Camerarius an Baumgartner d.Ä., 05.03.1548

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0638
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 05.03.1548, bearbeitet von Manuel Huth (02.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0638
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 235
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1548/03/05
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum 3. Non. Martii
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Περὶ ὕδατος μὲν
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Reise)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen also jenen dritten Versuch dem Schicksal überlassen, Platonzitat danach weggelassen (vgl. Charmides Platon 167 a 9)
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 2.03.2020
Werksigle OCEp 0638
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 05.03.1548, bearbeitet von Manuel Huth (02.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0638
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 235
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1548/03/05
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum 3. Non. Martii
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Περὶ ὕδατος μὲν
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Biographisches (Reise)
Datumsstempel 2.03.2020


Entstehungs- und Zielort ermittelt.

Hinweise zur Datierung

Datum gesichert (Pläne zur Heimführung der Familie nach Leipzig; vgl. Camerarius an Melanchthon, 15.03.1548 (=MBW, Nr. 5086)).

Regest

(Unklare Anspielungen:) Camerarius habe sich darüber gewundert, dass diese Art (von Leuten?) das Wasser zu wenig nutze, hinsichtlich des Salzes dagegen weniger. Denn sie seien ihm immer "ungesalzen" (insulsi) erschienen. Aber wenn schon über solche Nichtigkeiten Streit ausbreche, was solle man dann bei anderen Dingen erwarten? Aber dies wolle er Gott überlassen.

Neulich habe er Baumgartner einen Brief geschrieben und darin dessen Nachbarn und Landsmann (unbekannt) erwähnt. Camerarius kenne sein Schicksal nicht. Ihm scheine jedenfalls etwas Ähnliches widerfahren zu sein, wie es bei Martial heiße: Geist müsse ein Buch haben, wenn es leben wolle. Camerarius glaube, dass man noch geistreicher sein müsse, um eine so große Erwartung zu erfüllen und solchen Erfolg zu haben. Man werde also jenen dritten Versuch dem Schicksal überlassen. Es sei ein junger Mann mit guten Anlagen. Aber dazu ein andermal.

Hier (in Leipzig) sei die Lage zurzeit noch so, dass er die Universität nicht vernunftgemäß verlassen könne. Er sehe sich also auch gezwungen, seine Familie zu sich zurückzurufen. Camerarius habe deswegen seiner Frau (Anna) geschrieben, damit sie mit Baumgartner über das Haus spreche, das man ihnen bis jetzt zur Bewohnung überlassen habe. Falls möglich, wolle Camerarius das Haus gern weiterhin nutzen, aber zu einem Preis, der angemessen sei (s. Anm.). Man werde sicherlich ehrbare Menschen finden, die den unteren Teil des Hauses bewohnten, so dass man seinen Besitz im oberen Teil unterbringen könne, ohne dass dieser Teil vermietet werde.

Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

  • "zu einem Preis, der angemessen sei": Vermutlich hatte er bisher - als Kriegsflüchtling - einen Sonderpreis bekommmen.