblische und katholische Positionen in kontrastiver Gegenüberstellung betrachtet werden.
Camerarius, Σχόλια εὑρισκόμενα, 1545Edition der von Zacharias Kallierges zusammengestellten Scholiensammlung zu den Eidyllien Theokrits.
Camerarius, Σχόλια παλαιὰ καὶ συνοπτικὰ ἐς ὅλον τὸν Θουκυδίδην, 1540Scholiensammlung zu Thukydides.
Camerarius, Σύνοψις, 1562Zusammenstellung der Aussagen des Johannes über den Kosmos.
Camerarius, Τίς ἡ ἀληθὴς σοφία, 1545Der Dichter geht der Frage nach, worin wahre Weisheit und Gerechtigkeit bestehen.
Camerarius, Τοῖς υἱοῖς Ἰωαχεῖμος ὁ Καμεραριάδης πατήρ, 1573Theologische Reflexionen über die Möglichkeiten einer Erkenntnis Gottes.
Camerarius, Τοῖς ἐντυχοῦσι τῷ βιβλίῳ τούτῳ, 1552Nachwort, das sich an den Leser richtet. Camerarius äußert sich zur Intention des Werkes.
Camerarius, Τοῦ Βλεμμίδου περὶ τῶν πέντε φωνῶν, 1564Ausgabe zu der Schrift des Blemmydes über die "fünf Stimmen".
Camerarius, Τοῦ αὐτοῦ (sc. Ἀναστασίου) πρὸς Φίλιππον, 1538Epigramm für einen Gastgeber (?) namens Philipp (3 elegische Distichen).
Camerarius, Τοῦ αὐτοῦ (sc. Ἀναστασίου). Μὴ μοι τῶν Σκοπάδων (Inc.), 1538Epigramm mit ausgedehnter Priamel, in der eine Ablehnung des weltlichen Ruhms vorgebracht wird (6 elegische Distichen).
Camerarius, Τοῦ αὐτοῦ (sc. Ἰοαχείμου) πρὸς Μίκυλλον, 1538Epigramm an Jakob Micyllus über den Nutzen der Musen (8 Hendekasyllaben/Phalaeceen).
Camerarius, Τοῦ αὐτοῦ (sc. Ἰωαχείμου). Οὐδ' ἐγὼ αὐτὸς ποιητὴν (Inc.), 1538Poetologisches Epigramm (6 elegische Distichen).
Camerarius, Τοῦ αὐτοῦ. Τόνδε ποθ' οἱ θεῖον συναθροισθέντες (Inc.), 1568Das Gedicht stellt eine inhaltliche Parallele zum vorausgehenden Gedicht "Περὶ τῆς ἐξομολογήσεως" dar.
Camerarius, Τὰ ζῴδια, 1538Epigramm zu den Tierkreiszeichen (10 Hexameter).
Camerarius, Τὸ τοῦ Ἰωάννου εὐαγγελικὸν ῥητόν, 1562Anfängliche Bibelparaphrase zu "Johannes" 14, die zu einem Trauergedicht wird.
Camerarius, Τῇ αὐτῇ (sc. μητρί), 1531Epitaphium auf die Mutter (4 elegische Distichen).
Camerarius, Τῇ αὐτῇ (sc. Ἀγνήτιδι τῇ φιλτάτῇ γάλῳ), 1531Epitaphium auf die Ehefrau des Bruders Hieronymus, Agnes (18 Verse, iambischer Trimeter). Auffallendes Element sind die Wortwiederholungen an den Versenden, die die Emotionalität der Klage zum Ausdruck bringen.
Camerarius, Τῇ εὐσεβείᾳ ἡμιθανεῖ ἐκ πολλῶν τραυμάτων, 1538Satirisches Epigramm in Dialogform. Das Versmaß ist der iambische Trimeter (13 Verse)
Camerarius, Τῇ τοῦ πάθους καὶ ἀναστάσεως μνήμῃ Ἰησοῦ Χριστοῦ, 1560 (1553)Hymnus auf die Passion und die Auferstehung Christi.
Camerarius, Τῇ ἐργατίδι παρὰ Θεσπιεῦσι, 1538Fiktives Weihepigramm für ein Denkmal der Thespier auf die Feldarbeiterin (2 elegische Distichen).
Camerarius, Τῇ ἐτησίᾳ μνήμῃ Μαυρικίου, 1559Dialoggedicht in elegischen Distichen zur Erinnerung an den Tod des Kurfürsten Moritz von Sachsen, das als ein Glückwunschgedicht auf den aktuellen Landesherrn August von Sachsen endet.
Camerarius, Τῷ αὐτῷ (sc. Fridericho duci Saxoniae), 1531Griechisches Epitaph auf Kurfürst Friedrich III. (den Weisen) von Sachsen (zwei elegische Distichen).
