Camerarius an Baumgartner d.Ä., 19.03.1542

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0614
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 19.03.1542, bearbeitet von Manuel Huth (03.05.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0614
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 209-210
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1542/03/19
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum 14. Cal. April. 42
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Summa voluptate affecerunt me litterae tuae
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Universitätswesen); Reichstag 1542 (Speyer)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen MH an mich selbst: evtl. wichtig für Dissertation (persona)
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 3.05.2020
Werksigle OCEp 0614
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 19.03.1542, bearbeitet von Manuel Huth (03.05.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0614
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 209-210
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1542/03/19
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum 14. Cal. April. 42
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Summa voluptate affecerunt me litterae tuae
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Biographisches (Universitätswesen); Reichstag 1542 (Speyer)
Datumsstempel 3.05.2020


Entstehungs- und Zielort ermittelt.

Regest

Freude über den letzten Brief Baumgartners.

Camerarius hoffe, dass sich N. (Identität unklar) beeile, weil Baumgartner geschrieben hatte, er sei (durch Nürnberg) gereist. Es sei nämlich ein Zeichen dafür, dass er zu einer für Deutschland heilsamen Beratung eile, was Baumgartner allerdings Angst mache, wie Camerarius gesehen habe. Baumgartner habe nämlich geschrieben: "Wenn er aber will, dass sie verloren sind..." Dies habe Camerarius sehr beunruhigt. Auch wenn diese Aussage die eines großen, entschlossenen und frommen Menschen sei, so erschreckten Camerarius doch die Vorhersagen. Er sehe nämlich, dass redliche Menschen nichts Gutes über diese Verhandlungen (= den Reichstag) voraussagten. Camerarius habe zu diesem Thema auch selbst einiges in diesen Tagen unbedacht zu Papier gebracht, so als ob jemand auf dem Reichstag (in senatu imperii) seine Meinung kundtue (= Oratio senatoria de bello Turcico). Aber für die Erörterung dieser Dinge sei (Rede-)Freiheit und ein entsprechender Rang nötig. Beides habe die persona des Camerarius nicht. Sobald Camerarius die Blätter gesammelt und abgeschrieben habe, werde er sie vielleicht publizieren. Aber Camerarius und Baumgartner kämpften einen sehr ungleichen Kampf mit Worten, da der Feind mit Eisen und Feuer gegen sie losschreite. Sie sollten sich mit Gebeten schützen.

Der Zustand der Universität (Leipzig) sei nicht sonderlich gut. Camerarius und die Seinen seien aber mit der gegenwärtigen Situation zufrieden. Die Stadt (Leipzig) sei ungeheuer prachtvoll, aber das sei nichts für sie.

Wortreiche Zeitklage.

Lebewohl.

Baumgartner möge sich erkundigen und Camerarius mitteilen, ob der königliche secretarius Adam Karl, mit König Ferdinand nach Speyer gereist sei.

(Manuel Huth)