Camerarius an Baumgartner d.Ä., 14.09.1558

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0691
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 14.09.1558, bearbeitet von Manuel Huth (18.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0691
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 281-282
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1558/09/14
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Scio tibi adversa nostra dolori esse
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Medizin; Biographisches (Krankheit); Biographisches (Familie)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 18.11.2019
Werksigle OCEp 0691
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 14.09.1558, bearbeitet von Manuel Huth (18.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0691
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 281-282
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1558/09/14
Datum gesichert? ja
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Scio tibi adversa nostra dolori esse
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Medizin; Biographisches (Krankheit); Biographisches (Familie)
Datumsstempel 18.11.2019


Entstehungs- und Zielort mutmaßlich.

Hinweise zur Datierung

Datum plausibel (aufgrund der Erwähnung der Krankheit von Anna Camerarius II., die wenige Tage nach der Abfassung dieses Briefes, am 16.09. verstarb).

Regest

Camerarius wisse, dass Baumgartner Mitleid mit ihm empfinde wegen seiner Probleme und sich bewusst sei, wie sehr Camerarius unter den Unglücksfällen leide. Er bete zu Gott.

Camerarius' Frau (Anna) leide an einer gefährlichen Krankheit, wobei die Anfälle bald recht erschreckend, bald nur von Fieber begleitet (aestuantes?) seien, wobei sie in einem festen Rhytmus von vier Tagen wiederkehrten, während ihr in den Tagen dazwischen Schwäche und Appetitlosigkeit (fastidium?) heftig zusetzten. Es kämen Magen- und Kopfschmerzen hinzu. Bisher habe man ihr keine Medikamente verabreicht, mit Ausnahme eines Tränkchen mit Sennesblättern. Sie habe Flüssigkeit im Magen und den Hypochondrien. Wenn es ihre Kräfte zuließen, wolle man jetzt, wenn das Äquinoktium vorbei sei, einen Heilungsversuch unternehmen.

Nachdem es zuerst nur wenig Hoffnung gab, dass Magdalena Camerarius überleben würde, hätten sie zwischenzeitlich Hoffnung geschöpft, dass sie wieder gesund würde, doch gestern sei sie wieder von der Ruhr (tormina) befallen worden. Heute habe Camerarius sie noch nicht gesehen, denn seit einigen Tagen leide er an einer beständigen Mattigkeit, nachts werde er oft von Fieber gequält, sein Magen sei gereizt und seine Kehle sehr trocken.

Camerarius' andere Tochter Anna leide an einem gefährlichen Viertagefieber (febris quartana), an dem sie bereits einige Zeit gelitten hatte, als zusätzlich noch die Ruhr (dysenteria) hinzukam. An derselben Krankheit sei seine ältere Enkelin (neptis; vielleicht Maria Rüdinger) am 5. September erlegen. Trauer.

Hoffentlich gehe es Baumgartner und seiner Familie gut. Segenswunsch. Lebewohl.

(Manuel Huth)