Camerarius, Τῷ αὐτῷ (sc. Georg Musler), 1555Das griechische Epigramm, das in die Sammlung von Epithalamien eingefügt ist, erweist sich als ein Gedicht mit sympotischem Gehalt. Es umfasst acht elegischen Distichen. Der Adressat Georg Musler wird direkt angesprochen (v. 1): Er nimmt die Stellung des Symposiarchen ein, der den Wein kredenzt. Der Wein stammt aus Österreich, wo Musler lebt. Zunächst werden äußere Eigenschaften des Weines wie etwa seine Farbe beschrieben (vv. 1-4). Die Darstellung seiner Wirkung bedient sich topischer Attribute (sinnlicher Genuss, Befreiung von Sorgen), die in Fülle aufgezählt werden (vv. 5-8). Der Sprecher versteht sein Gedicht als bescheidene Gegengabe für den Wein (vv. 9-12). Der Adressat soll es mit Freude annehmen. Der Sprecher nimmt sowohl die Rolle des Dichters als auch des Teilnehmers am Symposion ein (vv. 13-16).
Camerarius, Τῷ αὐτῷ (sc. Marcioni perpetuo dubitatori), 1531Griechisches Epitaphium auf Marcion, den notorischen Zweifler (12 Verse).
Camerarius, Τῷ αὐτῷ (sc. Simon Grynäus), 1541Nachruf auf Simon Grynäus in Form eines Epitaphiums, das mit dem vorausgehenden lateinischen Epicedium eine kontrastierende Einheit bildet.
Camerarius, Τῷ αὐτῷ (sc. Θωμᾷ τῷ Μώρῳ), 1538Epitaphium auf Thomas Morus (4 elegische Distichen). Die beiden auf Morus verfassten Epigramme lassen unterschiedliche kommunikative Konstellationen erkennen. Spricht im ersten das Grab den Passanten an, weist dieses zweite einen Dialog zwischen einem Passanten und dem toten Thomas Morus auf, der Informationen über sich gibt.
Camerarius, Τῷ αὐτῷ (sc. Μερκουριῷ Γαττιναρινῶν ἄρχοντι), 1531Epitaphium auf Mercurino Arborio di Gattinara (7 elegische Distichen).
Camerarius, Τῷ αὐτῷ (sc. Ἑρμανῷ Νεαετίῳ), 1531Epitaph auf Hermann von Neuenahr (elegisches Einzeldistichon).
Camerarius, Τῷ πόνῳ, 1538Dialogisches Epigramm (6 elegische Distichen). Die beiden Teilnehmer sind ein Fremder (Ξένος) und die Mühe (Πόνος).
Camerarius, Τῷ ἁγίῳ πνεύματι, 1538Hymnus auf den Heiligen Geist (36 elegische Distichen). Das Gedicht gliedert sich in die von Camerarius als ὕμνοι bezeichneten geistlichen Werke ein.
Camerarius, Φριδεριχῷ ἡγεμόνι τῆς Σαξονίας, 1538Das Epitaph (5 elegische Distichen) nimmt die Thematik eines älteren Epitaphs auf Friedrich den Weisen auf, das ebenfalls die Moiren (Parzen) in den Mittelpunkt stellte (Camerarius, Τῷ αὐτῷ (sc. Fridericho duci Saxoniae), 1531). Dieses war in der früheren Epitaphiensammlung veröffentlicht worden (Hessus, Epicedia, 1531). Bei dem vorliegenden Gedicht handelt sich jedoch um ein umfassenderes Werk, das fünf statt der früheren zwei Distichen zählt. Möglicherweise hatte Camerarius auch dieses Gedicht schon zu dem früheren Zeitpunkt verfasst, nutzt nun aber die Gelegenheit, das zu dem ersten Termin zurückgestellte jetzt zu veröffentlichen.
Camerarius, Χάρτης, 1554Lehrgedicht über das Papier.
Camerarius, Χρησμὸς δοθεὶς τῷ Ἀδραστῷ, 1538Orakelspruch für Adrast. Das herausgegebene Gedicht ist durch die Euripides-Scholien überliefert als Anthologia Graeca, Appendix, Oracula, Epigramm 11. Camerarius gibt das Epigramm in Verbindung mit einer eigenen Übersetzung heraus.
Camerarius, Χρηστὴν ἐλπίδʼ ἔχοιθʼ ἁπαλῶν (Inc.), 1529Geleitgedicht in zwei Distichen zur griechischen Grammatik Johannes Metzlers, eines Lehrers des Camerarius.
Camerarius, Χριστοφόρῳ Κολήρῳ, 1538Dieses Epitaphium auf Christoph Coler, der vor dem 09.05.1536 gestorben ist und somit noch nicht allzu lange tot ist, stellt eine Hinzufügung zu den Epitaphien der Ausgabe in Hessus, Epicedia, 1531 dar. Das Epitaphium rückt die politische Rolle des Verstorbenen in den Blickpunkt (6 elegische Distichen).
