Camerarius an Languet, 09.06.1568

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
Wechseln zu: Navigation, Suche


Chronologisch vorhergehende Briefe
Chronologisch folgende Briefe
 Briefdatum
Languet an Camerarius, 18.05.156818 Mai 1568 JL
Languet an Camerarius, 17.04.156817 April 1568 JL
Languet an Camerarius, 23.02.156823 Februar 1568 JL
 Briefdatum
Languet an Camerarius, 06.10.15686 Oktober 1568 JL
Camerarius an Languet, 12.01.156912 Januar 1569 JL
Languet an Camerarius, 13.02.156913 Februar 1569 JL
Werksigle OCEp 1132
Zitation Camerarius an Languet, 09.06.1568, bearbeitet von Manuel Huth (15.01.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1132
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 286-287
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hubert Languet
Datum 1568/06/09
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Ante dies decem redditae mihi sunt literae tuae scriptae ad Moenum
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Politische Neuigkeiten
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 15.01.2020
Werksigle OCEp 1132
Zitation Camerarius an Languet, 09.06.1568, bearbeitet von Manuel Huth (15.01.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1132
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 286-287
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hubert Languet
Datum 1568/06/09
Datum gesichert? ja
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Ante dies decem redditae mihi sunt literae tuae scriptae ad Moenum
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Politische Neuigkeiten
Datumsstempel 15.01.2020


Regest

Vor zehn Tagen habe Camerarius Languets Brief erhalten, den dieser (in Frankfurt) am Main verfasst hatte. In diesen Tagen sei auch Claus Bromm von dort (nach Leipzig) gekommen. Er habe erzählt, dass sich Languet nun auch (in Frankfurt) niederlasse. Camerarius hoffe von Herzen, dass Languet ein seiner würdiges Schicksal finde. Sollte er aber eine Weile in der Gegend (um Leipzig) bleiben und Camerarius' Gast sein wollen, würde sich Camerarius sehr freuen. Dies habe er bereits in einem im letzten Winter verfassten Brief geschrieben.

Hier (in Leipzig) gebe es Gerüchte, dass das Heer in Frankreich endlich entlassen wurde. Die Verzögerung sei demnach durch einen Mangel an Geld entstanden. Nicht wenige machten sich Sorgen, ob sich die Truppen verteilen würden oder was sonst geschehen werde. Es näherten sich verhängnisvolle Ereignisse, über die es viele Weissagungen gebe. Diese Ereignisse würden durch ihre Sünden provoziert, und sie würden so enden, wie es niemand erwarte. Man müsse den Ausgang dem Willen Gottes überlassen.

Camerarius habe diesem Brief eine Verlautbarung (proposita charta) beigefügt, die nach der Sitte der Universität (Leipzig) in den letzten Pfingstferien aushing.

In Ungarn lebten die einstmals unterdrückten Schmähungen gegen Christus und den Heiligen Geist wieder auf. Auch anderswo solle es gefährliche Verblendungen geben, und offensichtlich säßen ihnen die Feinde im Nacken. Nichtsdestoweniger nähmen die Streitereien (auch) unter anderen Leuten zu, und es würden Büchlein verbreitet, die offensichtlich von Kränkungen und Hass geprägt seien. Darunter müssten alle guten Männer leiden. Aber dasselbe sei bereits in alten Zeiten passiert. Man könne nur sein Schicksal ertragen und zu Gott beten.

Camerarius hatte seinen Sohn Joachim bei der letzten Messe zu Gast, der gemeinsam mit seiner Frau (Maria Rummel) angereist war. Ludwig sei immer noch bei Camerarius und mache sich Sorgen wegen anderer Bekannter, aber insbesondere wegen seines (ehemaligen) Gastgebers (Languet), denn Camerarius und sein Sohn beklagten dessen Schicksal.

Lebewohl.

(Manuel Huth)