Camerarius an Sabinus, 11.1536

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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 Briefdatum
Sabinus an Camerarius, 15xx27 Dezember 1543 JL
Sabinus an Camerarius, 29.06.154429 Juni 1544 JL
Camerarius an Sabinus, 01.08.15451 August 1545 JL
Werksigle OCEp 0148
Zitation Camerarius an Sabinus, 11.1536, bearbeitet von Manuel Huth (01.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0148
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. Y8v-Z2r
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Sabinus
Datum 1536-11
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr (im Druck fälschlich auf das Jahr 1539 datiert); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn 1536/11/01
Unscharfes Datum Ende 1536/11/30
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort Wittenberg
Gedicht? ja
Incipit Sic ubi mater abest solus viridi agnus in herba
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass Biographisches (Hochzeit)
Register Briefgedicht
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen Habe SW "Biographisches (Hochzeit)" als Anlaß vergeben; ist das legitim oder beziehen sich die biogr. SW nur auf JC selbst? US 1.12.19
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:User:US
Datumsstempel 1.12.2019
Werksigle OCEp 0148
Zitation Camerarius an Sabinus, 11.1536, bearbeitet von Manuel Huth (01.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0148
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. Y8v-Z2r
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Sabinus
Datum 1536-11
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr (im Druck fälschlich auf das Jahr 1539 datiert); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn 1536/11/01
Unscharfes Datum Ende 1536/11/30
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort Wittenberg
Gedicht? ja
Incipit Sic ubi mater abest solus viridi agnus in herba
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Anlass Biographisches (Hochzeit)
Register Briefgedicht
Datumsstempel 1.12.2019


Zielort ermittelt.

Hinweise zur Datierung

Für die Umdatierung auf das Jahr 1536 sprechen zwei Gründe:

  • Camerarius trauert in dem Gedicht über die Abreise Philipp Melanchthons von Tübingen, das dieser im Oktober des Jahres 1536 bereist hatte.
  • Camerarius findet Trost in dem Gedanken, dass Sabinus von Melanchthon als Schwiegersohn bezeichnet wird. Die Heirat fand im November des Jahres 1536 statt.

Regest

Briefgedicht in 50 elegischen Distichen.

Camerarius trauert am Neckar (d.h. in Tübingen) über die Abreise Philipp (Melanchthons) (V. 1-16). Trost findet er in dem Gedanken, dass Melanchthon Sabinus als seinen Schwiegersohn bezeichnet – und zwar mit einem von Camerarius verfassten (nostra voce) Vers: O socero tanto digne reperte gener ("Oh du eines solch bedeutenden Schwiegervaters würdiger Schwiegersohn!") (V. 17-20).

Es folgen topische Vorwürfe: Sicherlich freue sich Sabinus über die Abreise seines Schwiegervaters, die doch der Grund für Camerarius' Trauer sei. Aber Camerarius habe Verständnis dafür, dass sich Sabinus schon auf dessen Ankunft wegen seiner Verlobten (Anna) freue, (da er sie erst nach Melanchthons Rückkehr heiraten könne) (V. 21-36).

Vielleicht werde Sabinus schon verheiratet sein, wenn er diesen Brief erhalte. Es folgen Erinnerungen an die Kindheit Annas und ein Lob ihrer Schönheit (V. 37-46), ein Lob des Brautpaares, gute Wünsche für die Ehe sowie ein Lobpreis der Ehe an sich (V. 47-80). Nach erneuten Wünschen für die Ehe fordert er das Paar auf, dem Schwiegervater (Melanchthon) einen Enkel zu schenken, wobei er die Freundschaft zu ihm beteuert (V. 81-94).

In den letzten Versen wendet er sich zunächst Sabinus, dann Anna zu, indem er sie auffordert, die Ehe miteinander einzugehen. Anna, Sabinus sowie Melanchthon und dessen Frau (Katharina) möchten wohl leben (V. 95-100).

(Manuel Huth)