Camerarius, Χριστῷ Ἰησῷ νικητῇ τοῦ θανάτου, 1538Hymnus auf Jesus Christus, den Sieger über den Tod (14 elegische Distichen). Das Gedicht gliedert sich in die als ὕμνοι bezeichneten geistlichen Werke ein.
Camerarius, Ἀγγέλου τοῦ Πολιτιανοῦ, 1538Epigramm Angelo Polizianos zu Ehren des Phavorinus.
Camerarius, Ἀγωνία θεοσεβοῦς εὐλαβείας, 1563In dem mit "Der Kampf der Frömmigkeit" betitelten Gebet in Gedichtform steht die Aussicht des Sünders auf göttliche Vergebung im Mittelpunkt.
Camerarius, Ἀηδόνι, 1531Epitaphium auf eine Nachtigall (13 Hendekasyllabi).
Camerarius, Ἀναστασίου. Ὅσσ' ἐδάην (Inc.), 1538Griechisches Epigramm (6 elegische Distichen).
Camerarius, Ἀνθῶν δῶρον, 1538Epigramm zu einer Blumensendung (3 elegische Distichen). Möglicherweise ist es als ein Begleitgedicht zu einer Übersendung von Blumen zu lesen.
Camerarius, Ἀντιγραφή. Ἀναστάσιος Εὐστοργίῳ, 1540Fiktiver Antwortbrief auf Eustorgios im Kontext der Sammlung antiker Briefe.
Camerarius, Ἀντιγραφὴ πρὸς Διονύσιον, ὡς ἀπὸ Σωπάτρου, 1540Fiktiver Brief des Sopatros an Dionysios aus der Feder des Camerarius.
Camerarius, Ἀντιγραφὴ πρὸς Φίλιππον, 1540Bei diesem Textpaar stammt sowohl der griechische Ausgangstext als auch die lateinische Übersetzung aus der Feder des Camerarius.
Camerarius, Ἀντιρρητικὸς Λιβανίου, 1535Edition von Libanios' Antwortrede des Achilleus auf die Gesandtenrede.
Camerarius, Ἀντωνίῳ Νίγρῳ ἐλεγείδιον ἐπιτάφιον, 1558Das Epitaphium auf Antonius Niger beginnt mit einer Priamel, in der die Städte aufgezählt werden, die um den Verstorbenen trauerten: Nicht nur die Stadt, in der er seinen Beruf auf einer öffentlichen Stelle ausübte (Braunschweig), oder seine schlesische Geburtsstadt (Breslau), sondern sehr viele Völker in Deutschland, bei denen Nigers Name bekannt gewesen sei. Die Darstellung zu Nigers Tätigkeit als Arzt bleibt nicht ohne Zwischentöne.
Camerarius, Ἀπορίαι περὶ τῆς προσευχῆς, 1560Das Gedicht behandelt im Problemstellung-Auflösung-Schema verschiedene Schwierigkeiten, die mit dem Gebet verbunden sind. Das Versmaß ist iambisch.
Camerarius, Ἀριθμολογία ἠθική (Werk), 1551Camerarius bietet eine (von ihm als Arithmologia ethice/ethische Arithmologie bezeichnete) Zusammenstellung von moralischen Regeln, denen Zahlenverhältnisse zugrunde liegen.
Camerarius, Ἀριστείδου λόγος πρεσβευτικὸς πρὸς Ἀχιλλέα, 1535Edition von Aelius Aristides' rhetorischer Fassung der Gesandtenrede an Achilleus.
Camerarius, Ἀρχύτου Καθολικοὶ λόγοι δέκα, 1564Editio princeps zu Archytas von Tarent.
Camerarius, Ἀστρολογικὰ δι' ἰαμβῶν, 1538Das Gedicht schließt an die Tradition der Lehrdichtung in Iamben an (31 iambische Trimeter).
Camerarius, Ἀφθονίου σοφιστοῦ προγυμνάσματα, 1567Ausgabe des griechischen Textes von Aphthonios' "Progymnasmata".
Camerarius, Ἄλλο. Ῥεύματα παντοίως κατὰ σῶμα (Inc.), 1549Epigramm in drei Distichen über eine als ῥεῦμα bezeichnete Krankheit.
Camerarius, Ἄλλος (sc. γρῖφος). Μήτηρ ἥμ' ἔτεκεν (Inc.), 1538Monostichisches Rätselgedicht (Hexameter). Es stellt das zweite Gedicht in einem Dreierzyklus dar.
Camerarius, Ἄλλος (sc. γρῖφος). Ἑρμέω ἡ πάλ' ἑταιρ' οὐ νῦν (Inc.), 1538Rätselgedicht (5 Hexameter). Es stellt das dritte Gedicht in einem Dreierzyklus dar.
Camerarius, Ἄλλως κατ' Αἰγυπτίους, 1538Epigramm mit astronomischem Inhalt (3 Hexameter).
Camerarius, Ἄνθρωπος, 1577Griechisches Gedicht über die menschliche Sterblichkeit (neun elegische Distichen).
