Camerarius, Θρῆνος μονῳδικὸς περὶ σταυρώσεως τοῦ σωτῆρος, 1552

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Opus Camerarii
Werksigle OC 0578
Zitation Θρῆνος μονῳδικὸς περὶ σταυρώσεως τοῦ σωτῆρος., bearbeitet von Jochen Schultheiß (04.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OC_0578
Name Joachim Camerarius I.
Status Verfasser
Sprache Griechisch
Werktitel Θρῆνος μονῳδικὸς περὶ σταυρώσεως τοῦ σωτῆρος.
Kurzbeschreibung Monodischer Klagegesang über die Kreuzigung Christi.
Erstnachweis 1552
Bemerkungen zum Erstnachweis Datum des Erstdruckes
Datum unscharfer Erstnachweis (Beginn)
Datum unscharfer Erstnachweis (Ende)
Schlagworte / Register Hymnus; Geistliche Dichtung; Christologie
Paratext zu
Paratext? nein
Paratext zu
Überliefert in
Druck Fabricius, De historia et meditatione mortis Christi, 1552
Erstdruck in Fabricius, De historia et meditatione mortis Christi, 1552
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 70-71
Carmen
Gedicht? ja
Incipit Οἴμοι δακρύων, οἴμοι στοναχῶν
Erwähnungen des Werkes und Einfluss von Fremdwerken
Wird erwähnt in
Folgende Handschriften und gedruckte Fremdwerke beeinflussten/bildeten die Grundlage für dieses Werk
Bearbeitungsstand
Überprüft am Original überprüft
Bearbeitungsstand korrigiert
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:JS
Gegengelesen von
Bearbeitungsdatum 4.02.2020
Opus Camerarii
Werksigle OC 0578
Zitation Θρῆνος μονῳδικὸς περὶ σταυρώσεως τοῦ σωτῆρος., bearbeitet von Jochen Schultheiß (04.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OC_0578
Name Joachim Camerarius I.


Sprache Griechisch
Werktitel Θρῆνος μονῳδικὸς περὶ σταυρώσεως τοῦ σωτῆρος.
Kurzbeschreibung Monodischer Klagegesang über die Kreuzigung Christi.
Erstnachweis 1552
Bemerkungen zum Erstnachweis Datum des Erstdruckes


Schlagworte / Register Hymnus; Geistliche Dichtung; Christologie
Paratext zu
Paratext? nein
Überliefert in
Druck Fabricius, De historia et meditatione mortis Christi, 1552
Carmen
Gedicht? ja
Incipit Οἴμοι δακρύων, οἴμοι στοναχῶν
Bearbeitungsdatum 4.02.2020


Widmung und Entstehungskontext

Zum möglichen Entstehungskontext siehe die Anmerkungen zum Druck.

Aufbau und Inhalt

Ein Gedicht, das in Sprecherhaltung und Inhalt in sehr starkem Maße das menschliche Subjekt herausstreicht. In der Tradition des antiken Trauerliedes beginnt der Hymnus mit wiederholten Klagerufen (οἴμοι, vv. 1-3) über das Leid, das dem Sprecher widerfährt. Das Gedicht ist in der Illusion der unmittelbaren Gegenwart zum Kreuzigungsgeschehens gehalten: Hierher (ἐνταῦθ') hätten sie den Sohn Gottes genagelt. Das Gedicht beschreibt den Gottessohn sowohl als transzendentes als auch als menschliches Wesen (λόγον ἀΐδιον, ἄνδρα ἀναμάρτητον πανάριστον, vv. 4-5). Der Sprecher äußert seine Bestürzung über das schreckliche Wagnis (vv. 6-7). Ob es sich hierbei um eine Intrige des Volkes handele, bei der das eigene Volk seinen König im Wahn dem Tod übergeben hat und dabei selbst den jämmerlichsten Tod erleide, oder ob sie es wagten, durch Unglauben einen schändlichen Dienst zu leisten (vv. 8-15), die Schuld an dem Mord am eingeborenen Sohn des allmächtigen Vaters trage der Sprecher selbst (εἰμι δέ αὐθέντης ἐγὼ, vv. 15-16). Das Schuldbekenntnis wird später nochmals ausdrucksstark wiederholt, wenn der Sprecher sagt, er habe Christus selbst gekreuzigt (ὅντ' ἐσταύρωσ' αὐτὸς ἐγώ, v. 27). Die Last der Vergehen (des Sünders) ruhe nun auf dem Gekreuzigten (vv. 19-20). Erneut bricht der Sprecher in Klage aus und fragt, wohin er nun fliehen, wo er sich verstecken solle (v. 21). Wäre er noch in der Lage sich vor dem Zorn Gottes zu schützen (vv. 22-23)? Könnte er sich dann noch zu Christus zurückziehen, gegen den er sich so sehr vergangen hat (vv. 24-27)? Christi Erbarmen sei für den Sprecher Schutzwehr gegen den gerechtfertigten Zorn Gottes (πρόβλημα δικαίας ὀργῆς, v. 29). Ebenso sei es die Liebe (ἀγάπη, v. 30) Christi, die sicheren Schutz biete. Der Sprecher vergleicht die Körperhaltung des Gekreuzigten mit der einer Person die eine andere mit offenen Armen empfängt, um sie zu umarmen (vv. 31-33). Unter Anspielung auf Matthäus 11, 28 weist der Sprecher darauf hin, dass Christus alle zu sich rufe, die mit Mühen beladen seien (vv. 34-36). Das befreiende und friedensstiftende Wirken der Gnade Christi wird beschrieben (vv. 36-44). Das Gedicht endet mit einer an Christus gewandten Bitte um das fortwährende Wirken seiner Gnade (vv. 45-47).