Camerarius an Crato, 1560

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Crato, 17.10.155917 Oktober 1559 JL
Camerarius an Crato, 08.09.15598 September 1559 JL
Camerarius an Crato, 07.10.15577 Oktober 1557 JL
 Briefdatum
Camerarius an Crato, 18.08.156018 August 1560 JL
Camerarius an Crato, 22.10.156022 Oktober 1560 JL
Camerarius an Crato, 01.12.15601 Dezember 1560 JL
Werksigle OCEp 0213
Zitation Camerarius an Crato, 1560, bearbeitet von Manuel Huth und Maximilian Wolter (05.06.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0213
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae Eobani, 1561
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. A2r-A3v
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Crato
Datum 1560
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Da der Band Ende 1560 vollendet wurde (vgl. Camerarius an Crispinus, 1.12.1560; Camerarius an Crato, 22.12.1560), muß auch das Gedicht spätestens im Winter 1560 entstanden sein. Am 1.2.1561 sandte Camerarius den Band (oder Vorabzüge) einschließlich dieses Gedichts an Crato; s. den Brief vom genannten Datum.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende 1561-01-31
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit Dum complent alii miseram dictamine chartam
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu Camerarius, Epistolae Eobani, 1561
Kurzbeschreibung Camerarius' Briefsammlung bilde ein Gegengewicht zu zeitgenössischen unanständigen, verleumderischen und unfrommen Veröffentlichungen. Die Lektüre der Briefe und die Erinnerung an die schönen vergangenen Zeiten erfreue Camerarius und lasse ihn wehmütig werden. Zwar bringe auch die Gegenwart fromme und gelehrte Männer hervor, aber dennoch sei ein Sittenverfall erkennbar. Crato möge diese Briefsammlung annehmen, die Camerarius selbst zusammengestellt habe. Einige Gelehrte hätten ihn dabei unterstützt.
Anlass
Register Widmungsgedicht; Briefe/Briefgedichte
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:HIWI7
Gegengelesen von
Datumsstempel 5.06.2020
Werksigle OCEp 0213
Zitation Camerarius an Crato, 1560, bearbeitet von Manuel Huth und Maximilian Wolter (05.06.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0213
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae Eobani, 1561
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. A2r-A3v
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Crato
Datum 1560
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Da der Band Ende 1560 vollendet wurde (vgl. Camerarius an Crispinus, 1.12.1560; Camerarius an Crato, 22.12.1560), muß auch das Gedicht spätestens im Winter 1560 entstanden sein. Am 1.2.1561 sandte Camerarius den Band (oder Vorabzüge) einschließlich dieses Gedichts an Crato; s. den Brief vom genannten Datum.
Unscharfes Datum Ende 1561-01-31
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit Dum complent alii miseram dictamine chartam
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu Camerarius, Epistolae Eobani, 1561
Kurzbeschreibung Camerarius' Briefsammlung bilde ein Gegengewicht zu zeitgenössischen unanständigen, verleumderischen und unfrommen Veröffentlichungen. Die Lektüre der Briefe und die Erinnerung an die schönen vergangenen Zeiten erfreue Camerarius und lasse ihn wehmütig werden. Zwar bringe auch die Gegenwart fromme und gelehrte Männer hervor, aber dennoch sei ein Sittenverfall erkennbar. Crato möge diese Briefsammlung annehmen, die Camerarius selbst zusammengestellt habe. Einige Gelehrte hätten ihn dabei unterstützt.
Register Widmungsgedicht; Briefe/Briefgedichte
Datumsstempel 5.06.2020


Regest

Briefgedicht in 87 daktylischen Hexametern.

Während aktuell viele Autoren Unanständiges, Verleumderisches und Unfrommes veröffentlichten, solle diese Sammlung von beispielhaften Werken aus früheren, besseren Zeiten ein Gegengewicht dazu bilden. Die Erinnerung an seine Freunde und die schönen vergangenen Zeiten, die durch diese Werke geweckt werde, erfreue ihn und lasse ihn zugleich wehmütig werden.

Wenn jemand meinte, er würde dies nur tun, weil er ein verbitterter alter Mann sei, und fragte, was ihn denn an der heutigen Zeit so störe, wieso er sie so schlechtmache und ob er nicht auch meine, die Menschen aus früheren Zeiten hätten Fehler gemacht, dann gebe er gern zu, dass auch diese nicht frei von Fehlern waren und die gegenwärtige Zeit viel Gutes hervorbringe, da er selbst mit seinen 60 Jahren noch viele fromme und gebildete Männer kenne, darunter vor allem Crato. Allerdings gebe es in der Jetztzeit ein besonderes Maß an Arroganz, Schamlosigkeit, Hochmut usw., wovon in der Vergangenheit nicht die Rede sein konnte.

Camerarius erwarte, dass dieses Werk Crato erfreuen werde, da er ja auch an den bisherigen Werken des Camerarius Gefallen gefunden habe, zumal Crato auch eine dichterische Ader habe und sich durch seine besondere Weisheit, Wahrheitsliebe und Menschlichkeit auszeichne. Crato möge Camerarius' Werk (sc. die Briefsammlung) annehmen, das Camerarius zurecht sein eigenes nennen könne, da er es ja selbst zusammengestellt habe. Dank gebühre auch einigen Gelehrten, die ihn bei diesem ehrenhaften Unterfangen unterstützten. Crato werde die Sammlung sicherlich gefallen, aber jeder Leser solle sich seine eigene Meinung über diese (Briefe) bilden, und, falls sie ihm nicht zusagten, etwas Anderes lesen. Oder noch besser: Er solle erst einmal etwas Besseres schreiben und für gut befinden.

Crato möge wohlleben und die Leiden des Schicksals nicht mit Kräutern oder Säften zu lindern suchen, sondern durch die Lektüre der Heiligen Schrift.

(Maximilian Wolter / Manuel Huth)