Camerarius an Baumgartner d.Ä., 02.04.1547

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0633
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 02.04.1547, bearbeitet von Manuel Huth (17.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0633
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 230
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1547/04/02
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 4. Non. April.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Würzburg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Post trimestre ex quo Lipsiam reliquimus
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Reise); Politische Neuigkeiten
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 17.12.2019
Werksigle OCEp 0633
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 02.04.1547, bearbeitet von Manuel Huth (17.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0633
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 230
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1547/04/02
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 4. Non. April.
Sprache Latein
Entstehungsort Würzburg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Post trimestre ex quo Lipsiam reliquimus
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Biographisches (Reise); Politische Neuigkeiten
Datumsstempel 17.12.2019


Zielort mutmaßlich.

Hinweise zur Datierung

Datum gesichert (Flucht aus Leipzig).

Regest

Nachdem Camerarius vor drei Monaten Leipzig verlassen hatte, seien er und seine Familie endlich wohlbehalten am 31.3. hier (in Würzburg) angekommen. Bei seiner Irrfahrt (s. Anm.) hätten ihn seine Freunde unterstützt, und nun habe Daniel Stiebar ihn äußerst freundlich und wohlwollend bei sich aufgenommen. Was er nun tun solle, wisse er nicht. Baumgartner wisse ja, wie aufrichtig und redlich Stiebar sei. Er habe Camerarius jedenfalls enthusiastisch willkommen geheißen, als er einen Tag nach Camerarius' Ankunft (nach Würzburg) zurückgekehrt war. Er halte Camerarius so freundlich bei sich zuhause fest, dass es ganz den Anschein habe, dass er Camerarius nicht einfach so gehen lassen wolle. Camerarius wolle aber hier trotzdem nicht bleiben, wenn es nicht notwendig sei, was sich aber erst später zeigen werde. Deswegen mache er keine festen Pläne, sondern überlasse alles Gott.

Camerarius habe in Erfurt gehört, dass Truppen in und um (Nürnberg) gesammelt würden. Camerarius hoffe, dass der Sturm (des Krieges) abgeklungen sei. Allerdings fürchte er, dass irgendwie ein neuer Sturm kommen werde. Aber dies wolle er Gott überlassen.

Grüße von Stiebar. Grüße von der Familie des Camerarius an Baumgartner und seine Familie. Camerarius mache sich Sorgen (um Philipp Melanchthon). Je länger er von ihm getrennt sei, desto mehr ängstige er sich um ihn.

Sonst habe er nichts zu schreiben. Aber er habe die Gelegenheit, einen Brief zu schreiben, nicht ungenutzt verstreichen lassen wollen.

Er bete für Baumgartner und seine Familie. Baumgartner möge ihm gegenüber weiterhin wohlwollend sein. Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

  • "Bei seiner Irrfahrt": Camerarius meint damit die Flucht seiner Familie wegen der Belagerung Leipzigs.

= Literatur und weiterführende Links