Camerarius an Amantius, 09.09.1535

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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 Briefdatum
Camerarius an Amantius, 06.1536Juni 1536 JL
Amantius an Camerarius, 12.12.154212 Dezember 1542 JL
Camerarius an Amantius, 11.10.155311 Oktober 1553 JL
Werksigle OCEp 0144
Zitation Camerarius an Amantius, 09.09.1535, bearbeitet von Manuel Huth und Michael Pöschmann (23.10.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0144
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. Y4r/v
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Bartholomäus Amantius
Datum 1535/09/09
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort Tübingen
Gedicht? ja
Incipit Docte fori et legum sanciti Iuris Amanti
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefgedicht
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:HIWI4
Gegengelesen von Benutzer:MH; Benutzer:US
Datumsstempel 23.10.2019
Werksigle OCEp 0144
Zitation Camerarius an Amantius, 09.09.1535, bearbeitet von Manuel Huth und Michael Pöschmann (23.10.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0144
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. Y4r/v
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Bartholomäus Amantius
Datum 1535/09/09
Datum gesichert? ja
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort Tübingen
Gedicht? ja
Incipit Docte fori et legum sanciti Iuris Amanti
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefgedicht
Datumsstempel 23.10.2019


Zielort ermittelt.

Regest

Briefgedicht in 17 Distichen.

Wenn Amantius wieder gesund sei, so sei dies für Camerarius die größte Freude. Drohte aber eine Krankheit, so gäbe es für ihn nichts Bedrückenderes. Gleichwohl erinnere er sich, dass er Amantius gestern bei einer Rede des (ebenfalls im Vokativ angesprochenen) Johannes Sichard gesehen habe. Camerarius hoffe, es gehe Amantius besser als noch vor kurzem, da es ihm schon große Mühe machte, allein aus dem Bett aufzustehen. Wenn Camerarius also diese angenehme Hoffnung nicht täusche, werde all seine Trübsal von Freude abgelöst, und er zögere nicht, Amantius mit seinen Angelegenheiten zu betrauen und seine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wozu bedürfe es also der Worte? Die Angelegenheiten, die Camerarius auf so erbämliche Weise plagten, seien Amantius bekannt (unklar). Hoffentlich werde die Entscheidung von Amantius‘ Kollegium (consilii decisio vestri) für Camerarius vorteilhaft ausfallen. Dies zu besorgen wolle er Amantius zwar nicht bitten, doch möge dieser so handeln, dass er von sich selbst eine genauso hohe Meinung habe wie Camerarius. Camerarius bitte um nichts, was man ihm nach dem bereits Zugestandenen (post concessa; unklar) verweigern könne. Es gebe keinen Grund mehr, noch irgendeine Furcht zu hegen. Sollte dennoch etwas im Wege stehen, werde Amantius es sicher durch den Eifer seiner Studien beseitigen. Es sei ja bereits alles dargelegt und klar formuliert worden. Man dürfe es daher nicht aufschieben.

Außerdem möge Amantius ihm die Prozessreden Ciceros schicken. Die Kommentare des Asconius (Pedianus) wolle Camerarius genauer untersuchen. Amantius habe diese sicherlich in seiner gewaltigen Bibliothek.

Probleme beim Transport der Habseligkeiten (in die neue Heimat Tübingen).

(Michael Pöschmann / Manuel Huth)