Camerarius an Sabinus, 1553

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Sabinus an Camerarius, 14.03.155114 März 1551 JL

kein passender Brief gefunden

Werksigle OCEp 0780
Zitation Camerarius an Sabinus, 1553, bearbeitet von Manuel Huth (01.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0780
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 402-404
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Sabinus
Datum 1553
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Königsberg (Preußen)
Gedicht? nein
Incipit Iam te rescivisse existimo omnia de nostra migratione
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Zweiter Markgrafenkrieg (1552-1554); Osiandrischer Streit; Politische Neuigkeiten; Drucklegung
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:JS; Benutzer:US
Datumsstempel 1.12.2019
Werksigle OCEp 0780
Zitation Camerarius an Sabinus, 1553, bearbeitet von Manuel Huth (01.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0780
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 402-404
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Georg Sabinus
Datum 1553
Datum gesichert? nein
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Königsberg (Preußen)
Gedicht? nein
Incipit Iam te rescivisse existimo omnia de nostra migratione
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Zweiter Markgrafenkrieg (1552-1554); Osiandrischer Streit; Politische Neuigkeiten; Drucklegung
Datumsstempel 1.12.2019


Entstehungs- und Zielort mutmaßlich.

Regest

Sabinus habe vermutlich schon alles über die Reise des Camerarius erfahren, und auch, dass er endlich hier (in Nürnberg?) angekommen sei. Camerarius hatte es ihm brieflich mitgeteilt. Camerarius halte sich immer noch hier auf und warte auf Briefe seiner Freunde, auch wenn Sabinus' Schwiegervater (Philipp Melanchthon) schreibe, dass er seine Ankunft erwarte. Aber Camerarius habe keine Eile, obwohl die Lage hier und in der Nachbarschaft komplizierter werde und die Städtchen seiner Heimat erneut vom Neffen (Albrecht Alkibiades) von Sabinus' Fürsten (Albrecht von Preußen) eingenommen würden. Auch der Sitz (Bamberg) des Bischofs sei in großer Gefahr, sicherlich herrsche dort große Furcht. Es folgt eine wortreiche Zeitenklage. Camerarius wolle sich in seinem Schmerz mäßigen. Seiner Heimatstadt (Bamberg) und seinem dortigen Besitz drohe ein zweiter Sturm.

Der Fürst von Riga, Bischof (Wilhelm von Brandenburg), solle sich (in Königsberg) aufhalten, wie Camerarius nicht nur durch eine Nachricht von (Georg) Sturtz und der öffentlichen Mitteilung Scintillas (= Johann Funcks) erfahren habe, der geschrieben habe, dass der Fürst zur Beerdigung eines Ungenannten (sc. Andreas Osiander?) dorthin gereist sei. Sturtz hatte Camerarius aufgefordert, auch an Sabinus zu schreiben, wann immer er ihm einen Brief schicke. Dies habe er getan. Aber, so frage Camerarius, sei diese Lehre, vielmehr diese Täuschung denn noch nicht gestorben? Ja, es heiße sogar, dass sie wachse und erstarke. Wie er höre, werfe man sogar einigen seiner Freunde vor, die Lehren gutzuheißen. Um offen zu sein, wisse Camerarius nicht, was er von ihnen halten solle. Alles sei, insbesondere in dieser unruhigen Zeit, unsicher und unstet. Es folgt (erneut) eine wortreiche Zeitenklage.

Er werde vermutlich noch einen weiteren Monat hier (in Nürnberg?) bleiben. Danach werde er wieder sehen, was sich an der Universität (Leipzig) tue. Falls ihm Sabinus einen Brief schreiben wolle, solle er ihn an den Schwiegervater (Melanchthon) schicken.

Er habe seine, wenn auch geringe, freie Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen können und die Narratio über (Helius) Eobanus Hessus zusammen mit dessen Briefen und seinen eigenen nugae veröffentlicht. Auch Sabinus habe er erwähnt, als er von (Johann) Dantiscus berichtete (occasione Dantiscani; s. Bl. B2v der Vita), was Sabinus hoffentlich nicht unwillkommen sei.

Lebewohl.

(Manuel Huth)