Camerarius an Crato, 22.12.1566

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Camerarius an Crato, 29.09.156629 September 1566 JL
 Briefdatum
Camerarius an Crato, 11.04.156711 April 1567 JL
Camerarius an Crato, 24.04.156724 April 1567 JL
Camerarius an Crato, 25.05.156725 Mai 1567 JL
Werksigle OCEp 1186
Zitation Camerarius an Crato, 22.12.1566, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch, Anne Kram und Manuel Huth (01.03.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1186
Besitzende Institution Wroclaw, UB
Signatur, Blatt/Seite R 248, Teil II, Nr. 5 (alt 176), Bl. 265
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 378-379
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Crato
Datum 1566/12/22
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Jahr nur im Druck
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein;Griechisch
Entstehungsort Leipzig
Zielort Wien
Gedicht? nein
Incipit Salutavit modo me Phrysius quidam vir doctus
Link zur Handschrift http://iip.bu.uni.wroc.pl/index.php?s=RKP R 248 15386
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Grumbachsche Händel (1567)
Handschrift gesehen
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:US; Benutzer:AK; Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 1.03.2022
Werksigle OCEp 1186
Zitation Camerarius an Crato, 22.12.1566, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch, Anne Kram und Manuel Huth (01.03.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1186
Besitzende Institution Wroclaw, UB
Signatur, Blatt/Seite R 248, Teil II, Nr. 5 (alt 176), Bl. 265
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 378-379
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Crato
Datum 1566/12/22
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Jahr nur im Druck
Sprache Latein;Griechisch
Entstehungsort Leipzig
Zielort Wien
Gedicht? nein
Incipit Salutavit modo me Phrysius quidam vir doctus
Link zur Handschrift http://iip.bu.uni.wroc.pl/index.php?s=RKP R 248 15386
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Grumbachsche Händel (1567)
Datumsstempel 1.03.2022


Abschrift: Paris, BSG, Ms 1456, Bl. 464r-v (https://archive.org/details/MS1456). Zielort im Original: "Viennae Austriae", im Druck o.O.

Anmerkungen zum Datum

Datum gesichert (Grumbachsche Händel).

Regest

Der gelehrte Arzt Phrysius (unbekannt) habe neulich Camerarius gegrüßt und ihm mitgeteilt, dass er nach Wien reisen werde. Camerarius habe diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen wollen und ihm diesen Brief mitgegeben, obwohl er erst vor wenigen Tagen einen Brief an seinen Sohn Joachim zur Weiterleitung an Crato geschickt hatte.

Hier (in Leipzig) seien bereits Reiter und Fußsoldaten vorbeimarschiert und hätten gesagt, dass sie auf Befehl des Kaisers (Maximilian II.) denjenigen (Johann Friedrich II. von Sachsen) angriffen, der die Geächteten (s. Anm.) aufgenommen habe. Diese Nachricht habe nicht nur den ängstlichen Camerarius, sondern auch andere Leute sehr beunruhigt, die tapferer seien als er. Er fürchte, dass dies nur der Auftakt für unheilbare Übel seien, die ihrer Heimat drohten. Betrübt wie er sei, habe Camerarius nicht mehr schreiben können. Ihn bestürmten Gedanken an den göttlichen Zorn und er habe das Unglück der letzten Jahren vor Augen. Sein Schmerz sei noch vergrößert worden, als er an die Schuld dachte, die notwendigerweise auf beiden Parteien laste. Das Leid habe man selbst verursacht. Camerarius habe diesen Brief so geschrieben, wie es unter diesen Umständen möglich war. Er lasse sich nicht mit den Briefen vergleichen, die er sonst geschrieben habe.

Wenn Phrysius (nach Leipzig) zurückkehrt, soll Crato ihm, falls möglich, einen Brief an Camerarius mitgeben. Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

Literatur und weiterführende Links