Camerarius an Johannes Sinapius, 11.11.1560

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0767
Zitation Camerarius an Johannes Sinapius, 11.11.1560, bearbeitet von Manuel Huth und Ulrich Schlegelmilch (11.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0767
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 361-362
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen Flood / Shaw 1997, S. 220-221, Nr. 75
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Sinapius
Datum 1560/11/11
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 3. Id. IXbris (o.J.); ermitteltes Jahr lt. Flood / Shaw
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Allatae sunt litterae tuae, vir clarissime, me domi sedente
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Krankheit)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:US
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 11.03.2020
Werksigle OCEp 0767
Zitation Camerarius an Johannes Sinapius, 11.11.1560, bearbeitet von Manuel Huth und Ulrich Schlegelmilch (11.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0767
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 361-362
Sonstige Editionen Flood / Shaw 1997, S. 220-221, Nr. 75
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Sinapius
Datum 1560/11/11
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 3. Id. IXbris (o.J.); ermitteltes Jahr lt. Flood / Shaw
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Allatae sunt litterae tuae, vir clarissime, me domi sedente
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Biographisches (Krankheit)
Datumsstempel 11.03.2020


Zielort mutmaßlich

Regest

S.' Brief habe C. erreicht, als er zuhause mehr in Gedanken versunken als tätig gewesen sei, da die Hochzeitsvorbereitungen für die noch zuhause verbliebene Tochter (Ursula, mit Caspar Jungermann) anstünden. Beim Öffnen und Lesen des Briefes sei der Bote schon weitergeeilt gewesen. Weiter wolle er über sich nichts schreiben; zwar strebe ein jeder nicht nur nach guten Taten, sondern auch nach einem guten Ruf (wie auch Pindar sage), doch bedürfe es auch keines übermäßigen Lobes.

Welch eine Lücke der Tod (Philipp) Melanchthons gerissen habe, werde man möglicherweise erst später erkennen; es gebe Leute, die sich über dieses Unglück freuten. - Wenn es S. gut gehe, freue sich C., falls nicht, wie zu befürchten stehe, wünsche er ihm einen starken Mut. Durch die schlimme Untat, von der S. berichtet habe (gemeint ist die Ermordung Melchior Zobels), sei auch C. ziemlich erschüttert worden und denke noch immer mit Betrübnis daran, doch müsse man Gott das Weitere überlassen.

C. habe gehört, daß S. seine Tochter (Theodora) mit N. N. (Christophorus Elephantus, wohl nur im Druck anonymisiert) verheiratet habe und die Ehe glücklich sei. Er gratuliere ihm zu einem solchen Schwiegersohn. C. selbst werde alt und leide unter Nierenbeschwerden.

Kürzlich habe er ein Schreiben von (Georg (Fischer?)) erhalten und wolle ihm antworten; S. möge dann diese Antwort an Georg weiterleiten. - In einer griechischen Komödie heiße es, daß von Sinnen sei, wer ein gutes Fischgericht erstehen könne und stattdessen Rettiche kaufe. In diesem Sinne habe auch C. keine Lust, sich angesichts erreichbarer, klarer und bedeutender Meinungen und Angelegenheiten an ihrer Stelle mit unklaren und belanglosen zu befassen. Doch sei es, wie der Tragödiendichter sage: Daß ein Ding dem einen gefalle, dem anderen jedoch verhaßt sei, sei eine ernste Sache. Das müsse nun ein jeder entscheiden, allerdings werde solcherlei im Brief an S. mißtönend wirken.

Grüße an Erasmus (Neustetter).

(Marco Bleistein / Ulrich Schlegelmilch; ergänzende Hinweise verdanken wir Torsten Woitkowitz)

Literatur und weiterführende Links