Camerarius, Antonio Nigro epitaphium, 1558

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Opus Camerarii
Werksigle OC 0639
Zitation Antonio Nigro (...), archiatro urbis Brunonisvigensis (...), qui infirmitate corporis superante migravit ex hac vita (...), amico atque sodali suo veteri & carissimo. Ioachim(us) Camer(arius) Pabeperg(ensis) epitaphii h(oc) m(onumentum) f(ecit), bearbeitet von Marion Gindhart (03.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OC_0639
Name Joachim Camerarius I.
Status Verfasser
Sprache Latein
Werktitel Antonio Nigro (...), archiatro urbis Brunonisvigensis (...), qui infirmitate corporis superante migravit ex hac vita (...), amico atque sodali suo veteri & carissimo. Ioachim(us) Camer(arius) Pabeperg(ensis) epitaphii h(oc) m(onumentum) f(ecit)
Kurzbeschreibung Das Epitaphium gibt Stationen der Vita Nigers wieder, angefangen bei seiner Geburtsstadt Breslau über Erfurt, wo er der sodalitas um Hessus angehörte, und Italien bis Braunschweig, wo er seit 1537 als Stadtarzt wirkte. Seine Bildung, seine (gelehrten, poetischen, ärztlichen) Leistungen und sein grenzüberschreitender Ruhm werden gelobt. In einer abschließenden Apostrophe nimmt Camerarius als langjähriger Freund Abschied und verspricht, das Andenken an Niger immer wach zu halten.
Erstnachweis 1558
Bemerkungen zum Erstnachweis Niger verstarb bereits am 5. Juni 1555. Das Epitaphium ist also sicherlich älter als 1558 (Nachweis Erstdruck).
Datum unscharfer Erstnachweis (Beginn) 1558/01/01
Datum unscharfer Erstnachweis (Ende) 1558/12/31
Schlagworte / Register Epitaphium
Paratext zu
Paratext? ja
Paratext zu Niger, De tuenda valetudine, 1558
Überliefert in
Druck Niger, De tuenda valetudine, 1558
Erstdruck in Niger, De tuenda valetudine, 1558
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. F4r-F5r
Carmen
Gedicht? ja
Nachruf auf Antonius Niger
Incipit Fortunae variis adversae casibus actus
Erwähnungen des Werkes und Einfluss von Fremdwerken
Wird erwähnt in
Folgende Handschriften und gedruckte Fremdwerke beeinflussten/bildeten die Grundlage für dieses Werk
Bearbeitungsstand
Überprüft am Original überprüft
Bearbeitungsstand korrigiert
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MG
Gegengelesen von
Bearbeitungsdatum 3.02.2020
Opus Camerarii
Werksigle OC 0639
Zitation Antonio Nigro (...), archiatro urbis Brunonisvigensis (...), qui infirmitate corporis superante migravit ex hac vita (...), amico atque sodali suo veteri & carissimo. Ioachim(us) Camer(arius) Pabeperg(ensis) epitaphii h(oc) m(onumentum) f(ecit), bearbeitet von Marion Gindhart (03.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OC_0639
Name Joachim Camerarius I.


Sprache Latein
Werktitel Antonio Nigro (...), archiatro urbis Brunonisvigensis (...), qui infirmitate corporis superante migravit ex hac vita (...), amico atque sodali suo veteri & carissimo. Ioachim(us) Camer(arius) Pabeperg(ensis) epitaphii h(oc) m(onumentum) f(ecit)
Kurzbeschreibung Das Epitaphium gibt Stationen der Vita Nigers wieder, angefangen bei seiner Geburtsstadt Breslau über Erfurt, wo er der sodalitas um Hessus angehörte, und Italien bis Braunschweig, wo er seit 1537 als Stadtarzt wirkte. Seine Bildung, seine (gelehrten, poetischen, ärztlichen) Leistungen und sein grenzüberschreitender Ruhm werden gelobt. In einer abschließenden Apostrophe nimmt Camerarius als langjähriger Freund Abschied und verspricht, das Andenken an Niger immer wach zu halten.
Erstnachweis 1558
Bemerkungen zum Erstnachweis Niger verstarb bereits am 5. Juni 1555. Das Epitaphium ist also sicherlich älter als 1558 (Nachweis Erstdruck).
Datum unscharfer Erstnachweis (Beginn) 1558/01/01
Datum unscharfer Erstnachweis (Ende) 1558/12/31
Schlagworte / Register Epitaphium
Paratext zu
Paratext? ja
Paratext zu Niger, De tuenda valetudine, 1558
Überliefert in
Druck Niger, De tuenda valetudine, 1558
Carmen
Gedicht? ja
Nachruf auf Antonius Niger
Incipit Fortunae variis adversae casibus actus
Bearbeitungsdatum 3.02.2020


Aufbau und Inhalt

Die Grabinschrift nennt den Verstorbenen Niger und sein Grab, das ihn nach verschiedenen Widrigkeiten des Schicksals aufgenommen hat. Es folgt ein Lob seiner Geburtsstadt Breslau mit einem kurzen Elogium auf Johannes Metzler, der (1538) dort verstorben war. Als erste Wirkungsstätte Nigers wird Erfurt genannt (Niger war u.a. Mitglied der Sodalitas um Hessus), wo sein weiteres Fortkommen durch den Neid bestimmter Leute verhindert wurde (der Magistergrad wurde ihm verweigert), was ihn aber nicht beirrte. Er war an vielen gelehrten Stätten innerhalb und außerhalb Deutschlands tätig. In Italien etwa erwarb er profunde Bildung, einen hervorragenden Ruf und Titel (er promovierte zum Doktor der Medizin in Padua). Er wurde auch gekrönter Dichter (so vv. 23f.). Viele Städte warben um ihn, doch nur Braunschweig konnte ihn gewinnen, wo er als Stadtarzt tätig war, aber auch monita salubria (v. 31) in Buchform gab und zudem anderweitig den Ruhm Braunschweigs mehrte. Auch in weiter Ferne hat Niger einen hervorragenden Ruf und wird diesen für immer behalten. Deswegen müsse der Anfang des Gedichtes geändert werden: Das Grab bedeckt Niger nicht, da sein Ruf auf Erden weiterlebt und seine Seele bei Christus Ruhe gefunden hat. Niger, der nun wohlverdient die vita beata im Himmel erlangt habe, wird im Folgenden apostrophiert: Camerarius nimmt als langjähriger Freund und Sodale Abschied und gelobt, das Andenken an ihn immer wach zu halten.

Forschungsliteratur

Zur Vita und zu den Werken Nigers sowie seinem Verhältnis zu Camerarius vgl. Bauch 1882.

Anmerkungen

Camerarius verfasste auch ein griechisches Epitaph auf Niger, das im "Consilium de tuenda valetudine" (Ausg. 1558) auf die lateinische Version folgt.