Camerarius an Karl, 1539

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Karl, 18.03.153918 März 1539 JL
Karl an Camerarius, 17.12.154317 Dezember 1543 JL
Werksigle OCEp 0153
Zitation Camerarius an Karl, 1539, bearbeitet von Manuel Huth und Alexander Hubert (03.05.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0153
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. Z8r-a1r
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Adam Karl
Datum 1539
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit Non tua, nam liceat quae sentio vera fateri
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung Briefgedicht in 25 elegischen Distichen.
Anlass
Register Briefe/Briefgedichte
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:HIWI
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 3.05.2020
Werksigle OCEp 0153
Zitation Camerarius an Karl, 1539, bearbeitet von Manuel Huth und Alexander Hubert (03.05.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0153
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. Z8r-a1r
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Adam Karl
Datum 1539
Datum gesichert? nein
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit Non tua, nam liceat quae sentio vera fateri
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Kurzbeschreibung Briefgedicht in 25 elegischen Distichen.
Register Briefe/Briefgedichte
Datumsstempel 3.05.2020


Regest

Karls Wohltaten gegenüber Camerarius, die er ihm erwiesen habe, damit er ihm alles verdanke, seien Camerarius nicht so wichtig wie seine Zuneigung, die so groß sei, dass Camerarius hinter niemandem zurückstehe. Und was Camerarius insbesondere erfreue, sei die Wertschätzung Karls für die Musen und die Künste.
Nun bestehe die Hoffnung, dass die Musen auch in diesen widrigen Zeiten weiterleben könnten, nun könne man Hoffnung schöpfen, dass die schönen Künste ihre verhängnisvolle Lage überwinden könnten.
Camerarius' Brief sei Zeichen seiner Dankbarkeit an Karl; er überreiche diesem hiermit einige kleine Geschenke aus eigener Produktion. Karl solle das Erhaltene gerne annehmen, wie ein Veilchen, das im Frühjahr von eiliger Hand gepflückt wurde. So solle dereinst auch Apolls Altar geschmückt sein: sobald Camerarius mehr Erfolg beschieden sei, werde er reicheren Dank abstatten, wenn auch sein Acker und Boden nicht besonders fruchtbar sei. Er hoffe, das durch seine Bemühungen wettzumachen.
Karl möge Gefallen an Camerarius' Schriften finden und seine Wertschätzung beibehalten, er, dessen Tugenden bedeutender seien als eine lange Reihe von Ahnenbildern. Er möge das Ansehen der Wissenschaften und den Ruhm des Dichtergottes mehren, und die gemeine Masse möge sein Heiligtum fliehen. Camerarius lobe und heiße gut, was Karl tue, wie er schon lange im Gedicht verkünde.

(Alexander Hubert/Ulrich Schlegelmilch)