Camerarius an Baumgartner d.Ä., 20.02.1539

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
Wechseln zu: Navigation, Suche



Chronologisch vorhergehende Briefe
Briefe mit demselben Datum
Chronologisch folgende Briefe
 Briefdatum
Camerarius an Baumgartner d.Ä., 13.12.154013 Dezember 1540 JL
Camerarius an Baumgartner d.Ä., 12.10.154012 Oktober 1540 JL
Camerarius an Baumgartner d.Ä., 20.03.154020 März 1540 JL
 Briefdatum
Camerarius an Baumgartner d.Ä., 20.02.153920 Februar 1541 JL
 Briefdatum
Camerarius an Baumgartner d.Ä., 01.05.15411 Mai 1541 JL
Camerarius an Baumgartner d.Ä., 29.11.154129 November 1541 JL
Camerarius an Baumgartner d.Ä., 19.03.154219 März 1542 JL
Werksigle OCEp 0610
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 20.02.1539, bearbeitet von Manuel Huth und Vinzenz Gottlieb (03.02.2023), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0610
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 204-205
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum im Druck 10. Cal. Martii 39
Unscharfes Datum Beginn 1541/02/20
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Cum proficisceretur istuc familiaris noster M. Paulus
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Politische Neuigkeiten; Reichstag 1541 (Regensburg)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen MH: Konnte nicht bestätigen, dass karl v. 1539 in Nürnberg war.

Ich finde auch kein Itinerar Karls nach dem Jahr 1531, US

VG: TW ist für 1541. Das deckt sich auch mit dem Welser-Jungen, der erst 1540 in TÜ imm. wurde.

Zu Jakob Welser vgl. Peter Fleischmann: Rat und Patriziat in Nürnberg. Die Herrschaft der Ratsgeschlechter vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Band 2: Ratsherren und Ratsgeschlechter. Die Seite muss noch ermittelt werden.

Auffällig ist, dass mit C.' Amtsantritt in TÜ die Immatrikulationszahlen explodieren. Vor allem sind es viele Nürnberger: da hat er sicher seinen Anteil daran.

Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:VG
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 3.02.2023
Werksigle OCEp 0610
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 20.02.1539, bearbeitet von Manuel Huth und Vinzenz Gottlieb (03.02.2023), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0610
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 204-205
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum im Druck 10. Cal. Martii 39
Unscharfes Datum Beginn 1541/02/20
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Cum proficisceretur istuc familiaris noster M. Paulus
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Politische Neuigkeiten; Reichstag 1541 (Regensburg)
Datumsstempel 3.02.2023


Entstehungs- und Zielort mutmaßlich.

Regest

Da M. Paulus (Unbekannt), ein Bekannter des Camerarius, (nach Nürnberg) reiste, habe es Camerarius nicht unterlassen können, einen Brief an Baumgartner zu schicken. Vermutlich habe Baumgartner nun ein wenig mehr Zeit als vor einigen Tagen, als die ganze Stadt (Nürnberg) aufgeregt war wegen der Ankunft Kaiser (Karls V.). Wie es heiße, sei er mit großem Prunk empfangen worden. Aber wenn der Kaiser nun abgereist sei, wie einige glaubten, seien mit ihm auch die Probleme gegangen. Sollte er aber noch (in Nürnberg) sein, wie andere glaubten, die auch vermuteten, es solle irgendeine Versammlung bei B. (s. Anm.) abgehalten werden, dann sei jetzt alles zumindest etwas ruhiger als am Anfang.

Was C. selbst betreffe, so ertrage er alles mit möglichst stoischer Haltung. Sorgen mache ihm aber die Erkrankung des Welser-Jungen (s. Anm.), der an gewissen Koliken leide.

Paulus habe Camerarius gebeten, ihn Baumgartner zu empfehlen und um Unterstützung gegenüber dessen Verwandter, der Witwe Schnöd (unbekannt), zu bitten. Paulus habe nämlich lange Zeit ihre Kinder (s. Anm.) (als Erzieher) um sich gehabt und gefördert. Nun wolle er in gutem Einverständnis entlassen werden. Paulus sei überzeugt, dass Baumgartners Ansehen einiges Gewicht bei ihr haben werde. Empfehlung von Paulus.

Lebewohl und Bitte um Nachrichten bezüglich der Versammlung. Grüße an ihren gemeinsamen Freund Erasmus (Ebner?).

(Manuel Huth)

Anmerkung

  • "irgendeine Versammlung": Es handelt sich wohl nicht um den Reichstag, da B. nicht dort war, vgl. MBW 2637.
  • "Welser-Junge": Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Angehörigen des Nürnberger Zweigs dieser Familie. In der Tübinger Matrikel ist nur ein einziger Nürnberger Welser eingetragen ([1] S. 303), nämlich Jakob W., immatrikuliert am 13.10.1540. Er ist wohl mit Jakob III. Welser (1529-1591) zu identifizieren.
  • Kinder der Witwe Schnöd: an der Universität (Tübingen) immatrikulierten sich am 7.10.1535 ([2] S. 280) ein Hieronymus und ein Ludovicus Schnöd aus Nürnberg. Am selben Tag schrieben sich auch Hieronimus Hoffmann, Johannes Aichhorn (Johann Eichorn d.Ä.?), Christopherus Koler, Albert Römer und Leonhard Grundherr (alle aus Nürnberg) ein. Die meisten von ihnen waren zu jung, um allein in der Fremde zu studieren. Es ist daher anzunehmen, dass sie nicht unbegleitet dorthin gingen. Neben weiteren Nürnbergern, die sich schon Ende September immatrikuliert hatten, findet sich auch Dr. Paulus Constantinus Phrygio. Möglicherweise übernahm er die Fürsorge für einige der Studenten.

Anmerkungen zur Datierung

  • Kaiser Karl V. war 1539 nicht in Nürnberg, wohl aber 1541, auf dem Weg zum Regensburger Reichstag.
  • laut MBW 2636 kam der Kaiser auf dem Weg nach Regensburg (dort Ankunft am 23.2.) durch Nürnberg. Eine dort errichtete Ehrenpforte [3] wird auf den 16.2. datiert. Die Formulierung im Brief lässt die Möglichkeit offen, dass der Brief einige Tage später entstanden ist.