Camerarius an Neuenahr, 13.01.1569

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Camerarius an Neuenahr, 11.05.156311 Mai 1563 JL
 Briefdatum
Camerarius an Neuenahr, 13.01.157013 Januar 1570 JL
Camerarius an Neuenahr, 15.07.157015 Juli 1570 JL
Camerarius an Neuenahr, 09.10.15719 Oktober 1571 JL
Werksigle OCEp 0481
Zitation Camerarius an Neuenahr, 13.01.1569, bearbeitet von Manuel Huth und Vinzenz Gottlieb (18.04.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0481
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 025-026
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hermann von Neuenahr d.J.
Datum 1569/01/13
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Id. Ian. 69 (laut Druck)
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Saepe multumque in his motibus et ista tempestate
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Büchersendung
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:VG
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 18.04.2022
Werksigle OCEp 0481
Zitation Camerarius an Neuenahr, 13.01.1569, bearbeitet von Manuel Huth und Vinzenz Gottlieb (18.04.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0481
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 025-026
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hermann von Neuenahr d.J.
Datum 1569/01/13
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Id. Ian. 69 (laut Druck)
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Saepe multumque in his motibus et ista tempestate
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Büchersendung
Datumsstempel 18.04.2022


Regest

In diesen stürmischen Zeiten, die so viele Blutbäder hervorbrächten, sei C. um N.s Wohlergehen besorgt und schließe ihn in seine Gebete ein. Damit werde er auch nicht aufhören. Allerdings nehme C. wahr, dass der Staat in einen derartigen Zustand verfallen sei, dass es, wenn nicht ein Wunder geschehe, um seine Ehre und sogar sein Leben geschehen sei. Dabei könne man das feststellen, was mächtigen Reichen immer widerfahre und sie schließlich vernichte: Man weiche vom Streben nach dem Allgemeinwohl ab und verliere sich in zerstreuten Privatinteressen. Dies geschehe jedoch nicht nur im Verborgenen, sondern auch öffentlich befehdeten sich diejenigen, die eigentlich zum Wohl des Staates zusammenhalten müssten. Soweit zu ihnen (wenn es C. überhaupt anstehe, darüber zu schreiben). Man sehe jedoch, dass sie selbst durch diesen Zwist zu Schaden kämen, den mit allen Mitteln abzuwenden ihr größtes Interesse sein müsste. In diesem Sinne schreibe Isokrates an Philipp II.: „Wir handeln selbstvergessen, wenn wir gemeinsam mit den Feinden unserer Väter deren Blutsverwandte (uns selbst) zu vernichten suchen.“ (Isocr. 5,126).
Zudem übersende C. eine Auswahl einiger seiner vor Jahren herausgegebenen Gedichte im Wissen um N.s große Gelehrsamkeit und Freundschaft. Er lege auch einige Veröffentlichungen ihrer Universität (nostrae Academiae consuetudine proposita) bei.
(Michael Pöschmann)