Camerarius an Baumgartner d.Ä., 20.09.1560

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
Wechseln zu: Navigation, Suche


Werksigle OCEp 0705
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 20.09.1560, bearbeitet von Manuel Huth (13.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0705
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 293-294
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1560/09/20
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 12. Calend. Octobr.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Magna solicitudine afficior
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 13.11.2019
Werksigle OCEp 0705
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 20.09.1560, bearbeitet von Manuel Huth (13.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0705
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 293-294
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1560/09/20
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 12. Calend. Octobr.
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Magna solicitudine afficior
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 13.11.2019


Zielort ermittelt.

Hinweise zur Datierung

Die Datierung ist unsicher und hängt davon ab, wann in Nürnberg die Pest herrshte.

Regest

Sorgen wegen Gerüchten über eine gewaltige Pestwelle (in Nürnberg). Anbei ein Rezept (vielleicht für Theriak) von (Caspar) Peucer, das Baumgartner einem Arzt zeigen könne. Aber es gebe ja ein wirksameres Heilmittel, nämlich das Gebet zu Gott.

Camerarius könne sich kaum vorstellen, wie der unerwartete Tod Cressinas (unbekannt) seiner Frau (Anna) zugesetzt haben müsse. Aber ihr Ableben werden andere sicherlich mehr betrauern, die nun auf ihre finanzielle Unterstützung verzichten müssten. Seine Frau halte sich immer noch in der Heimat des Camerarius (Bamberg) auf, gemeinsam mit seinem Sohn (s. Anm.) und gehe dort Geschäften nach, allerdings wenig erfolgreich. Camerarius habe zwar auch viele andere Sorgen, aber am Schlimmsten sei für ihn, dass sein Sohn gleich am Anfang (in primo spacio?) von seinem Studium abgehalten werde. Aber ihr familiäres Vermögen (in Bamberg) könne nicht vernachlässigt werden, zumal anderswoher keine Hilfe komme. Camerarius wisse, dass seine Frau (nach Leipzig) zurückkehren wolle, und auch er wolle das. Man könne dieses Ärgernis nur verwünschen. Alles Weitere müsse man Gott überlassen, dem er das Wohl Baumgartners und seiner Familie anvertraue.

Lebewohl. Baumgartner möge schreiben, wenn Camerarius ihn irgendwie unterstützen könne.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

  • "gemeinsam mit seinem Sohn": Wegen der unsicheren Datierung des Briefes ist unklar, welcher Sohn gemeint ist.