Camerarius an Baumgartner d.Ä., 30.06.1549

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0645
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 30.06.1549, bearbeitet von Manuel Huth (17.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0645
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 242-243
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1549/06/30
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum prid. Calend. Quint.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Narravit mihi collega vester Homalista
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 17.12.2019
Werksigle OCEp 0645
Zitation Camerarius an Baumgartner d.Ä., 30.06.1549, bearbeitet von Manuel Huth (17.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0645
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 242-243
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Baumgartner d.Ä.
Datum 1549/06/30
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum prid. Calend. Quint.
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Narravit mihi collega vester Homalista
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 17.12.2019


Zielort mutmaßlich.

Hinweise zur Datierung

Das im Druck angegebene Datum des Briefes konnte nicht bestätigt werden.

Regest

Baumgartners Kollege Homalista (unbekannt) habe berichtet, dass Baumgartners Bruder gefährlich erkrankt sei. Camerarius habe also gebetet, dass Baumgartner nach dem Tode der Schwester (Unbekannt) nicht noch einen weiteren Verlust beklagen müsse. Baumgartner solle für sich und den Staat beten.

Hier (in Leipzig) herrsche noch Frieden. Hoffentlich nutzen ihn alle zum Ruhme Gottes und zu ihrem eigenen Wohl.

Unklare Andeutungen über ein Ereignis oder eine Person (anonymisiert: vicina N.) in der Nähe von Leipzig: Er fürchte, dass er / sie / es, wie es in dem Sprichwort heiße, Wein verliere, wenn er / sie / es Wasser dazugebe (Athenaios, Deipnosophistae, 2, 1, 173, 24). Man schreibe und rede kämpferisch (athletice et pancratice), aber wie heiße es bei Homer: "Mit Worten würde ich selbst die Unsterblichen bekämpfen" (Hom. Il. 20, 367). Camerarius fürchte sich davor, wie sich die Dinge entwickelten, denn (ironisch:) derjenige, der nach anderen (alias quasvis) strebe, werde diesen höchsten Preis nicht unbeachtet lassen. Aber wozu quälten sich Camerarius und Baumgartner mit solchen Sorgen? Das Schicksal werde schon seinen Weg finden.

Und wer den Namen Gottes anrufe, werde gerettet sein (Röm. 10, 13). Sonst habe er nichts zu schreiben. Dank für die Übersendung der kleinen historiola, die ihn zum Lachen brachte. (Das Folgende unklar:) Aber "ihr Priester" (ἱέρων) sei nun einmal so und habe zurecht zumindest in diesem Bereich ein ansehnliches Erbe angetreten, das sicherlich durch den Ruf der Heiligkeit angehäuft wurde. Aber genug davon.

Lebewohl und Grüße von der Familie.

(Manuel Huth)