Camerarius, Ad Eberhartum a Thanna prooemium, 1542

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Opus Camerarii
Werksigle OC 0407
Zitation Ad Eberhartum a Thanna (...) Ioachimi Camerarii Pabergen(sis) in Prosopopeiam sequentem, prooemium, bearbeitet von Marion Gindhart (04.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OC_0407
Name Joachim Camerarius I.
Status Verfasser
Sprache Latein
Werktitel Ad Eberhartum a Thanna (...) Ioachimi Camerarii Pabergen(sis) in Prosopopeiam sequentem, prooemium
Kurzbeschreibung Das an Eberhard von der Tann gerichtete Proöm rekurriert – nach Reflexionen über die condicio humana – auf die aktuelle Bedrohung des Reiches durch die Türken. Camerarius gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass der äußere Feind zu einer Überwindung der Glaubensspaltung und zu einem schlagkräftigen Zusammenrücken der Stände führt. Sein literarischer Beitrag e scholis besteht in der folgenden, kriegsparänetischen Suasorie, der er Übersetzungen von zwei Gedichten des Tyrtaios beigibt.
Erstnachweis 1542/02/17
Bemerkungen zum Erstnachweis Das Titelblatt des Druckes gibt: Anno XLII. xiii. Cal. Martii
Datum unscharfer Erstnachweis (Beginn)
Datum unscharfer Erstnachweis (Ende)
Schlagworte / Register Prooemium; Kriegsparänese
Anlass Türkenkriege/Türkengefahr
Paratext zu
Paratext? ja
Paratext zu Camerarius, Oratio senatoria de bello Turcico (Druck), 1542
Überliefert in
Druck Camerarius, Oratio senatoria de bello Turcico (Druck), 1542
Erstdruck in Camerarius, Oratio senatoria de bello Turcico (Druck), 1542
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. A2r-A6r
Carmen
Gedicht? nein
Erwähnungen des Werkes und Einfluss von Fremdwerken
Wird erwähnt in
Folgende Handschriften und gedruckte Fremdwerke beeinflussten/bildeten die Grundlage für dieses Werk
Bearbeitungsstand
Überprüft am Original überprüft
Bearbeitungsstand korrigiert
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MG
Gegengelesen von
Bearbeitungsdatum 4.02.2020
Opus Camerarii
Werksigle OC 0407
Zitation Ad Eberhartum a Thanna (...) Ioachimi Camerarii Pabergen(sis) in Prosopopeiam sequentem, prooemium, bearbeitet von Marion Gindhart (04.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OC_0407
Name Joachim Camerarius I.


Sprache Latein
Werktitel Ad Eberhartum a Thanna (...) Ioachimi Camerarii Pabergen(sis) in Prosopopeiam sequentem, prooemium
Kurzbeschreibung Das an Eberhard von der Tann gerichtete Proöm rekurriert – nach Reflexionen über die condicio humana – auf die aktuelle Bedrohung des Reiches durch die Türken. Camerarius gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass der äußere Feind zu einer Überwindung der Glaubensspaltung und zu einem schlagkräftigen Zusammenrücken der Stände führt. Sein literarischer Beitrag e scholis besteht in der folgenden, kriegsparänetischen Suasorie, der er Übersetzungen von zwei Gedichten des Tyrtaios beigibt.
Erstnachweis 1542/02/17
Bemerkungen zum Erstnachweis Das Titelblatt des Druckes gibt: Anno XLII. xiii. Cal. Martii


Schlagworte / Register Prooemium; Kriegsparänese
Anlass Türkenkriege/Türkengefahr
Paratext zu
Paratext? ja
Paratext zu Camerarius, Oratio senatoria de bello Turcico (Druck), 1542
Überliefert in
Druck Camerarius, Oratio senatoria de bello Turcico (Druck), 1542
Carmen
Gedicht? nein
Bearbeitungsdatum 4.02.2020


Inhalt

In dem an seinen langjährigen Bekannten Eberhard von der Tann gerichteten Proömium zu seiner Türkenkrieg-Suasorie rekurriert Camerarius auf den Komödiendichter Alexis und dessen Kritik an menschlichen Schwächen, die im Kleinen, Alltäglichen gebrandmarkt werden. Es folgen die lat. Übersetzung eines Einzeldistichons auf die Einwohner von Elis, danach die lat. Übersetzung und Interpretation von 16 Versen des Alexis, die bei Athenaios überliefert sind, sowie Reflexionen über die condicio humana.
Der Blick richtet sich dann auf den gegenwärtigen prekären und gefährlichen Status des Reichs aufgrund der Türkengefahr (quis paulo cordatior non statuat optimum esse puero suo non diu lucem hanc aspicere, praesertim cum iam talis belli pericula impendeant (…), A3v). Camerarius hofft auf eine Überwindung der Glaubensspaltung, ein Zusammenrücken der Stände und eine Stärkung des Reichs durch die äußere Bedrohung. Dazu verfasse er scolastica forma eine an die Fürsten gerichtete Suasorie, in der er mittels Prosopopoiie bzw. Ethopoiie eine Rednerfigur (vor dem imaginierten Reichstag?) auftreten lässt (Traduxi autem rem ad scolasticam formam, neque enim non & in scolis de Rep(ublica) bene et utiliter disputari posse existimo, A4v).
Der Rede beigefügt habe er Gedichte des Tyrtaios in Übersetzung, die ihm als perfekte Paränesen für die gemeinsame Sache gelten (Quid enim fortius, quid vehementius ad excitandum ardorem quendam verae gloriae, quid ad animum labescentem erigendum magis apposite dici posset? A5r); im Übrigen sei auch Tyrtaios, den die Athener auf Weisung des Delphischen Orakels den Spartanern als Berater im Kampf gegen die Messenier geschickt hatten, (wie Camerarius) ein Schulmeister gewesen und habe gehumpelt.