Camerarius an Gremp, 18.07.1566

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
Wechseln zu: Navigation, Suche


Chronologisch vorhergehende Briefe
Chronologisch folgende Briefe
 Briefdatum
Camerarius an Gremp, 09.01.15629 Januar 1562 JL
Camerarius an Gremp, 05.03.15615 März 1561 JL
Camerarius an Gremp, 13.02.156113 Februar 1561 JL
 Briefdatum
Camerarius an Gremp, 01.12.15671 Dezember 1567 JL
Camerarius an Gremp, 16.01.156816 Januar 1568 JL
Camerarius an Gremp, 26.03.156826 März 1568 JL
Werksigle OCEp 1102
Zitation Camerarius an Gremp, 18.07.1566, bearbeitet von Manuel Huth und Ulrich Schlegelmilch (24.06.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1102
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 252-253
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen Schelhorn 1740, S. 114 (Auszug)
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Ludwig Gremp von Freudenstein
Datum 1566/07/18
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Straßburg
Gedicht? nein
Incipit Eam esse stabilitatem amicitiae
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Familie); Pest (Leipzig)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:US
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4; Benutzer:US
Datumsstempel 24.06.2019
Werksigle OCEp 1102
Zitation Camerarius an Gremp, 18.07.1566, bearbeitet von Manuel Huth und Ulrich Schlegelmilch (24.06.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1102
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 252-253
Sonstige Editionen Schelhorn 1740, S. 114 (Auszug)
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Ludwig Gremp von Freudenstein
Datum 1566/07/18
Datum gesichert? nein
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Straßburg
Gedicht? nein
Incipit Eam esse stabilitatem amicitiae
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Biographisches (Familie); Pest (Leipzig)
Datumsstempel 24.06.2019


Zielort mutmaßlich.

Regest

Ihre gegenseitige Freundschaft sei so stark, dass sie nicht mit Worten bekräftigt werden müsse. Camerarius zweifle nicht an ihrem Fortbestand, auch wenn sie sich nur selten oder nur kurze Briefe schickten.

Neulich habe ihm sein Sohn Philipp erläutert, wie freundlich ihn Gremp aufgenommen habe und welch gütige Versprechungen er (bezüglich eines neuen Aufenthaltes) gemacht habe. Camerarius habe aufgrund des Vertrauens und der Hoffnung, die er auf Gremp setze, seinem Sohn geheißen, möglich bald zu Gremp (nach Straßburg) zu reisen, nachdem er einige dringende Angelegenheiten erledigt habe. Sobald Philipp ankomme, möge ihn Gremp wieder freundlich aufnehmen und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen, nicht nur mit Ratschlägen, sondern auch finanziell. Philipp müsse nun endlich darauf hinarbeiten, dass er eine Auszeichnung (Camerarius meint wohl das Doktorat) für ehrenhafte Arbeit erhalte und er etwas tue, das der Mühe wert sei. Gremp werde diese Gelegenheit, sein Wohlwollen gegenüber Camerarius und den Seinen zu zeigen, Philipp leicht bieten können, und (sicherlich) werde Gremp die Erwartung des Camerarius nicht enttäuschen.

Camerarius' Familie habe in den letzten Tagen die greise Dienerin (unbekannt) verloren, die ihnen treu und redlich seit 29 Jahren gedient habe. Es sei für die Familie ein sehr trauriges Begräbnis gewesen. Sicherlich werde (die Nachricht) über ihren Tod auch für Gremp betrüblich sein, weil er sie kannte.

In dieser Gegend (Sachsen) sei die Furcht vor einem Krieg immer noch nicht ganz verschwunden. Überall um ihre Stadt (Leipzig) herum gebe es Fälle von Ansteckungen mit der Pest und sogar in der Stadt selbst. Camerarius empfehle Gremp Gott.

Grüße von Camerarius' Gattin (Anna) an Gremp und seine Familie. Als sie Camerarius gebeten hatte, Gremp ihren Sohn (Philipp) zu empfehlen, habe Camerarius ihr geantwortet, dass Gremp ihn schon ins Herz geschlossen habe, eine Empfehlung also gar nicht mehr nötig sei. Daraufhin habe sie gesagt, dass auch sie diesen Eindruck habe.

Lebewohl. Gremp möge auch weiterhin sein Wohlwollen gegenüber Camerarius und den Seinen bewahren.

(Manuel Huth)