Camerarius an Fabricius, 28.07.1553

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0865
Zitation Camerarius an Fabricius, 28.07.1553, bearbeitet von Manuel Huth (23.03.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0865
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 512-513
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Fabricius
Datum 1553/07/28
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 5. Cal. Sextilis; s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Meißen
Gedicht? nein
Incipit Qui possum vero moderari dolori
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Politische Neuigkeiten; Drucklegung; Biographisches (Finanzielles); Biographisches (Trauerfall)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4; Benutzer:US; Benutzer:VG
Datumsstempel 23.03.2022
Werksigle OCEp 0865
Zitation Camerarius an Fabricius, 28.07.1553, bearbeitet von Manuel Huth (23.03.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0865
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 512-513
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Fabricius
Datum 1553/07/28
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 5. Cal. Sextilis; s. Hinweise zur Datierung
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Meißen
Gedicht? nein
Incipit Qui possum vero moderari dolori
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Politische Neuigkeiten; Drucklegung; Biographisches (Finanzielles); Biographisches (Trauerfall)
Datumsstempel 23.03.2022


Zielort mutmaßlich.

Hinweise zur Datierung

Das Datum ist unsicher, denn in einem Schreiben an Karlowitz vom 04.08.1553 behauptet Camerarius, dass die Oratio habita ad funus principis Mauricii noch nicht ediert wurde. Vielleicht hat im Briefdatum des vorliegenden Briefes statt "Cal." im Druck (schlecht leserlich?) "Id." in der Vorlage gestanden. Andererseits wird im Brief von Camerarius an Karlowitz vom 04.08.1553 wie auch im Brief vom 11.08.1553 an Adrian Albinus von oratiuncula gesprochen, im vorliegenden Brief jedoch nur von versus, den Trauergedichten von Camerarius und Fabricius, die dem Druck der Rede beigefügt worden sind. Wenn der Austausch zwischen Camerarius und Fabricius über ihre Gedichte während des Prozesses der Drucklegung der Rede erfolgt ist, kann das Briefdatum seine Gültigkeit behalten.

(Torsten Woitkowitz)

Regest

Klage über die politische Situation und die Lage in Camerarius' Heimat (Bamberg). (Albrecht Alkibiades) habe sehr viele alte und schwache Bürger als Geiseln genommen, von denen einige bereits verstorben seien. Weitere Klagen über die politische Situation. Der einzige, der Deutschland hätte helfen können (sc. Moritz von Sachsen), sei verstorben. Camerarius betrauere seine Heimat und mache sich Sorgen. Er höre und lese kaum gute Nachrichten. Aufruf zum Gebet.

Der Tod des Fürsten (Moritz von Sachsen) habe Camerarius sehr traurig gestimmt. Camerarius habe ihn aufrichtig in jenen Versen betrauert (s. Anm.), die Fabricius bereits gelesen habe, wie er schreibe, auch wenn Fabricius dessen Taten und Handlungen beredter feiere (s. Anm.). Aber die Verse seien (unverändert) so ediert worden, wie sie Camerarius in dieser Situation und von Trauer übermannt abgefasst hatte.

Camerarius wolle die Victoriae des Fabricius von (Valentin) Bapst drucken lassen. Sowohl das argumentum ("der Stoff") als auch die explicatio (sc. der Name) gefalle Camerarius sehr gut und er verstehe, dass sie zu den victoriae celestes ("himmlische Siege") Zuflucht nehmen müssten, da sie auf Erden zu wenig vorankämen.

Camerarius quälten Sorgen um seine Familie und seinen Besitz (s. Anm.). Aber es sei vermessen, wenn man fordere, unbeschadet davonzukommen, wo doch die ganze Heimat zugrunde gehe.

Fabricius und Camerarius sollten sich, ihr Leben, ihren Besitz, ihr Zuhause und alles Weitere Gott anvertrauen. Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

Literatur und weiterführende Links

  • Woitkowitz 2003, 286 (Auszug)
  • Andrea Ammendola, ‎Daniel Glowotz, ‎Jürgen Heidrich (Hgg.): Polyphone Messen Im 15. Und 16. Jahrhundert: Funktion, Kontext, Symbol, Göttingen 2012, S. 253 f. (Zur Wirkungsgeschichte des Fabricius-Epitaphes)