Camerarius an Crato, 1560
Briefe mit demselben Datum | ||||||||||||||||||||||
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Werksigle | OCEp 0213 |
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Zitation | Camerarius an Crato, 1560, bearbeitet von Manuel Huth und Maximilian Wolter (02.03.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0213 |
Besitzende Institution | |
Signatur, Blatt/Seite | |
Ausreifungsgrad | Druck |
Erstdruck in | Camerarius, Epistolae Eobani, 1561 |
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck | Bl. A2r-A3v |
Zweitdruck in | |
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck | |
Sonstige Editionen | |
Wird erwähnt in | |
Fremdbrief? | nein |
Absender | Joachim Camerarius I. |
Empfänger | Johannes Crato |
Datum | 1560 |
Datum gesichert? | nein |
Bemerkungen zum Datum | Da der Band Ende 1560 vollendet wurde (vgl. Camerarius an Crispinus, 1.12.1560; Camerarius an Crato, 22.12.1560), muß auch das Gedicht spätestens im Winter 1560 entstanden sein. Am 1.2.1561 sandte Camerarius den Band (oder Vorabzüge) einschließlich dieses Gedichts an Crato; s. den Brief vom genannten Datum. |
Unscharfes Datum Beginn | |
Unscharfes Datum Ende | 1561-01-31 |
Sprache | Latein |
Entstehungsort | Leipzig |
Zielort | Breslau |
Gedicht? | ja |
Incipit | Dum complent alii miseram dictamine chartam |
Link zur Handschrift | |
Regest vorhanden? | ja |
Paratext ? | ja |
Paratext zu | Camerarius, Epistolae Eobani, 1561 |
Kurzbeschreibung | Camerarius' Briefsammlung bilde ein Gegengewicht zu zeitgenössischen unanständigen, verleumderischen und unfrommen Veröffentlichungen. Die Lektüre der Briefe und die Erinnerung an die schönen vergangenen Zeiten erfreue Camerarius und lasse ihn wehmütig werden. Zwar bringe auch die Gegenwart fromme und gelehrte Männer hervor, aber dennoch sei ein Sittenverfall erkennbar. Crato möge diese Briefsammlung annehmen, die Camerarius selbst zusammengestellt habe. Einige Gelehrte hätten ihn dabei unterstützt. |
Anlass | |
Register | Widmungsgedicht; Briefe/Briefgedichte |
Handschrift | unbekannt |
Bearbeitungsstand | validiert |
Notizen | |
Wiedervorlage | ja |
Bearbeiter | Benutzer:MH; Benutzer:HIWI7 |
Gegengelesen von | |
Datumsstempel | 2.03.2022 |
Werksigle | OCEp 0213 |
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Zitation | Camerarius an Crato, 1560, bearbeitet von Manuel Huth und Maximilian Wolter (02.03.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0213 |
Ausreifungsgrad | Druck |
Erstdruck in | Camerarius, Epistolae Eobani, 1561 |
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck | Bl. A2r-A3v |
Fremdbrief? | nein |
Absender | Joachim Camerarius I. |
Empfänger | Johannes Crato |
Datum | 1560 |
Datum gesichert? | nein |
Bemerkungen zum Datum | Da der Band Ende 1560 vollendet wurde (vgl. Camerarius an Crispinus, 1.12.1560; Camerarius an Crato, 22.12.1560), muß auch das Gedicht spätestens im Winter 1560 entstanden sein. Am 1.2.1561 sandte Camerarius den Band (oder Vorabzüge) einschließlich dieses Gedichts an Crato; s. den Brief vom genannten Datum. |
Unscharfes Datum Ende | 1561-01-31 |
Sprache | Latein |
Entstehungsort | Leipzig |
Zielort | Breslau |
Gedicht? | ja |
Incipit | Dum complent alii miseram dictamine chartam |
Regest vorhanden? | ja |
Paratext ? | ja |
Paratext zu | Camerarius, Epistolae Eobani, 1561 |
Kurzbeschreibung | Camerarius' Briefsammlung bilde ein Gegengewicht zu zeitgenössischen unanständigen, verleumderischen und unfrommen Veröffentlichungen. Die Lektüre der Briefe und die Erinnerung an die schönen vergangenen Zeiten erfreue Camerarius und lasse ihn wehmütig werden. Zwar bringe auch die Gegenwart fromme und gelehrte Männer hervor, aber dennoch sei ein Sittenverfall erkennbar. Crato möge diese Briefsammlung annehmen, die Camerarius selbst zusammengestellt habe. Einige Gelehrte hätten ihn dabei unterstützt. |
Register | Widmungsgedicht; Briefe/Briefgedichte |
Datumsstempel | 2.03.2022 |
Entstehungs und Zielort mutmaßlich.
Regest
Briefgedicht in 87 daktylischen Hexametern.
Während aktuell viele Autoren Unanständiges, Verleumderisches und Unfrommes veröffentlichten, solle diese Sammlung von beispielhaften Werken aus früheren, besseren Zeiten ein Gegengewicht dazu bilden. Die Erinnerung an seine Freunde und die schönen vergangenen Zeiten, die durch diese Werke geweckt werde, erfreue ihn und lasse ihn zugleich wehmütig werden.
Wenn jemand meinte, er würde dies nur tun, weil er ein verbitterter alter Mann sei, und fragte, was ihn denn an der heutigen Zeit so störe, wieso er sie so schlechtmache und ob er nicht auch meine, die Menschen aus früheren Zeiten hätten Fehler gemacht, dann gebe er gern zu, dass auch diese nicht frei von Fehlern waren und die gegenwärtige Zeit viel Gutes hervorbringe, da er selbst mit seinen 60 Jahren noch viele fromme und gebildete Männer kenne, darunter vor allem Crato. Allerdings gebe es in der Jetztzeit ein besonderes Maß an Arroganz, Schamlosigkeit, Hochmut usw., wovon in der Vergangenheit nicht die Rede sein konnte.
Camerarius erwarte, dass dieses Werk Crato erfreuen werde, da er ja auch an den bisherigen Werken des Camerarius Gefallen gefunden habe, zumal Crato auch eine dichterische Ader habe und sich durch seine besondere Weisheit, Wahrheitsliebe und Menschlichkeit auszeichne. Crato möge Camerarius' Werk (sc. die Briefsammlung) annehmen, das Camerarius zurecht sein eigenes nennen könne, da er es ja selbst zusammengestellt habe. Dank gebühre auch einigen Gelehrten, die ihn bei diesem ehrenhaften Unterfangen unterstützten. Crato werde die Sammlung sicherlich gefallen, aber jeder Leser solle sich seine eigene Meinung über diese (Briefe) bilden, und, falls sie ihm nicht zusagten, etwas Anderes lesen. Oder noch besser: Er solle erst einmal etwas Besseres schreiben und für gut befinden.
Crato möge wohlleben und die Leiden des Schicksals nicht mit Kräutern oder Säften zu lindern suchen, sondern durch die Lektüre der Heiligen Schrift.
(Maximilian Wolter / Manuel Huth)