Camerarius an Gremp, 25.01.1553

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Camerarius an Gremp, 1537-15411537 JL
 Briefdatum
Camerarius an Gremp, 30.07.155330 Juli 1553 JL
Camerarius an Gremp, 13.02.156113 Februar 1561 JL
Camerarius an Gremp, 05.03.15615 März 1561 JL
Werksigle OCEp 1097
Zitation Camerarius an Gremp, 25.01.1553, bearbeitet von Manuel Huth (14.11.2018), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1097
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 247-248
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Ludwig Gremp von Freudenstein
Datum 1553/01/25
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr lt. Woitkowitz 2003, S. 261 (im Druck: 8. Calendar. Februar. 52)
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Straßburg
Gedicht? nein
Incipit Quod longe sane tempore
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Pest (Leipzig); Biographisches (Reise); Politische Neuigkeiten
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4; Benutzer:US
Datumsstempel 14.11.2018
Werksigle OCEp 1097
Zitation Camerarius an Gremp, 25.01.1553, bearbeitet von Manuel Huth (14.11.2018), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1097
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 247-248
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Ludwig Gremp von Freudenstein
Datum 1553/01/25
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr lt. Woitkowitz 2003, S. 261 (im Druck: 8. Calendar. Februar. 52)
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Straßburg
Gedicht? nein
Incipit Quod longe sane tempore
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Pest (Leipzig); Biographisches (Reise); Politische Neuigkeiten
Datumsstempel 14.11.2018


Zielort ermittelt lt. Woitkowitz 2003, S. 261.

Regest

Camerarius und Gremp hätten einander lange nicht geschrieben, was sicherlich auf die jeweilige Situation und die Umstände zurückzuführen sei. Gremp solle ja wegen vieler Reisen kaum zu Hause gewesen sein und auch Camerarius habe in einigen Jahren viele Reisen auf sich nehmen müssen.

Er sei froh, nun eine gute Gelegenheit gefunden zu haben, einen Brief (nach Straßburg) zu schicken. Nachdem ihm ein Mitbürger Gremps (unbekannt) einen Brief überbracht hatte, habe dieser sich auch als Überbringer eines Gegenbriefes angeboten und sogar darauf gedrängt, dass Camerarius an Gremp schreibe. Camerarius habe die Gelegenheit gern genutzt. Hier (in Nürnberg) habe er nur wenig Zeit gehabt und sich viele Sorgen gemacht, aber sich genug Zeit nehmen können, um seinen Freundespflichten nachzukommen, wozu auch das Schreiben von Briefen gehöre.

Als im letzten Jahr in Leipzig eine Seuche ausgebrochen war, habe Camerarius seine Familie weggebracht und sei beinahe ein Trimester lang herumgeirrt, habe auch die Heimat (Bamberg) hinter sich gelassen und sich dann schließlich hier (in Nürnberg) niedergelassen. Nur Gott kenne die Zukunft. Ihm wolle Camerarius alles Weitere überlassen. Man sage, die Seuche habe seine beiden Universitäten (wohl Leipzig und Wittenberg) verlassen, aber er fürchte schlimmeres Unheil durch Kriege. Hier (in Nürnberg) und der Umgebung sei unvermutet Kriegslärm entstanden und es herrsche deswegen Aufregung. Camerarius habe (noch) nie etwas gehört, was man mit den aktuellen Ereignissen vergleichen könne. Deshalb müsse man auch mit einem sonderbaren und unerwarteten Ausgang rechnen. Er mache sich keine großen Hoffnungen, ihn erschrecke der griechische Sinnspruch, dass ein schlechter Anlass oder ein schlechter Beginn ein schlechtes Ende nehme. Aber wenn man nur wenig darüber schreibe, sei das nicht korrekt, schreibe man aber sehr darüber, sei das gefährlich. Es bleibe nur, (die Zukunft des) Staates Gott anzuvertrauen, wenn sie ihn nicht durch Gebete stützen könnten.

Versicherung seiner Freundschaft.

Grüße von der Familie des Camerarius.

Neulich habe Camerarius unerwartet (Leonhard) Crisp(in)us in Neuburg an der Donau getroffen. Das habe ihn sehr erfreut. Crisp(in)us und Camerarius hätten auch Gremp positiv erwähnt.

Grüße an (Johannes) Sturm. Lebewohl.

(Manuel Huth)

Weiterführende Literatur