Camerarius, Ἐβεράρδῳ τῷ πωγωνίᾳ ἄρχοντι Σβηβῶν, 1537Drittes auf die "Oratio funebris" folgendes Epitaphium in Versform.
Camerarius, Ἐκ τοῦ ἐναντίου εἰς τὸν αὐτόν (sc. θάνατον), 1538Epigramm (10 elegische Distichen) über den Tod in lobendem Ton und mit positiver Bewertung. Es korrespondiert mit dem vorausgehenden Epigramm, das den Tod anklagt und mit negativer Tendenz darstellt.
Camerarius, Ἐκ τοῦ ἐναντίου. Μή μοι δάκρυα ῥεῖτε (Inc.), 1538Gedicht zum Tränenmotiv mit vorausgehendem korrespondierendem Gedicht 83 elegische Distichen).
Camerarius, Ἐκ τῆς τοῦ ἁγίου Ἰουστίνου δευτέρας ἀπολογίας διήγησις, 1572Ausgabe und Übersetzung zu Texten aus verschiedenen Kirchenschriftstellern, die zum Verständnis der Evangelien beitragen.
Camerarius, Ἐκ τῶν Διογένους τοῦ Λαερτίου περὶ Ζήνωνος Κιττιέως, 1564Ausgabe eines Abschnitts aus der Biographie des Diogenes Laertios über Zenon von Kition.
Camerarius, Ἐκκλησία, 1562Epigramm über die Kirche nach 1 Tim 3.
Camerarius, Ἐκλογὴ καὶ οἷον ἀπάνθισμα τῶν διαφόρων ἐπιστολῶν, 1540Ursprünglich von Aldus Manitius zusammengestellte Briefsammlung zu sprachdidaktischen Übungszwecken.
Camerarius, Ἐνόδιον, 1563"Reisegebet" mit Bitte an Christus um Beistand auf dem Weg.
Camerarius, Ἐξ ἐπιστολῆς Ἰωάννου ἀποστόλου κεφαλαίῳ τεττάρτῳ, 1573Bibeldichtung in Jamben zu 1. Johannes 4 (katalektischer jambischer Dimeter). Im Blickpunkt steht die Liebe. Das Nomen ἀγάπη und das Verb ἀγαπάω erscheinen im Gedicht in dichter Abfolge und in verschiedenen grammatischen Formen variiert.
Camerarius, Ἐπίγραμμα συνοπτικόν, 1562Epigramm über den Begriff "Kosmos".
Camerarius, Ἐπιγράμματα Ἑλληνικὰ τῶν παλαιῶν ποιητῶν, 1538Edition von Epigrammen, die von der griechischen Archaik bis zur Gegenwart reichen. Herangezogen werden hierzu zahlreichen Autoren, in deren Texten Epigramme zitiert werden. Die Zusammenstellung soll als eine eigenständige und in der Textkonstitution sogar überlegene Leistung neben der von Janos Laskaris erstellten und von Aldus Manutius gedruckten Epigrammsammlung (Manutius, Florilegium diversorum epigrammatum, 1503), die die Gedichte der "Anthologia Planudea" umfasst.
Camerarius, Ἐπιτάφιον Ἰωάννου Στιγελίου, 1562Griechisches Epitaphium auf Johannes Stigel.
Camerarius, Ἐρωτίου γάμος, 1538Epigramm (10 elegische Distichen) zur Hochzeit einer gewissen Erotion..
Camerarius, Ἐρωτικόν, 1538Gedicht zum Tränenmotiv mit nachfolgendem korrespondierendem Gedicht (3 elegische Distichen).
Camerarius, Ἑπτὰ σοφοί, 1538Kleiner Epigrammzyklus über die Sieben Weisen. Jeder einzelne erhält ein aus zwei elegischen Distichen bestehendes Gedicht: Solon, Cheilon, Kleoboulos, Periandros, Pittakos, Bias und Thales.
Camerarius, Ἔστι κακῶν αἰέν (Inc.), 1549Epigramm in vier Distichen über eine als ῥεῦμα bezeichnete Krankheit.
Camerarius, Ἠσαίου ιβ (12) μετάφρασις, 1560Dichterische Paraphrase zu Jesaja 12 (Danklied der Geretteten).
Camerarius, Ἡλίῳ Ἐωβανῷ Ἕσσῳ, 1553Griechisches Epitaphium auf Helius Eobanus Hessus (6 elegische Distichen). Das Gedicht nimmt die Form einer Seligpreisung an (ὄλβιος ὅς).
Camerarius, Ἡροδότου Ἁλικαρνασσέως Ἱστορία, 1541Ausgabe des Geschichtswerkes Herodots.
Camerarius, Ἡρώων παναρηιφίλων πολεμόκλονον ἄτην (Inc.), 1566In dem acht elegische Distichen umfassenden Begleitepigramm zur "Batrachomyomachie" lobt Camerarius die Leistung des Lycius.
