Camerarius an Crato, 08.09.1559

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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 Briefdatum
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Camerarius an Crato, 15601560 JL
Camerarius an Crato, 18.08.156018 August 1560 JL
Werksigle OCEp 1155
Zitation Camerarius an Crato, 08.09.1559, bearbeitet von Manuel Huth, Anne Kram und Ulrich Schlegelmilch (05.06.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1155
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 332
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Crato
Datum 1559/09/08
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 6. Id. VIIbr.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Reversus huc, cum abfuissem domo mensibus duobus
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Familie); Biographisches (Reise); Biographisches (Finanzielles)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:AK; Benutzer:US
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 5.06.2020
Werksigle OCEp 1155
Zitation Camerarius an Crato, 08.09.1559, bearbeitet von Manuel Huth, Anne Kram und Ulrich Schlegelmilch (05.06.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1155
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 332
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Crato
Datum 1559/09/08
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 6. Id. VIIbr.
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Reversus huc, cum abfuissem domo mensibus duobus
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Biographisches (Familie); Biographisches (Reise); Biographisches (Finanzielles)
Datumsstempel 5.06.2020


Regest

Nun, da Camerarius nach zweimonatiger Abwesenheit von zuhause hierher (nach Leipzig) zurückgekehrt sei, sei er damit beschäftigt, seinen Sohn Joachim, wie beschlossen, nach Italien zu schicken. Er bete zu Christus, dass er diesen Plan aufgehen lasse und Joachims Reise einen glücklichen Ausgang beschere.

Er habe auf seiner Reise anscheinend bewirkt, dass die Ursachen seiner Familienstreitigkeiten beseitigt worden seien, und sich den Ruf erworben, ziemlich freundlich und großzügig zu sein. Freilich habe er einen finanziellen Verlust hinnehmen müssen, aber dieser gute Ruf sei ihm wichtiger gewesen, als ziemlich viele Schuldner zu haben. Für Joachim habe er hoffentlich so viel gespart, dass er seine Kosten für zwei Jahre decken könne, wenn Gott seine schützende Hand über die traurigen Überreste seines eigenen Vermögens halte.

Während seiner Abwesenheit seien seine Tochter (Magdalena) und sein Schwiegersohn (Johann Hommel) krank geworden. Seine schwangere Tochter habe ein "abweichendes" Fieber (febris vaga), sein Schwiegersohn sei an Durchfall erkrankt.

Unterwegs habe das Sonnenlicht und ein unzeitiger Weingenuss sein Sehvermögen etwas beeinträchtigt. Das übrige sei zufriedenstellend verlaufen.

Seinen Sohn Philipp habe er nach Tübingen geschickt. Denn für seine Kinder würde er so viel Geld aufbringen, wie er könne, in der Hoffnung, ihnen eine anständige Erziehung zukommen zu lassen, auch wenn er sehe, dass für Anstand von Tag zu Tag weniger Platz sei.

Grüße an Crato und seine Familie. Auch sein Sohn Joachim habe einen Brief an Crato (s. Anm.) hier gelassen, da er zur Zeit nicht in Leipzig sei und seinen kranken Bruder Gottfried in Schulpforta besuche. Lebewohl.

(Anne Kram)

Anmerkungen

  • "einen Brief an Crato": Bei dem erwähnten Brief des jüngeren Joachim an Crato dürfte es sich um das Schreiben aus Leipzig vom 7.9.1559 handeln, das erhalten ist: Wroclaw, UB, R 246, Nr. 79 (neu 77), Bl. 103 (= http://www.aerztebriefe.de/id/00009893).

Literatur und weiterführende Links