Camerarius an Helt, 05.05.1549

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Werksigle OCEp 1272
Zitation Camerarius an Helt, 05.05.1549, bearbeitet von Manuel Huth (11.05.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1272
Besitzende Institution Dessau, LASA
Signatur, Blatt/Seite Z 6, Nr. 674, Bl. 13
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 518-519
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Helt
Datum 1549/03/05
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 3. Non. Maii; Jahreszahl nur im Druck
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Dessau
Gedicht? nein
Incipit Cui has dedimus, is mandatum a principe tuo
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift gesehen
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 11.05.2019
Werksigle OCEp 1272
Zitation Camerarius an Helt, 05.05.1549, bearbeitet von Manuel Huth (11.05.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1272
Besitzende Institution Dessau, LASA
Signatur, Blatt/Seite Z 6, Nr. 674, Bl. 13
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 518-519
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Helt
Datum 1549/03/05
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 3. Non. Maii; Jahreszahl nur im Druck
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Dessau
Gedicht? nein
Incipit Cui has dedimus, is mandatum a principe tuo
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 11.05.2019


Zielort mutmaßlich. Datierung unsicher.

Regest

Der Bote (unbekannt) dieses Briefes habe Camerarius den Auftrag des Fürsten (Georg III. (Anhalt-Plötzkau)) mitgeteilt, ihn von Helt gegrüßt und mit dessen Worten um einen Brief gebeten. Camerarius habe dem Fürsten seinen Dank ausgerichtet und versprochen, Helt zu schreiben, was er sofort nach der Abreise des Boten getan habe.

Camerarius wisse, wieviel er Helt, seinem Lehrer, verdanke und preise dessen Verdienste oft und gern. Es tue ihm leid, dass er ihm als junger Mann nicht noch mehr Achtung entgegengebracht hatte. Bald nachdem Camerarius von Helt weggezogen war (s. Anm.), sei sein Leben in Unordnung geraten und es habe ihn an verschiedene Orte verschlagen. Weitere Dankbarkeitsbeteuerungen. Es freue ihn, dass er aus Helts Briefen und Gesprächen erkennen konnte, dass dieser ihn immer noch schätze. Er habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sie dereinst wieder am selben Ort leben könnten, wie es einst war, als Camerarius noch ein Junge (in Leipzig) war. Sicherlich habe Helt kaum fassen können, dass Camerarius wieder (nach Leipzig) gezogen sei. Ihm selbst ging es ebenso. Gleichwohl schmerze es ihn, dass er nicht viel von den alten guten Dingen vorfinden durfte, dafür aber viele Übel. Aber so Gott es wolle, werde es besser werden. Auch die neulich entstandene Unruhe (s. Anm.) habe die Universität (Leipzig) heftig erschüttert. Aber man müsse Gott danken, dass er die Entstehung eines heftigen Krieges verhinderte. Sie müssten zu Gott beten, dass der Friede erhalten bleibe.

Camerarius habe Helt sein auf der Buchmesse erschienenes Werk (s. Anm.) geschickt. Die Herausgabe sei überstürzt gewesen, deshalb sei das Büchlein voller Druckfehler. Camerarius habe während der Messe seine ganze Zeit damit verbracht, die Fehler zu korrigieren. Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

  • "Bald nachdem Camerarius von Helt weggezogen war": Bezieht sich auf die Kindheit, während der Camerarius in Leipzig bei Helt gewohnt hatte.
  • "Auch die neulich entstandene Unruhe": Falls der Brief im Druck richtig datiert wurde, dürfte sich Camerarius auf die Unruhen nach dem Leipziger Interim beziehen.
  • "sein auf der Buchmesse erschienenes Werk": Falls der Brief im Druck richtig datiert wurde, dürften die folgenden in Leipzig erschienenen Drucke in Frage kommen: