Camerarius, In Pharsaliam προλεγόμενα, 1589

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Opus Camerarii
Werksigle OC 0936
Zitation In M. Annaei Lucani Pharsaliam Ioach(imi) Camerarii προλεγόμενα διδασκαλικά, bearbeitet von Moritz Stock (03.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OC_0936
Name Joachim Camerarius I.
Status Verfasser Kommentator
Kommentierter Autor Lucan; Seneca
Sprache Latein
Werktitel In M. Annaei Lucani Pharsaliam Ioach(imi) Camerarii προλεγόμενα διδασκαλικά
Kurzbeschreibung Einleitende Worte zum ersten Buch der „Pharsalia“ Lucans mit Überlegungen über die Bedeutung von Dichtung. Im Zuge der Reflexionen über Form des Werkes und den Stil Lucans geht Camerarius auch auf den Stil Senecas ein. Mit einigen kommentierenden Anmerkungen zu Lucan (bis V. 450) endet das Werk.
Erstnachweis 1589
Bemerkungen zum Erstnachweis
Datum unscharfer Erstnachweis (Beginn)
Datum unscharfer Erstnachweis (Ende)
Schlagworte / Register Geschichtsbild; Kommentar; Philosophie; Seneca
Paratext zu
Paratext? nein
Paratext zu
Überliefert in
Druck Lucan, Pharsalia, 1589
Erstdruck in
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck
Carmen
Gedicht? nein
Erwähnungen des Werkes und Einfluss von Fremdwerken
Wird erwähnt in
Folgende Handschriften und gedruckte Fremdwerke beeinflussten/bildeten die Grundlage für dieses Werk
Bearbeitungsstand
Überprüft am Original überprüft
Bearbeitungsstand korrigiert
Wiedervorlage nein
Bearbeiter Benutzer:MS
Gegengelesen von
Bearbeitungsdatum 3.02.2020
Opus Camerarii
Werksigle OC 0936
Zitation In M. Annaei Lucani Pharsaliam Ioach(imi) Camerarii προλεγόμενα διδασκαλικά, bearbeitet von Moritz Stock (03.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OC_0936
Name Joachim Camerarius I.


Kommentierter Autor Lucan; Seneca
Sprache Latein
Werktitel In M. Annaei Lucani Pharsaliam Ioach(imi) Camerarii προλεγόμενα διδασκαλικά
Kurzbeschreibung Einleitende Worte zum ersten Buch der „Pharsalia“ Lucans mit Überlegungen über die Bedeutung von Dichtung. Im Zuge der Reflexionen über Form des Werkes und den Stil Lucans geht Camerarius auch auf den Stil Senecas ein. Mit einigen kommentierenden Anmerkungen zu Lucan (bis V. 450) endet das Werk.
Erstnachweis 1589


Schlagworte / Register Geschichtsbild; Kommentar; Philosophie; Seneca
Paratext zu
Paratext? nein
Überliefert in
Druck Lucan, Pharsalia, 1589
Carmen
Gedicht? nein
Bearbeitungsdatum 3.02.2020


Inhalt

  • 359-362, Einführung: Camerarius reflektiert die Bedeutung von Dichtung, die er auf einer Stufe mit der Philosophie sieht. Was von Kommentatoren gewöhnlich über gelehrte und wissenschaftliche Werke (de … sapientiae et literarum monumentis, 360) gesagt würde, könne man auch im ersten Buch der Pharsalia ausmachen. Denn die Dichtung habe dieselben Eigenschaften wie die Philosophie (diese seien nach Cicero: causarum cognitio, morum doctrina und iudicii atque sermonis ratio atque copia, 358) und würde daher verdient genus divinum genannt (360). Camerarius geht auch auf den, nicht zuletzt von Aristoteles gemachten Vorwurf, dass Dichter Lügner seien (πολλοὶ ψεύδονται ἀοιδοί, 361; Aristot. Met. 1,2 983a3) ein und verwirft ihn. Der Umkehrschluss, dass Dichter die Wahrheit schrieben, sei aber ebenso falsch. Dichter schrieben Erdachtes, Märchenhaftes, Scheinbares und Witziges (fictum, fabulosum, simulatum, ioculare, 361).
  • 362-364, consilium autoris: Lucan habe die Geschichte des Untergangs der Republik (historiam eversae reipub., 362) darstellen wollen und den Römern perspecto … conversionis eventu (362) zeigen wollen, wodurch große Reiche gewöhnlich zu Grunde gehen (quid et labefacere, et convellere magna et firma imperia possit ac soleat, 363). Das Werk erfülle damit einen gänzlich historischen Zweck (plane … historicus quidam finis, 363).
  • 364-371, argumentum, forma, autor, stylus: Sehr kurz umreißt Camerarius den Inhalt und stellt fest, dass das Werk nicht vollendet oder nicht vollständig überliefert wurde (364f.). Er ordnet das Werk einer Gattung zu und benennt das Versmaß (365). Nach einer kurzen Vita (365f.) analysiert er Lucans Stil (366f.). Dieser sei typisch für seine Zeit und auch bei Seneca zu finden (Qualem [sc. orationem] Senecae esse videmus, 367), was Camerarius dazu bewegt, einige Sentenzen aus Seneca-Tragödien anzuführen (vgl. Anm.) und inhaltlich wie stilistisch zu erläutern (367-370). Auf Lucans Stil werde er suis locis eingehen (370f.).
  • 371-385, Kommentar zum ersten Buch (bis V. 450): Camerarius erläutert ausgewählte Verse inhaltlich bzw. lexikalisch. Mit Vers 394f. (cohortes euocat et Romam petit [sc. Caesar]) folgen überwiegend topographische Angaben (bis ca. V. 450) zum Katalog von Caesars Truppen (384f.).

Überlieferung

Die genaue Überlieferung ist nicht bekannt. Eine Notiz (wohl vom Herausgeber Gregor Bersman) an den Leser (Bl. )*(4r) informiert darüber, dass bei der Edition des Textes auch Anmerkungen von Camerarius herangezogen wurden, die zum einen von Ludwig Camerarius und zum anderen von der Universität Leipzig zur Verfügung gestellt wurden. Die προλεγόμενα dürften bei den von Ludwig übermittelten Notizen dabei gewesen sein.

Anmerkungen

Die Erklärungen mehrerer der Seneca-Zitate (367ff.) stammen wahrscheinlich aus Camerarius‘ unveröffentlichten Kommentaren zu den Tragödien “Hercules furens“ (V. 426 und V. 463) und “Troerinnen“ (V. 294).