Camerarius an Sabinus, 1552

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Sabinus an Camerarius, 22.07.155122 Juli 1551 JL
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Camerarius an Sabinus, 05.01.15515 Januar 1551 JL
 Briefdatum
Camerarius an Sabinus, 15531553 JL
Werksigle OCEp 0781
Zitation Camerarius an Sabinus, 1552, bearbeitet von Manuel Huth (01.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0781
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 404-405
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Sabinus
Datum 1552
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr (im Druck fälschlich: 1550); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn 1552-03-07
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Königsberg (Preußen)
Gedicht? nein
Incipit Iam audio omnia plena esse libris contra vestrum sapientem scriptis
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Osiandrischer Streit; Politische Neuigkeiten; Büchersendung; Drucklegung; Konzil von Trient, II. Trienter Periode (1551-1552)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 1.12.2019
Werksigle OCEp 0781
Zitation Camerarius an Sabinus, 1552, bearbeitet von Manuel Huth (01.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0781
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 404-405
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Sabinus
Datum 1552
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr (im Druck fälschlich: 1550); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn 1552-03-07
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Königsberg (Preußen)
Gedicht? nein
Incipit Iam audio omnia plena esse libris contra vestrum sapientem scriptis
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Osiandrischer Streit; Politische Neuigkeiten; Büchersendung; Drucklegung; Konzil von Trient, II. Trienter Periode (1551-1552)
Datumsstempel 1.12.2019


Entstehungs- und Zielort mutmaßlich.

Hinweise zur Datierung

  • Terminus post quem: Georg Sabinus hatte in einem Brief vom 18.12.1551 Melanchthon vom Tod seines Sohnes Albert in Kenntnis gesetzt (vgl. MBW, Nr. 6285). Danach muss noch einige Zeit verstrichen sein, denn Camerarius hatte, wie er schreibt, bereits vor der Verschickung dieses Briefes ein Epitaph auf Albert verfasst und an Sabinus gesandt. Weiterhin wird in dem Brief mutmaßlich die nicht vor dem 7.3.1552 vollendete Ἀριθμολογία ἠθική erwähnt.

Regest

Schon höre Camerarius auch von ihrem gemeinsamen Bekannten (unbekannt), dass es überall Bücher gebe, die gegen Sabinus' "weisen Mann" (wohl Andreas Osiander) geschrieben seien. Camerarius hatte noch nie Freude an Streitereien und Auseinandersetzungen, denn noch niemals habe er bemerkt, dass man durch sie die Wahrheit beschützt oder irgendetwas erreicht hätte. Jene Gladiatoren (Esarnini et Pacidiani) sollten sich von ihm aus ruhig miteinander herumschlagen. Camerarius jedenfalls werde diese (Streit-)Schriften nicht lesen.

Camerarius neide seinem Verwandten/Bekannten (unbekannt) seine Stellung nicht, aber dennoch gebe es keinen Grund, ihn zu diesen Erfolgen zu beglückwünschen. Es sei nämlich besser, jenes Geschwür überhaupt nicht zu berühren.

Dass die Lage (in Königsberg) aber so sei, wie Sabinus schreibe, darüber empfinde er Mitleid mit Sabinus. Er wisse nicht, was er sonst tun könne.

Hier (in Leipzig) sei es zu plötzlichen Unruhen gekommen (unklar). Was er über sie schreiben solle, wisse er nicht - d.h. eigentlich wisse er es schon, aber er wolle es nicht schreiben, zumal es auch gefährlich wäre.

Man berichte, dass von den Truppen ihres Fürsten (Moritz von Sachsen) das Ufer des Maines gehalten werde und der König (Heinrich) von Frankreich sich Speyer nähere, während sich der Kaiser (Karl V.) noch an der Etsch aufhalte. Diese Anfänge seien betrüblich für all diejenigen, die fromme Studien betrieben, weil dadurch den Studien Verödung und Untergang drohe, die durch diejenigen wieder ans Licht geholt worden waren, die den Sabinus bekannten Weg beschritten hatten. Deshalb heiße es, dass jene Versammlung (das Konzil von Trient?) bereits aus dem Sinn sei, so als ob die Ihrigen (wohl: die Protestanten) die Zusammenkunft mit diesen (demnach: den Katholiken) scheuten. Camerarius sei so beunruhigt, dass seine Gedanken nicht mehr zusammenhängend seien und er nicht mehr weiterschreiben könne. Sabinus möge ihm nachsehen, dass er einen solchen Brief verschicke.

Anbei ein Büchlein, das mit vielen Fehlern bereits in Basel gedruckt wurde. Camerarius habe es hier (in Leipzig) neu drucken lassen (s. Anm.). Das Epitaph auf seinen Sohn (Albert Sabinus) habe Sabinus hoffentlich schon erhalten. (Zur Sicherheit) habe Camerarius aber eine weitere Abschrift des Gedichtes diesem Brief beigegeben.

Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen