Camerarius, Διασκευή ὀνομαστική, 1551

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Opus Camerarii
Werksigle OC 0553
Zitation Διασκευή ὀνομαστική, partium corporis humani, bearbeitet von Jochen Schultheiß (04.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OC_0553
Name Joachim Camerarius I.
Status Verfasser
Sprache Latein
Werktitel Διασκευή ὀνομαστική, partium corporis humani
Kurzbeschreibung Ausführliches griechisch-lateinisches Glossar zu den menschlichen Körperteilen mit zahlreichen literarischen Belegstellen. Die Richtung verläuft vom oberen zum unteren Körperende. Gleichzeitig bewegt die Anordnung vom Äußeren zum Inneren.
Erstnachweis 1551
Bemerkungen zum Erstnachweis Datum des Erstdruckes
Datum unscharfer Erstnachweis (Beginn)
Datum unscharfer Erstnachweis (Ende)
Schlagworte / Register Lexikographie; Onomastikon; Fachschriftstellerei; Medizin; Glossar; Lehrbuch; Terminologie
Paratext zu
Paratext? nein
Paratext zu
Überliefert in
Druck Camerarius, Commentarii utriusque linguae, 1551
Erstdruck in Camerarius, Commentarii utriusque linguae, 1551
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Sp. 1-499
Carmen
Gedicht? nein
Erwähnungen des Werkes und Einfluss von Fremdwerken
Wird erwähnt in
Folgende Handschriften und gedruckte Fremdwerke beeinflussten/bildeten die Grundlage für dieses Werk
Bearbeitungsstand
Überprüft am Original überprüft
Bearbeitungsstand korrigiert
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:JS
Gegengelesen von
Bearbeitungsdatum 4.02.2020
Opus Camerarii
Werksigle OC 0553
Zitation Διασκευή ὀνομαστική, partium corporis humani, bearbeitet von Jochen Schultheiß (04.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OC_0553
Name Joachim Camerarius I.


Sprache Latein
Werktitel Διασκευή ὀνομαστική, partium corporis humani
Kurzbeschreibung Ausführliches griechisch-lateinisches Glossar zu den menschlichen Körperteilen mit zahlreichen literarischen Belegstellen. Die Richtung verläuft vom oberen zum unteren Körperende. Gleichzeitig bewegt die Anordnung vom Äußeren zum Inneren.
Erstnachweis 1551
Bemerkungen zum Erstnachweis Datum des Erstdruckes


Schlagworte / Register Lexikographie; Onomastikon; Fachschriftstellerei; Medizin; Glossar; Lehrbuch; Terminologie
Paratext zu
Paratext? nein
Überliefert in
Druck Camerarius, Commentarii utriusque linguae, 1551
Carmen
Gedicht? nein
Erwähnungen des Werkes und Einfluss von Fremdwerken
Folgende Handschriften und gedruckte Fremdwerke beeinflussten/bildeten die Grundlage für dieses Werk
Bearbeitungsdatum 4.02.2020


Widmung und Entstehungskontext

Widmungsempfänger des Lexikons ist Wolfgang von Werthern, dem das Proömium zugeeignet ist. In dieser Vorrede wird Simon Grynäus als beständiger Ermunterer bei der Erstellung der zugrundeliegenden Anmerkungen zur Wendung bedeutungsvoller Wörter erwähnt. Den Zeitpunkt, an dem Camerarius beschließt, Anmerkungen zu einem Lexikon zu erstellen, erfasst der ermunternde Brief von Grynäus an Camerarius, der der Ausgabe als Paratext beigegeben ist. Da Grynäus zum Zeitpunkt des Druckes jedoch bereits zehn Jahre tot ist (gest. 01.08.1541), darf man auf einen entsprechend langen Entstehungszeitraum des Werkes schließen (Anm. 1).
Schließlich wurde jedoch klar, dass es dem Unternehmen noch an einem klaren Konzept fehlte: Die Anmerkungen seien weder vollständig noch zahlreich, weder klar abgetrennt noch geordnet, sondern aufs Geratewohl zusammengestellt worden. Für eine Edition sei aber ein Neuansatz nötig geworden. Er habe dann aus den Anmerkungen ein Exzerpt erstellt und dieses wiederum nach den Körperteilen angeordnet. Hierzu habe ihn Georg Sturtz ermuntert.
Die Gliederung der Lemmata, deren Prinzipien Camerarius im Proömium darlegt (B2r), sollte ursprünglich nach vier Überpunkten vorgehen: 1. οὐσία / natura; 2. δύναμις / potestas; 3. ἐνέργεια / effectio; 4. χρεῖα / actio. Die Verwirklichung dieses Planes haben jedoch äußere Umstände verhindert. Dann habe er sich nach Iulius Pollux gerichtet (Anm. 2).

Aufbau und Inhalt

Ausführliches griechisch-lateinisches Glossar zu den menschlichen Körperteilen mit zahlreichen literarischen Belegstellen. Zunächst werden die äußeren, dann die inneren Körperteile behandelt.

Anmerkungen

  • Anm. 1: Den Grund für diese Verzögerung macht Kößling 2000, S. 62f. in den mannigfachen dienstlichen Verpflichtungen, die Camerarius an der Leipziger Universität zu erfüllen hatte.
  • Anm. 2: Mit Julius Pollux ist Camerarius schon länger vertraut. Nach Auskunft von MBW – Regesten online, Nr. 246 habe Camerarius in Wittenberg Exzerpte aus diesem Autor erstellt, die er Melanchthon habe zusenden wollen.

Forschungsliteratur

  • GG 87.
  • Kößling 2000, S. 67f. (zum Aufbau, hier auch ein Vergleich mit dem "Onomastikon" des Iulius Pollux und zur Sprachvermittlung als Zielsetzung des Werkes).
  • Baier 2017, S. 79 (zum Bildungskonzept).