Camerarius an Karlowitz, 10.09.(1562?)

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0921
Zitation Camerarius an Karlowitz, 10.09.(1562?), bearbeitet von Manuel Huth, Torsten Woitkowitz und Michael Pöschmann (02.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0921
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 034-035
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Christoph von Karlowitz
Datum 1562-09-10
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum mutmaßliches Jahr lt. Woitkowitz; im Druck: 4. Idus Septembr. (o.J.)
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Quod arbitrarer, tibi esse oblata negotia
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Politische Neuigkeiten
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:TW; Benutzer:HIWI4
Gegengelesen von
Datumsstempel 2.03.2020
Werksigle OCEp 0921
Zitation Camerarius an Karlowitz, 10.09.(1562?), bearbeitet von Manuel Huth, Torsten Woitkowitz und Michael Pöschmann (02.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0921
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 034-035
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Christoph von Karlowitz
Datum 1562-09-10
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum mutmaßliches Jahr lt. Woitkowitz; im Druck: 4. Idus Septembr. (o.J.)
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Quod arbitrarer, tibi esse oblata negotia
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Politische Neuigkeiten
Datumsstempel 2.03.2020


Hinweise zur Datierung

Der Brief wurde nach 1541 (Antritt der Professur in Leipzig) und vor dem Jahr 1565 geschrieben, in dem der im Brief genannte Augsburger Patrizier Hans Georg Baumgartner, geboren 1515, gestorben am 29. Juni 1570, wegen Schulden für fünf Jahre inhaftiert worden war. Der Brief scheint nahe zu legen, dass C. mit eigenen Ohren die im Brief erwähnte Mitteilung Baumgartners über Karlowitz' vermeintlichen Tod gehört hat, was bei einem Aufenthalt in Augsburg möglich gewesen wäre. Zwischen 1541 und 1565 war C. 1555 und 1559 in Augsburg. Wegen der Grüße an die Frau von K. wurde der Brief nicht 1559 geschrieben, da Anfang des Jahres die erste Frau von K. gestorben ist und K. erst wieder im Februar 1560 geheiratet hat. Der Brief könnte also 1555 geschrieben worden sein und müsste sich dann auf eine schon etwas länger zurückliegende Verabredung beziehen, da sich K. im September 1555 bereits als kurfürstlicher Gesandter auf dem Augsburger Reichstag befand, wobei C. dann von dieser Reise des K. nichts gewusst hat. Gegen eine Zuordnung ins Jahr 1555 spricht aber auch, dass C. weder den Tod Daniel Stibars noch seine anstehende Reise nach Nürnberg erwähnt (vgl. MBW, Nr. MBW 7575). Vielleicht ist dieser Brief 1562 geschrieben. Die Erwähnung des militärischen Geschehens in Aquitanien könnte auf den Beginn des ersten Hugenottenkriegs (1562-1563) weisen.

Regest (von Torsten Woitkowitz)

(1) C. entschuldigt sich, daß er vor den Toren der Stadt nicht länger auf K. warten konnte, und er, wie er später erfuhr, die Stadt gerade wieder betreten hatte, als K. herauskam. Auf dieser Verabredung wollte C. K. mitteilen, daß es in Schwaben Gerüchte von K.s Tod gibt, u. a. durch Johannes Georg Baumgartner.

(2) In Aquitanien werden Truppen zusammengezogen.

(3) Segenswunsch für K. und dessen Gemahlin.

(Torsten Woitkowitz)