Camerarius, Ἰησῷ Χριστῷ σωτῆρι ἀναβιωσκομένῷ, 1538Hymnus auf die Auferstehung Jesu Christi von den Toten (46 elegische Distichen). Das Gedicht gliedert sich in die von Camerarius als ὕμνοι bezeichneten geistlichen Werke ein.
Camerarius, Ἰλιάδος Β Ὁμήρου, 1540Textedition des 2. Gesangs der "Ilias" mit Hypothesis.
Camerarius, Ἰοαχείμου γρῖφος. Ἐνθ' ἥμην (Inc.), 1538Rätselgedicht (6 Hexamterverse). Es stellt das erste Gedicht in einem Dreierzyklus dar.
Camerarius, Ἰωάννῃ Μοιβάνῳ ἀποθάνοντι, 1565Epitaphium auf Johannes Moibanus.
Camerarius, Ἰωαχείμου. Καὶ ταῦτα δὴ καθ' ὕπνον οὕτως ἐκδέχου (Inc.), 1538Das Gedicht schließt an das vorausgehende zur Traumdeutung an (Camerarius, Ὀνειροκριτικά, 1538), was durch eine entsprechende Überleitung deutlich gemacht wird: Καὶ ταῦτα (38 elegische Distichen).
Camerarius, Ἰωαχείμου. Ἐλπὶς καί συ τύχη (Inc.), 1538Einzeldistichon über die Bedeutung der Hoffnung und des Schicksals auf der "Schifffahrt" des menschlichen Lebens.
Camerarius, Ἰωαχεῖμος. Ἰστέον ὅτι βουκολικῶν ποιηταί (Inc.), 1530Einführende philologische Texte zu den Eidyllien Theokrits.
Camerarius, Ἰωσήπφῳ Καμεραρίῳ ἀδελφῷ, 1531Epitaphium auf Joachim Camerarius' Bruder Joseph Camerarius (elf elegische Distichen).
Camerarius, Ἱπποκομικός, 1539Selbstverfasste Schrift des Camerarius, die das Pferd aus literaturgeschichtlicher Perspektive betrachtet und zahlreiche antike Belegstellen heranzieht.
Camerarius, Ἵππῳ ξανθότριχι, 1531Epitaphium auf ein falbes Pferd (6 elegische Distichen).
Camerarius, Ὀνειροκριτικά, 1538Epigramm zur Traumdeutung (84 iambische Trimeter).
Camerarius, Ὁμήρου Βατραχομυομαχία, 1551Edition der von Camerarius Homer zugeschriebenen "Batrachomyomachie".
Camerarius, Ὁμήρου Ἰλιάδος Α, 1538Textausgabe zum 1. Gesang der "Ilias".
Camerarius, Ὁμιλίαι (Werk), 1573Von Camerarius selbst verfasste Homilien in griechischer Sprache zu den Evangelientexten, die an Festtagen verlesen werden.
Camerarius, Ὅροι, 1560Glossar mit Definitionen von wichtigen Termini im Kontext des Gebets. Die Begriffe sind sowohl von technischer als auch von theologischer Art.
Camerarius, Ὅτι ὀλίγοι πιστοί, 1545Das Gedicht zielt auf eine Selbstvergewisserung der Gläubigen gegenüber Christus.
Camerarius, Ὑμνήσω τὺ Διὸς (Inc.), 1530Supplement, das den vermeintlich verlorenen Beginn zu Theokrits "Eidyllion" 25 ("Herakles leontophonos") ergänzt.
Camerarius, Ὑπερβολικαὶ similitudines, 1541Beispiel für ein Gedicht, das der Thematik des Vergleichs gewidmet ist. Im Blickpunkt stehen außergewöhnliche Vergleiche. Dabei handelt es sich um Adynata.
Camerarius, Ὕλην τήνδ' ἐλθὼν εἰς ἄξυλον (Inc.), 1533An den Leser gerichtetes Begleitepigramm, das mit der Gattungsbezeichnung ("Wälder") spielt. Es umfasst drei Distichen.
Camerarius, Ὕμνoς ἐξιτήριος, τοῦ Συμεών. Μετάφρασις, 1560Dichterische Paraphrase des Abschiedshymnus des Symeon. Das Versmaß ist der Hexameter.
Camerarius, Ὕμνος εἰς τὴν θείαν τριάδα, 1560Hymnus auf die göttliche Dreifaltigkeit. Das Versmaß ist der Hexameter.
Camerarius, Ὕμνος εἰς τὸ ἅγιον πνεῦμα, 1560 (1518)Hymnus auf den Heiligen Geist. Das Versmaß ist das elegische Distichon.
Camerarius, Ὕμνος εἰς Ἰησοῦν Χριστόν, 1562Hymnus auf Jesus Christus, der als die wahre Sonne beschrieben wird.
