Camerarius an Fabricius, 03.06.1563

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Camerarius an Fabricius, nach dem 22.04.15561556 JL
 Briefdatum
Camerarius an Fabricius, 12.04.156412 April 1564 JL
Camerarius an Fabricius, 24.09.156424 September 1564 JL
Camerarius an Fabricius, 17.02.156517 Februar 1565 JL
Werksigle OCEp 0867
Zitation Camerarius an Fabricius, 03.06.1563, bearbeitet von Manuel Huth (10.11.2018), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0867
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 514-515
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Fabricius
Datum 1563/06/03
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 3. Non. Iunii
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Ostendit mihi litteras tuas et Palaeologi
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefe/Empfehlungsschreiben
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4; Benutzer:US
Datumsstempel 10.11.2018
Werksigle OCEp 0867
Zitation Camerarius an Fabricius, 03.06.1563, bearbeitet von Manuel Huth (10.11.2018), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0867
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 514-515
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Fabricius
Datum 1563/06/03
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 3. Non. Iunii
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Ostendit mihi litteras tuas et Palaeologi
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefe/Empfehlungsschreiben
Datumsstempel 10.11.2018


Regest

Zacharius (Schilter) habe Camerarius einen von Fabricius und einen von einem gewissen (Jacob) Palaeologus an ihn (sc. Schilter) gerichteten Brief gezeigt. Camerarius habe schon von diesem Mann gehört, als Hubert Languet früher schon einmal über ihn berichtete. Camerarius hatte erwartet, dass Palaeologus dort (in Meißen) auf Geheiß des Fürsten (August von Sachsen) und auf dessen Kosten untergebracht werde. Aber wie er vernehme, suche Palaeologus schon anderswo nach Asyl. Was auch immer er für ein Mensch sei und von welchem Schicksal er auch immer getrieben werde, Camerarius habe großes Mitleid mit ihm empfunden, weil er vor Augen habe, dass alle Menschen in derselben Situation seien und er sich bewusst sei, dass einem jeden das passieren könne, was einem einzelnen widerfahren sei. Aber warum spreche Fabricius beim Fürsten keine Empfehlung für den Mann aus oder lasse einen seiner Freunde als Fürsprecher auftreten? Wer nämlich, insbesondere ihres Standes und ihrer Stellung, verfüge schon über eine geeignete Unterbringungsmöglichkeit und über all das, was sonst noch nötig sei? Die meisten hätten vollauf mit ihren eigenen Angelegenheiten zu tun. Palaeologus suche nach Muße zur Abfassung von Schriften, und Camerarius wisse nicht einmal, ob zur Zeit jemand von ihnen diese überhaupt (selbst) habe. (Zynisch:) Was bringe die Gelehrtheit noch, wo doch alle so des Lernens überdrüssig seien? Auch wie der Zustand der Universität Leipzig sei, könne Fabricius nicht entgangen sein. Auch anderswo stünden die Dinge nicht viel besser. Er empfinde großes Mitleid mit diesem unbekannten Mann, aber könne ihm nicht helfen. Man müsse den Willen Gottes hinnehmen. Der von Sorgen und Pflichten geplagte Camerarius habe dies Fabricius wegen ihrer guten Freundschaft recht freimütig geschildert. Fabricius möge das gut aufnehmen.

Camerarius' Sohn Philipp sei aus der Heimat (Bamberg) zurückgekehrt. Camerarius hatte ihn schon sorgenvoll erwartet. Dass Philipps Studien behindert würden, störe ihn mehr als irgendwelche sonstigen Einbußen. Gute Menschen müssten das eine wagen und das andere ertragen (Theognis, Elegien, 1, 399).

Fabricius, seine Kollegen und sein Schwiegervater (Johann Faust) sollten wohl leben.

(Manuel Huth)