Camerarius an Hier. Wolf, 10.03.1558

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0818
Zitation Camerarius an Hier. Wolf, 10.03.1558, bearbeitet von Manuel Huth (22.06.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0818
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 461-462
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen Zäh 2013, Nr. 149
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Wolf
Datum 1558/03/10
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum 6. Id(us) Martii
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Augsburg
Gedicht? nein
Incipit Hic cartas quasdam circumtulerunt
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Mathematik; Biographisches (Buchbesitz)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen Welche Tabulae sind gemeint?
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 22.06.2019
Werksigle OCEp 0818
Zitation Camerarius an Hier. Wolf, 10.03.1558, bearbeitet von Manuel Huth (22.06.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0818
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 461-462
Sonstige Editionen Zäh 2013, Nr. 149
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hieronymus Wolf
Datum 1558/03/10
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum 6. Id(us) Martii
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Augsburg
Gedicht? nein
Incipit Hic cartas quasdam circumtulerunt
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Mathematik; Biographisches (Buchbesitz)
Datumsstempel 22.06.2019


Entstehungsort ermittelt lt. Zäh, Zielort mutmaßlich.

Regest

Hier (in Leipzig) gingen einige tabulae (s. Anm.) um, die Camerarius kaum in die Hände bekommen und ansehen konnte. Anscheinend sei das Werk von Wolf verfasst, aber Camerarius erwarte eine vollständige Ausgabe von Wolf. Wie könne sich Wolf in diesen unsicheren Zeiten darüber wundern, dass der erwartete Erfolg ausbleibe (s. Anm.)? Wer habe jemals schon von einem Weisen gefordert, dass seine Pläne auch aufgingen? Schon lange ertrage es Camerarius mit größtem Gleichmut, dass man seine Studien und Mühen geringschätze und seine Lehre verachte. Dennoch betreibe er sie sorgfältig, obwohl auch Cyprian (Leowitz) ihnen beinahe schon den Untergang vorausgesagt habe. Aber er glaube, dass diejenigen, die ihn nicht hören wollten, mehr Schaden nähmen als er. Aber er wolle sich darüber hinwegtrösten, nicht (unnötig) Sorgen machen und den Mut nicht sinken lassen (= Plautus, Miles gloriosus, 1,6).

Dem Brief Wolfs könne er entnehmen, dass sein letzter Brief Wolf nicht erreicht habe. Er hatte den Brief einem ihm nicht näher bekannten Jonas Adler übergeben, ohne genauer zu wissen, wie zuverlässig er sei. Selbst habe Adler dies nicht erkennen lassen und jeder rede anders über ihn. Camerarius hatte brieflich auch Ulrich (Fugger) und Wolf auf sein Schreiben geantwortet, das in Camerarius‘ Abwesenheit hier (nach Leipzig) angekommen sei. Und Camerarius habe seinem Brief einen Brief Konrads beigefügt. Wegen ihm habe Camerarius auch erneut an Ulrich (Fugger) geschrieben. Camerarius lobt Konrads Redlichkeit, seine wissenschaftlichen Bestrebungen und seinen Fortschritt. Er halte ihn der Förderungs Ulrich (Fuggers) wert. Er erinnert an Martial: "Nur der Reichtum, den du weggibst, wird für immer dir gehören." (Martial 5, 42, 8). Camerarius selbst sei der Meinung, dass man lieber solche Leute fördere, über deren Lob man sich freuen könne und deren Arbeit dem Förderer Nutzen bringe. Aber darüber solle Ulrich (Fugger) selbst urteilen. Camerarius vermute allerdings, dass (nicht so sehr Ulrich Fugger) nachlässig war als vielmehr diejenigen, die man angewiesen hatte, das Geld an Konrad auszuzahlen. Sicherlich seien sie mit einem Teil des Geldes verschwunden. Camerarius wisse, dass solche Dinge zu geschehen pflegen.

Camerarius bittet erneut um den Theon. Vergeblich hatte er auf den Diophantos (von Alexandria) gehofft. Die Schrift des Klearch von Soloi, der dasselbe Thema wie Theon behandle, existiere wohl nicht mehr. Lebewohl.

(Manuel Huth)

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