Camerarius, Ἐπιγράμματα Ἑλληνικὰ τῶν παλαιῶν ποιητῶν, 1538

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Opus Camerarii
Werksigle OC 0327
Zitation Ἐπιγράμματα Ἑλληνικὰ τῶν παλαιῶν ποιητῶν, και ἐπιτάφια, bearbeitet von Jochen Schultheiß (04.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OC_0327
Name Joachim Camerarius I.
Status Herausgeber
Herausgegebener Autor Angelo Poliziano; Jakob Micyllus; Kleobulos; Germain de Brie; Andreas Johannes Laskaris
Sprache Griechisch
Werktitel Ἐπιγράμματα Ἑλληνικὰ τῶν παλαιῶν ποιητῶν, και ἐπιτάφια
Kurzbeschreibung Edition von Epigrammen, die von der griechischen Archaik bis zur Gegenwart reichen. Herangezogen werden hierzu zahlreichen Autoren, in deren Texten Epigramme zitiert werden. Die Zusammenstellung soll als eine eigenständige und in der Textkonstitution sogar überlegene Leistung neben der von Janos Laskaris erstellten und von Aldus Manutius gedruckten Epigrammsammlung (Manutius, Florilegium diversorum epigrammatum, 1503), die die Gedichte der "Anthologia Planudea" umfasst.
Erstnachweis 1538
Bemerkungen zum Erstnachweis Datierung des Druckes
Datum unscharfer Erstnachweis (Beginn) 1538/06/18
Datum unscharfer Erstnachweis (Ende) 1538/12/31
Schlagworte / Register Epigramm; Rätselgedicht; Epitaphium; Epigrammsammlung; Edition; Anthologia Graeca; Gnomik
Paratext zu
Paratext? nein
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Überliefert in
Druck Camerarius, Ἐπιγράμματα, 1538
Erstdruck in Camerarius, Ἐπιγράμματα, 1538
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 6-99
Carmen
Gedicht? nein
Erwähnungen des Werkes und Einfluss von Fremdwerken
Wird erwähnt in
Folgende Handschriften und gedruckte Fremdwerke beeinflussten/bildeten die Grundlage für dieses Werk
Bearbeitungsstand
Überprüft am Original überprüft
Bearbeitungsstand korrigiert
Wiedervorlage nein
Bearbeiter Benutzer:JS
Gegengelesen von
Bearbeitungsdatum 4.02.2020
Opus Camerarii
Werksigle OC 0327
Zitation Ἐπιγράμματα Ἑλληνικὰ τῶν παλαιῶν ποιητῶν, και ἐπιτάφια, bearbeitet von Jochen Schultheiß (04.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OC_0327
Name Joachim Camerarius I.
Herausgegebener Autor Angelo Poliziano; Jakob Micyllus; Kleobulos; Germain de Brie; Andreas Johannes Laskaris
Sprache Griechisch
Werktitel Ἐπιγράμματα Ἑλληνικὰ τῶν παλαιῶν ποιητῶν, και ἐπιτάφια
Kurzbeschreibung Edition von Epigrammen, die von der griechischen Archaik bis zur Gegenwart reichen. Herangezogen werden hierzu zahlreichen Autoren, in deren Texten Epigramme zitiert werden. Die Zusammenstellung soll als eine eigenständige und in der Textkonstitution sogar überlegene Leistung neben der von Janos Laskaris erstellten und von Aldus Manutius gedruckten Epigrammsammlung (Manutius, Florilegium diversorum epigrammatum, 1503), die die Gedichte der "Anthologia Planudea" umfasst.
Erstnachweis 1538
Bemerkungen zum Erstnachweis Datierung des Druckes
Datum unscharfer Erstnachweis (Beginn) 1538/06/18
Datum unscharfer Erstnachweis (Ende) 1538/12/31
Schlagworte / Register Epigramm; Rätselgedicht; Epitaphium; Epigrammsammlung; Edition; Anthologia Graeca; Gnomik
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Überliefert in
Druck Camerarius, Ἐπιγράμματα, 1538
Carmen
Gedicht? nein
Erwähnungen des Werkes und Einfluss von Fremdwerken
Folgende Handschriften und gedruckte Fremdwerke beeinflussten/bildeten die Grundlage für dieses Werk
Bearbeitungsdatum 4.02.2020


Widmung und Entstehungskontext

Die Epigramm-Edition ist Hieronymus Baumgartner d.Ä. und Georg Römer gewidmet.

Aufbau und Inhalt

Camerarius geht im Widmungsbrief (Camerarius an Hieronymus Baumgartner und Georg Römer, 15.06.1536) auf die antike Entstehungsgeschichte der Epigrammsammlung ein: Man sage, einer der alten Geschichtsschreiber sei durch die griechischen Städte gegangen und habe die dort gefundenen Epigramme gesammelt, in einem einzigen Buch zusammengefasst und Lernbegierigen vorab erklärt, damit sie gelesen werden können.
Die Epigrammedition des Camerarius umfasst Gedichte von der griechischen Archaik bis zur Gegenwart des Herausgebers. Hierbei stützt er sich auf zahlreiche Autoren, in deren Texten Epigramme zitiert werden, sowie auf die im Widmungsbrief erwähnte Ausgabe des Aldus Manutius, die Gedichte der Anthologia Graeca umfasst (Manutius, Florilegium diversorum epigrammatum, 1503). Von dieser früheren Ausgabe weicht die Edition des Camerarius aber deutlich im Aufbau und bei der Auswahl der Gedichte ab. Camerarius beschränkt sich auch nicht auf Gedichte aus dieser Sammlung.
Die Sammlung wird in der Camerarius-Ausgabe folgendermaßen gegliedert:

  • S. 6-33: Χρησμοί - Orakelsprüche.
149 Epigramme.
  • S. 33-35: Στίχοι Σιβύλλας - Sibyllinische Verse.
1 Epigramm.
  • S. 35-38: Γρῖφοι Κλεοβούλου - Rätsel des Kleoboulos.
12 Epigramme.
  • S. 28-63: Ἐγκωμιαστικὰ καὶ σκωπτικὰ παροιμιακά τε καὶ γνωμικὰ καὶ ὅσα παιγνιώδη ἢ τοιουτότροπα - Enkomien, Spottgedichte, Sprichwörter, Gnomen, Scherzhaftes und Vergleichbares.
119 Epigramme.
  • S. 63-79: Ἀναθηματικὰ καὶ εἰς εἰκόνας - Weihepigramme und Inschriften für Bildwerke.
99 Epigramme.
  • S. 79-97: Ἐπιτάφια Θέωνι αὐλητῇ Ἡδύλου - Epitaphien des Hedylos für den Flötenspieler Theon.
87 Epigramme.
  • S. 97-98: Angelo Poliziano - Νεωτερικά Πολιτιάνου - Modernes von Poliziano.
4 Epigramme von Poliziano.
  • S. 99: Germanus Brixius - Γερμανοοῦ Βρηξίου τοῦ Κελτοῦ εἰς βίβλον παροιμιῶν Ἒράσμου - Von Germanus Brixius, dem Franzosen, auf Erasmus' "Buch der Sprichwörter".
2 Epigramme.
  • S. 99: Andreas Johannes Laskaris - Εἰς Σοφοκλέα Λασκάρεως - Auf Sophokles von Laskaris.
1 Epigramm.
  • S. 100-103: Jakob Micyllus - Ἰακόβου τοῦ Μικύλλου Ἀργεντορατέως ἐπιτάφια - Epitaphien des Jakob Micyllus aus Straßburg.
11 Epigramme.

Die Sammlung umfasst somit eine große Spannweite an Formen des Epigramms. So begegnen Epitaphien, Rätselgedichte, Orakelsprüche, Weihinschriften, Epitaphien und andere Formen.
Camerarius' Aussage im Widmungsbrief, dass es sich bei der Ausgabe um eine tiefgreifende Neugestaltung der bei Aldus Manutius herausgegebenen Epigrammsammlung handle, bestätigt sich. Bereits die Anordnung der Gedichte ist gänzlich verschieden. Findet sich in der Aldina (und bereits davor bei Laskaris) eine Gliederung nach inhaltlichen Themen (Εἰς θάλασσαν, Εἰς θάνατον, Εἰς θεούς, Εἰς ἰατρούς usw.), geht Camerarius philologisch vor und ordnet die Gedichte nach Epigrammgattungen.
In den Marginalien finden sich rudimentäre textkritische Anmerkungen (z.B. S. 12). Zu zahlreichen Epigrammen finden sich im hinteren Teil des Druckes lateinische Übersetzungen aus der Feder des Camerarius.

Forschungsliteratur