Camerarius an Baumgartner d.Ä., 29.11.1541

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0613
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 29.11.1541, bearbeitet von Manuel Huth (02.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0613
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 208-209
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1541/11/29
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 3. Cal. Xbris
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Amicum nostrum prius volui videre
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Reise); Biographisches (Universitätswesen)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 2.03.2020
Werksigle OCEp 0613
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 29.11.1541, bearbeitet von Manuel Huth (02.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0613
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 208-209
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1541/11/29
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 3. Cal. Xbris
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Amicum nostrum prius volui videre
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Biographisches (Reise); Biographisches (Universitätswesen)
Datumsstempel 2.03.2020


Entstehungs- und Zielort ermittelt.

Regest

Camerarius habe erst ihren gemeinsamen Freund (vermutlich Philipp Melanchthon; vgl. MBW, Nr. 2852.1) sehen wollen, bevor er diesen Brief an Baumgartner verfasste. Der Freund sei allerdings verspätet eingetroffen, weil er mit öffentlichen Angelegenheiten beschäftigt gewesen sei. Auch sei Camerarius' Gesundheit von der Reise angegriffen gewesen, so dass er nicht selbst zu diesem Freund reisen konnte, wie er es eigentlich vorhatte. Aber schließlich sei er angekommen, und Camerarius habe mit ihm sorgfältig und achtsam das besprochen, was Baumgartner ihm aufgetragen hatte. Ihr Freund habe angemessen über die Sache geredet und gesagt, er habe bereits einigen Leuten deswegen geschrieben, und er habe auch versprochen, ihnen noch einmal wegen des Einwandes von Camerarius und Baumgartner (de nostra subiectione) zu schreiben, damit er sichergehen könne, dass alles rechtens sei oder, falls etwas gleichsam noch schwanke, es leicht festgelegt werde. Was nutze es denn noch, die Namen derer zu nennen, die die Angelegenheit verschlimmert hatten, und die heilende Wunde wieder aufzureißen? Das Gespräch habe ihren gemeinsamen Freund von jedem Verdacht befreit, was Camerarius sehr gefreut habe. Camerarius hoffe, dass sich Gott um diese seine Angelegenheiten kümmern werde, um die sich die Menschen so schlecht kümmerten und die sie bisweilen sogar auseinanderrissen und zerstörten.

Sicherlich werde Baumgartner wissen wollen, wie es Camerarius und seiner Familie (seit dem Umzug nach Leipzig) ergehe. Die fremden Leute bereiteten ihnen Unbehagen und noch müßten sie sich an die veränderten Sitten gewöhnen, jedenfalls seine Familie, die das nur schrittweise und zögerlich tue, nicht aber Camerarius, der das etwas mutiger angehe. Die Anreise sei gut verlaufen. Alle lebenswichtigen Güter der Stadt seien jedoch von einer großen Teuerung betroffen.

Klage über das Chaos an der Universität (Leipzig). Aber weder wolle Camerarius abreisen noch gehöre sich das. Gott habe ihn nämlich (aus Tübingen nach Leipzig) gerufen. Ihm überlasse er alles. Camerarius scheine bei den Oberen der Universität und der Stadt in Ehren zu stehen und von ihnen geachtet zu werden. Alles Weitere könne er nur erhoffen.

Bitte um Aufrechterhaltung des Briefwechsels. Baumgartner, seine Frau (Anna) und Kinder möchten wohl leben.

(Manuel Huth)