Camerarius an Lindemann, 03.01.15XX

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
Wechseln zu: Navigation, Suche


Werksigle OCEp 0602
Zitation Camerarius an Lindemann, 03.01.15XX, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Alexander Hubert (03.05.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0602
Besitzende Institution Weimar, ThHStA
Signatur, Blatt/Seite Nachlaß Karl Wilhelm Schumacher Nr. 77, Bl. 16
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 192-193
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Cyriacus Lindemann
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum III. Non. Ian. (o.J.); im Druck o.D.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Quantum dolorem ceperim infelice casu isto infortunii
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Übersetzung
Handschrift gesehen
Bearbeitungsstand validiert
Notizen Digi+
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:US; Benutzer:HIWI
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 3.05.2020
Werksigle OCEp 0602
Zitation Camerarius an Lindemann, 03.01.15XX, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Alexander Hubert (03.05.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0602
Besitzende Institution Weimar, ThHStA
Signatur, Blatt/Seite Nachlaß Karl Wilhelm Schumacher Nr. 77, Bl. 16
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 192-193
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Cyriacus Lindemann
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum III. Non. Ian. (o.J.); im Druck o.D.
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Quantum dolorem ceperim infelice casu isto infortunii
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Übersetzung
Datumsstempel 3.05.2020

ACHTUNG KEIN DATUM GEFUNDEN


Regest

Wie tief es Camerarius getroffen habe zu sehen, wie sehr nicht nur Lindemann gelitten habe, sondern auch die von ihm in nicht geringem Maße unterstützte Schule (in Schulpforta) gelitten habe, habe er schon damals verkündet, als das Übel noch frisch war, und er fühle es immer wieder. Er habe jedoch schon lange gelernt, ohne Anklage zu ertragen, was er nicht ändern könne, und das Alte hinter sich lassend für das Jetzt zu sorgen; das solle auch Lindemann tun. Doch solche Belehrung brauche Lindemann wohl kaum.
Dass, wie Lindemann schreibe, die Wahrheit momentan verdunkelt werde, stimme und sei leider häufig so; auch Demokrit habe sie im tiefsten Brunnen versenkt. Doch man müsse ihr dennoch folgen und sich dabei nicht von den Affekten behindern lassen. Doch er schweife wieder zu Belehrungen ab.
Dass Lindemann Camerarius' Verse übersetze, freue ihn, er habe Lindemanns Schrift direkt an seinen Schwiegersohn (Esrom Rüdinger?) weitergesandt. Den Theognis schicke Camerarius Lindemann wie gewünscht zurück. Wie ihm scheine, entspreche in der Übersetzung manches eher Lindemanns Meinung als der Aussage der griechischen Verse, zumal Lindemann auch schreibe, er habe sich teils bewusst von der Meinung des Autors entfernt. Camerarius habe angefangen, griechischen Text und Übersetzung zu vergleichen, da er ersteren kommentieren wolle. Wenn er damit fertig sei, werde er Lindemann schreiben. Nun habe er nicht mehr zu schreiben.
Lebwohl. Grüße an den Schwiegervater (vgl. Anmerkung!).

(Alexander Hubert)

Zur Datierung

Mit Blick auf den thematisch verwandten Brief vom 14.10.15(47) scheint eine Datierung in den folgenden Winter, also auf Januar 1548, plausibel. Der abschließende Gruß an Lindemanns Schwiegervater ist in keinem Fall plausibel erklärbar, da dieser (Friedrich Myconius) am 7.4.1546 verstarb, Lindemanns Eheschließung mit Myconius' Tochter jedoch erst 1548 stattfand.