Camerarius an Roting, 01.02.1539

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Roting und Seiler, 06.03.15256 März 1525 JL

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Werksigle OCEp 1499
Zitation Camerarius an Roting, 01.02.1539, bearbeitet von Marion Gindhart (17.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1499
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Appendix Fabularum Aesopicarum (Druck), 1539
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. a2r-a4v
Zweitdruck in Camerarius, Fabulae Aesopicae (Druck), 1542
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck Bl. h4r-h6v
Sonstige Editionen Camerarius, Fabulae Aesopicae (Druck), 1544, Bl. l6r-l8v; Camerarius, Fabulae Aesopicae (Druck), 1564, Bl. l3v-l6r; Camerarius, Fabulae Aesopicae (Druck), 1570, Bl. l3v-l6r
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Michael Roting
Datum 01.02.1539
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Der Widmungsbrief datiert V. Non. Februa. (unkorrekte Datumsangabe: der fünfte Tag vor den Nonen des Februar ist der 1. Februar und damit Kal. Feb.).
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Meas fabellas placere tibi valde laetor
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu Camerarius, Appendix Fabularum Aesopicarum (Druck), 1539
Kurzbeschreibung Camerarius freue sich, dass Roting und andere Gelehrte seine Fabelsammlung (von 1538) wohlwollend aufgenommen hätten. Mehrere Unterbrechungen hätten zu Fehlern in der Ausgabe geführt, weswegen er der "Appendix" ein Errata-Verzeichnis beigegeben habe. Die ergänzende Sammlung habe er aus antiken und nachantiken Quellen kompiliert, teilweise stammten die fabulae auch von ihm. Er reflektiert über die Person bzw. das Konstrukt 'Aesop', das Anliegen der Fabeln sowie über die von ihm verfassten Epimythien und nennt konkrete Unterrichtssequenzen. Er bittet Roting um die Weitergabe an den Nachwuchs, der später auch das Freundschaftsverhältnis der Väter weitertragen solle.
Anlass
Register Widmungsbrief; Fabel; Edition; Pädagogik; Elementarunterricht; Werkgenese
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MG
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 17.12.2019
Werksigle OCEp 1499
Zitation Camerarius an Roting, 01.02.1539, bearbeitet von Marion Gindhart (17.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1499
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Appendix Fabularum Aesopicarum (Druck), 1539
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. a2r-a4v
Zweitdruck in Camerarius, Fabulae Aesopicae (Druck), 1542
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck Bl. h4r-h6v
Sonstige Editionen Camerarius, Fabulae Aesopicae (Druck), 1544, Bl. l6r-l8v; Camerarius, Fabulae Aesopicae (Druck), 1564, Bl. l3v-l6r; Camerarius, Fabulae Aesopicae (Druck), 1570, Bl. l3v-l6r
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Michael Roting
Datum 01.02.1539
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Der Widmungsbrief datiert V. Non. Februa. (unkorrekte Datumsangabe: der fünfte Tag vor den Nonen des Februar ist der 1. Februar und damit Kal. Feb.).
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Meas fabellas placere tibi valde laetor
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu Camerarius, Appendix Fabularum Aesopicarum (Druck), 1539
Kurzbeschreibung Camerarius freue sich, dass Roting und andere Gelehrte seine Fabelsammlung (von 1538) wohlwollend aufgenommen hätten. Mehrere Unterbrechungen hätten zu Fehlern in der Ausgabe geführt, weswegen er der "Appendix" ein Errata-Verzeichnis beigegeben habe. Die ergänzende Sammlung habe er aus antiken und nachantiken Quellen kompiliert, teilweise stammten die fabulae auch von ihm. Er reflektiert über die Person bzw. das Konstrukt 'Aesop', das Anliegen der Fabeln sowie über die von ihm verfassten Epimythien und nennt konkrete Unterrichtssequenzen. Er bittet Roting um die Weitergabe an den Nachwuchs, der später auch das Freundschaftsverhältnis der Väter weitertragen solle.
Register Widmungsbrief; Fabel; Edition; Pädagogik; Elementarunterricht; Werkgenese
Datumsstempel 17.12.2019


Regest

Camerarius freue sich, dass Roting und andere Gelehrte seine Fabelsammlung (von 1538) so wohlwollend aufgenommen haben, und rekurriert auf einen entsprechenden Brief Rotings (dort Lob für Camerarius' Intention der Ausgabe, die auf die commoditates studiorum pueritiae ausgerichtet sei, a2r). Camerarius berichtet von Verzögerungen bei der Erstellung und Überarbeitung der Ausgabe, die auch für Fehler sorgten. Er habe nun keine berichtigte neue Ausgabe besorgt, sondern ein Errata-Verzeichnis erstellt (im Druck: g2r-g3v), das von einer weiteren turbula fabularum Aesopicarum (a2v) begleitet werde. Diese habe er teilweise aus sermones anderer kompiliert, teilweise aus der antiken Literatur, teilweise habe er sie aber auch selbst verfasst (partim etiam expressas cogitatione nostra, ebd.). Es folgen kurze Ausführungen zu Aesop bzw. dem Konstrukt 'Aesop' und dem Anliegen der Fabeln (nämlich: communis instructio vel etiam castigatio, a3r).
Camerarius habe den fabulae passende Epimythien beigegeben und den Schülern beigebracht, diese zu variieren und neue Interpretationen zu suchen und zu einer vorgegebenen Sentenz eine eigene Fabel zu schreiben (ebd.), denn: Quae exercitia sunt principiis studiorum convenientissima (ebd.). Er widme die Appendix Roting zur Weitergabe an den hoffnungsvollen Nürnberger Nachwuchs (an Michael Roting jun., an Mylius' Sohn Iustinus und an Christoph Laurea, a4r), die ihn ebenso schätzen sollen, wie die Kinder des Camerarius dies mit Roting tun, so dass die Verhältnisse der Väter auf die Kinder übergehen.

(Marion Gindhart)

Anmerkung zum Entstehungs- und Zielort

Entstehungs- und Zielort sind nicht genannt, es dürfte sich aber um Tübingen bzw. Nürnberg handeln.