Camerarius, Ὦ πάτερ ὦ σοφίη τε κράτοστε γενήτορος υἱέ (Inc.), 1543Gebet an den dreieinigen Gott in Anbracht der Spaltung und des Streits unter den Christen.
Camerarius, ᾨδὴ εὐλογητική, 1560Lobpreisende Ode auf Jesus Christus. Das Vermaß ist ein katalektischer iambischer Dimeter (39 Verse).
Camerarius, Ῥητὸν ψαλμοῦ ιε, 1562Paraphrase des 15. Psalms.
Camerarius, Ῥητὸν ψαλμοῦ ριζ, 1562Paraphrase zu Psalm 117.
Camerarius, Ῥητὸν ἐξ ἐπιστολῆς Ἰωάννου, 1562Dichterische Paraphrase einer Passage aus dem Johannesbrief.
Camerarius/Camerarius II., Enumeratio, 1552In Zusammenarbeit von Joachim Camerarius I. und Joachim Camerarius II. entstandene Übersetzung der "Ἀριθμολογία ἠθική".
Camerarius/Hessus, De metrica ratione, 1531Metrische Analysen zum Eidyllion "Fistula" (Σῦριγξ), einem Figurengedicht.
Camerarius/Hessus, Famae, 1531Einleitungsgedicht, in dem das Werk dem Ruhm (fama) gewidmet wird. Die Verfasserschaft ist unsicher, da die 1. Person Plural, die als Sprecher fungiert, aufgrund der Angaben auf dem Titelblatt eine Identifikation mit beiden, Hessus und Camerarius, evoziert. Wer von ihnen der historische Autor ist, ist nicht mehr feststellbar. Möglicherweise handelt es sich auch um einen Fall kollektiver Verfasserschaft.
Camerarius/Hessus, Quae a nostra Theocriti aeditione variare deprehendimus, contulimus hoc modo, 1531Textkritischer Variantenapparat.
Camerarius/Hessus, Scholion, 1531Scholion, in dem einige schwierigere Stellen aus Theokrits "Eidyllien" kommentiert werden. Es ist der Übersetzung Eobans angefügt.
Camerarius/Hessus, Versus sunt in Idyllio Theocriti XV, 1530/31Alternative Übersetzung zu fünf Versen aus Theokrits Idyll 15.
Camerarius/Micyllus, Ὁμήρου ἄμφω, 1541Der edierte Homertext ist mit Scholien als Marginalien versehen.
Estienne an Camerarius, 1561In dem Widmungsbrief muss sich Camerarius von Estienne den Vorwurf gefallen lassen, trotz seiner Expertise in Sachen Xenophon den Bitten des Herausgebers um Hilfestellung nicht nachgekommen zu sein. Der Drucker legt die Zusammenstellung der von ihm herangezogenen Xenophonwiedergaben dar. Übersetzungen von noch lebenden Autoren habe er nicht überarbeitet. Am Ende fordert Estienne Camerarius dazu auf, seine Übersetzung doch noch durchzuschauen und mit Anmerkungen zu versehen. Die Veröffentlichung von ausführlicheren Erläuterungen habe Estienne nämlich in seinen Marginalien an verschiedenen Stellen in Aussicht gestellt.
Fabricius, Eidem. G(eorgius) F(abricius), 1551Lateinische Übersetzung zu Camerarius' griechischem Epithalamium auf Johannes Kentmann.
Fux, Capita pietatis (lat.), 1553Übersetzung der katechetischen Schrift Camerarius, Κεφάλαια Χριστιανισμοῦ, 1545 in lateinische elegische Distichen.
Georg III. (Anhalt-Plötzkau) an Camerarius, 14.03.1545In dem Brief informiert Georg von Anhalt den Adressaten Joachim Camerarius von dem Tod des Georg Helt, des gemeinsamen Lehrers der beiden. Georg lobt die Tugenden des Verstorbenen. Er sei in Georgs Beisein am 06.03.1545 zwischen der 9. und der 10. Stunde im Dessauer Schloss gestorben. Georg wolle Camerarius zu seinem eigenen Trost die Trostschriften zukommen lassen, die Martin Luther und Philipp Melanchthon ihm gesendet hätten.
Gerbel an Camerarius, 1540/41Das Briefgedicht umfasst 11 Distichen. Es stellt ein Antwortgedicht auf das vorausgehende Hodoeporicon über den Badebetrieb in Colombières Camerarius an die Straßburger Freunde, 23.07.1540 dar, zu dessen Adressaten Nikolaus Gerbel zählte. Voll des Lobs spielt er auf den Inhalt des Camerarius-Gedichtes an. Er hebt insbesondere seinen beißenden Witz (sales) hervor.
Grynäus an Camerarius, 15XX dBrief, in dem Grynäus Camerarius für die Abfassung seines Lexikons gutes Gelingen wünscht.
