Camerarius an Christian Lotichius, 28.07.1563

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Camerarius an Christian Lotichius, 1556 oder später1556 JL
Christian Lotichius an Camerarius, 23.12.155523 Dezember 1555 JL

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Werksigle OCEp 1427
Zitation Camerarius an Christian Lotichius, 28.07.1563, bearbeitet von Marion Gindhart (03.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1427
Besitzende Institution Hamburg, SUB
Signatur, Blatt/Seite Sup. ep. 4° 19, 94
Ausreifungsgrad Abschrift
Erstdruck in Lotichius, Poemata, 1563
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. )(2r-)(4r
Zweitdruck in Lotichius, Poemata, 1572
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck Bl. )(2r-)(3v
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Christian Lotichius
Datum 1563/07/28
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Der Brief datiert: V. Calen. Sextil. Anno (...) M.D.LXIII.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Schlüchtern
Gedicht? nein
Incipit En perfecta tui promissa fratris ab arte carmina
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu Lotichius, Poemata, 1563
Kurzbeschreibung Camerarius habe sein Versprechen gegenüber Christian Lotichius gehalten und die Neuausgabe der Gedichte seines Bruders Petrus qualitativ überwacht. Der Drucker habe sich an den Vorgaben von Christian orientiert und viel sorgfältiger gearbeitet als bei der Erstausgabe von 1561, die Christian zu Recht kritisiert habe. Wenn sie beide noch weitere Gedichte fänden, solle eine separate Ausgabe derselben ins Auge gefasst werden.
Anlass
Register Edition; Gedichtsammlung; Werkgenese
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MG
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 3.03.2020
Werksigle OCEp 1427
Zitation Camerarius an Christian Lotichius, 28.07.1563, bearbeitet von Marion Gindhart (03.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1427
Besitzende Institution Hamburg, SUB
Signatur, Blatt/Seite Sup. ep. 4° 19, 94
Ausreifungsgrad Abschrift
Erstdruck in Lotichius, Poemata, 1563
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. )(2r-)(4r
Zweitdruck in Lotichius, Poemata, 1572
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck Bl. )(2r-)(3v
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Christian Lotichius
Datum 1563/07/28
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Der Brief datiert: V. Calen. Sextil. Anno (...) M.D.LXIII.
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Schlüchtern
Gedicht? nein
Incipit En perfecta tui promissa fratris ab arte carmina
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu Lotichius, Poemata, 1563
Kurzbeschreibung Camerarius habe sein Versprechen gegenüber Christian Lotichius gehalten und die Neuausgabe der Gedichte seines Bruders Petrus qualitativ überwacht. Der Drucker habe sich an den Vorgaben von Christian orientiert und viel sorgfältiger gearbeitet als bei der Erstausgabe von 1561, die Christian zu Recht kritisiert habe. Wenn sie beide noch weitere Gedichte fänden, solle eine separate Ausgabe derselben ins Auge gefasst werden.
Register Edition; Gedichtsammlung; Werkgenese
Datumsstempel 3.03.2020


Regest

Nachdem Christian Lotichius verärgert auf die (von Ernst Vögelin) gedruckte Erstausgabe der Gedichte seines Bruders Petrus reagiert hatte, hat ihm Camerarius versprochen, auf höchste Sorgfalt bei der Neuausgabe zu achten. Dies lag freilich auch im Sinne des Druckers. Dieser habe sich nun eng an den Vorgaben des Lotichius orientiert und eine größere Genauigkeit walten lassen, um durch die hochwertige Ausgabe seine Offizin zu empfehlen und dem hohen Niveau der Dichtungen (die er nun intensiver gelesen hatte) gerecht zu werden.
Lücken (vacua loca)(2v) in den Elegien, die Petrus Lotichius als solche belassen hat, sind auf Wunsch seines Bruders stehengeblieben (vgl. etwa Elegie 2,2). Diese solle sich niemand zu füllen erdreisten, außer, um das eigene dichterische Vermögen zu erproben. So habe er es in jungen Jahren bei Theokrit gemacht (gemeint sind seine Supplemente in der Ausgabe von 1530) und er sei unverdientermaßen dafür getadelt worden.
Petrus habe ihn bekanntermaßen sehr geschätzt und er habe immer versucht, seine eigene Hochachtung deutlich zu machen. Er erwarte noch die versprochene Erzählung Christians über das wechselhafte Schicksal seines Bruders, und er bitte ihn, noch weitere Schriften von Petrus ausfindig zu machen und zu sammeln. Er bemühe sich ebenfalls eifrig darum. Er zweifle jedenfalls nicht, dass daraus eine eigene Edition entstehen könne, und man solle auch eine separate Ausgabe besorgen, damit die Käufer nicht die bereits edierten Gedichte noch einmal mitkaufen müssen.
Über die Ausgabe von 1561 habe sich Christian zu Recht bei Camerarius beschwert und er habe in einem Brief (scriptis amantissime literis)(3v-4r) seinen Willen und den seines verstorbenen Bruders erklärt (wohl Brief vom 29.09.1561; vgl. dazu Camerarius an Christian Lotichius, 01.03.1562). Camerarius danke ihm dafür und dass mit seiner Unterstützung nun diese zweite Ausgabe zustande gekommen ist. Das weitere werde der Drucker mit ihm verhandeln.

(Marion Gindhart)