Hessus an Camerarius, 03.1533Der Widmungsbrief am Ende des 4. Buches dient als Einleitung zum 5. Buch. Hessus begründet hierin, warum er nicht nur einzelne Gedichte, sondern das gesamte 5. Buch dem Camerarius widmet, mit der antiken Tradition, Sammlungen von Epigrammen und Silven in ihrer Gänze Freunden zu dedizieren.
Hessus an Camerarius, 14.10.1526-1533Aufforderung an Camerarius zur gemeinsamen Feier des Geburtstags Vergils.
Hessus an Camerarius, 1526-1533Lob einer von Camerarius verfassten Psalmenversifikation (drei elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 aHessus nutzt eine positive Rückmeldung des Camerarius über seine Schriften zu einer Aufforderung, dass die beiden doch die Werke, die sie sich wechselseitig zugeschickt haben, publizieren könnten (27 Verse).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 aaBriefgedicht mit einer Bitte um Entschuldigung an Camerarius, der ihn öfters hat besuchen wollen, ohne ihn anzutreffen (zwei elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 abHessus bittet Camerarius um Entschuldigung für die Vernachlässigung des Freundes (zwei elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 acLob auf Camerarius' dichterisches Können (fünf elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 adVon Hessus an Camerarius gerichtetes Rätselgedicht.
Hessus an Camerarius, 1526-1533 bEinladung zum Besuch. Sie gliedert sich in drei Abschnitte: Zunächst spricht Hessus gegenüber Camerarius seine besten Wünsche aus (captatio benevolentiae), dann formuliert er seine Einladung. Schließlich versucht er dem Adressaten die Befürchtung zu nehmen, die Einladung könnte ihn allzu sehr beanspruchen. Das Gedicht umfasst sieben elegische Distichen.
Hessus an Camerarius, 1526-1533 dDas Briefgedicht bildet das Einleitungsgedicht zum 5. Buch von Hessus' Sylvae, in dem Briefgedichte von Hessus an Camerarius gesammelt sind. Der Sprecher attestiert dem Adressaten, fern von den Musen zu sein, und droht ihm an, dass er unter den Qualen der Venus leiden werde. Der Sprecher werde dem aber genüsslich zusehen und seine Hilfe verweigern (28 Verse / 7 Strophen).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 eIn Hendekasyllaben gehaltenes Briefgedicht, in dem Hessus Camerarius um die Auflösung eines ihm gestellten Rätsels bittet (60 Verse).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 fEinladungsgedicht an Camerarius: Er solle zu Hessus kommen, um Schach zu spielen und Wein zu trinken. Falls Camerarius nicht einziger Gast sein wolle, könne Hessus auch Michael Roting und Lukas Mysner herbeirufen. Das Briefgedicht endet mit einer Kontrastierung des Reichtums der Dichtung mit dem Wert des Goldes; Die Dichtung bedeute Leben, Gold häufig den Tod.
Hessus an Camerarius, 1526-1533 jEinladung zum Essen (elf Hendekasyllaben).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 kAufforderung an Camerarius, eine Satire zu schreiben (10 Verse).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 lBriefgedicht, das sechs Rätsel enthält.
Hessus an Camerarius, 1526-1533 mGedichte mit Lösungen der (in der "Sylvae"-Sammlung) vorausgehenden Rätselgedichte (34 Verse in unterschiedlichen Metren).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 nPolymetrisches Briefgedicht mit Einladung zum Abendessen.
Hessus an Camerarius, 1526-1533 oDas 30 Verse umfassende Briefgedicht stellt ein Antwortgedicht auf Rätsel dar, die Hessus nicht lösen könne.
Hessus an Camerarius, 1526-1533 pEinladung zum Essen (21 Hendekasyllaben).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 qEinladungsgedicht, das einen Tadel gegenüber Camerarius wegen seiner Vernachlässigung des Freundes Hessus enthält (13 Hendekasyllaben).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 rSchachgedicht mit Danksagung an Camerarius und Pirckheimer.
Hessus an Camerarius, 1526-1533 sScherzgedicht.
Hessus an Camerarius, 1526-1533 tBriefgedicht mit Ermahnung an Camerarius zur Einhaltung seiner Versprechen (11 Hendekasyllaben).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 uBriefgedicht, in dem Hessus das von Camerarius gespendete Lob für die "Rückführung der Musen" zurückweist, und Camerarius zu größerem Selbstbewusstsein ermuntert (19 elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 vBriefgedicht über das Verhältnis von Dichtung und eigenem Erleben des Dichters (13 elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 wBriefgedicht mit der Bitte um Rücksendung der Camerarius zugesandten Gedichte (15 elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 xIn dem Briefgedicht antwortet Hessus auf eine Frage des Camerarius, was er von einem weitgereisten Gast halte. Hessus schreibt, dass es nichts über eine Person aussage, wenn sie schon an vielen Orten war, und rät Camerarius davon ab, in die Ferne schweifen zu wollen. Das gute Leben finde man vor Ort (Hexameter, 56 Verse).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 yEinladung in Gedichtform (drei elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1526-1533 zGedicht über die Nutzung und Vergeudung von Möglichkeiten (drei elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1527 aHochzeitsgedicht auf Camerarius (drei elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1527-1530 aHessus schickt Camerarius die Übersetzung eines Theokrit-Idylls mit der Bitte um Korrekturen zu.
Hessus an Camerarius, 1527-1530 cHessus bittet Camerarius um die Rücksendung der "Fischer", seiner Übersetzung zu dem Theokrit-Idyll, die er ihm zur Korrektur überlassen hat. Er knüpft dabei an die Metaphorik des vorausgehenden Briefes an.
Hessus an Camerarius, 1527-1530 dBrief, in dem Hessus Camerarius zu einem selbstbewussten Umgang mit Theokrit ermutigt.
Hessus an Camerarius, 1527-1530 fBriefgedicht an Camerarius über die Rücksendung eines übersetzten Theokrit-Eidyllions, das Hessus ihm zur Korrektur überlassen hat. Es handelt sich hierbei um die "Fischer"; zugleich schickt er ihm die "Megara" (29 Hendekasyllaben).
Hessus an Camerarius, 1527-1530 gBriefgedicht, in dem eine Einladung ausgesprochen wird (11 Hendekasyllaben).
Hessus an Camerarius, 1527-1530 hBriefgedicht, in dem Hessus um die Rückgabe seiner Übersetzung zu einem Theokrit-Idyll bittet, die er Camerarius zur Korrektur vorgelegt hatte (neun elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1527-1530 jBitte um die Rückgabe von Theokrit-Gedichten (neun elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1527-1533Einladungsgedicht an Camerarius und Klage darüber, dass dieser sich nur noch selten bei ihm sehen lasse (14 Hendekasyllaben).
Hessus an Camerarius, 1527-1533 aScherzhaft vorgebrachte Klage über das Ausbleiben des Camerarius (fünf elegische Distichen).
Hessus an Camerarius, 1527-1533 bCamerarius hat Hessus die Zusendung eines Gedichts versprochen, woraufhin ihn Hessus in einem Briefgedicht zum Abendessen einlädt (vier elegische Distichen).
Hessus, Inclyte nubifrago nunc te (Inc.), 1530/31Übersetzung des Helius Eobanus Hessus von Camerarius' Supplement zu Theokrits Eidyllion 25 ("Herakles leontophonos").
Hessus, Tota diu longas perpessa (Inc.), 1534Geleitgedicht zur Camerarius' Kommentierung der Sophokles-Tragödien aus dem Thebanischen Sagenkreis.
Hessus, Venator vero montes (Inc.), 1530/31Helius Eobanus Hessus' Übersetzung von Camerarius' Supplement zu Theocr. 24 ("Herakliskos").
Isinder, Matthaeo Irenaeo, 1546Lateinische Übersetzung des 1545 edierten Briefes Camerarius an Irenäus, 02.06.1544.
Isinder, Quaestor Lapicidae, 1546Lateinische Übersetzung zu Camerarius, De invocatione sanctorum (gr., Werk), 1545.
Ludwig Camerarius, Occasiones quaedam, 1568Nachwort zur Eklogenausgabe mit Angaben zu den von Camerarius herangezogenen literarischen Prätexten.
Lycius, Ioachimi Camerarii Septem sapientes, 1562Lateinische Übersetzung von Camerarius, Ἑπτὰ σοφοί, 1538.
Melanchthon, Philippus Melanchthon vertit. Hospes: Quis misera (Inc.), 1563Melanchthons Übersetzung zu Camerarius' Epigramm "Τῇ εὐσεβείᾳ" aus der Epigrammsammlung von 1538.
Schirotius, Lectori, 1540Das Gedicht versucht das Interesse an Thukydides zu wecken.
Unbekannt, Idem a studioso quodam iuvene Latine redditum. I nunc et reputa (Inc.) 1565Lateinische Übersetzung zu dem Epitaphium "Ἰωάννῃ Μοιβάνῳ ἀποθάνοντι" durch einen jungen, nicht namentlich erwähnten Gelehrten.
Utenhove, Id est, interprete C(arolo) Utenhovio. Forte videns Schedii Schediasmata (Inc.), 1574Lateinische Übersetzung zu Camerarius' griechischem Begleitepigramm zu Schedes "Schediasmata".
Venatorius an Camerarius, 1539Aus 27 elegischen Distichen bestehender Nachruf auf Opsopoeus in Form eines Briefgedichts an Camerarius.
Volland, Heroem quicunque cupis (Inc.), 1537Widmungsgedicht zu Camerarius' "Oratio funebris" auf Eberhard im Bart. Eberhard wird als heros identifiziert, dessen Taten von dem als rhetor bezeichneten Joachim Camerarius angemessen dargestellt werden können.
Der Teil „:“ der Abfrage konnte nicht interpretiert werden. Die Ergebnisse entsprechen möglicherweise nicht den Erwartungen.