Camerarius an Sambucus, 22.01.1570

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Sambucus an Camerarius, 11.1568November 1568 JL
 Briefdatum
Sambucus an Camerarius, 01.02.15741 Februar 1574 JL
Sambucus an Camerarius, 01.02.1574 a1 Februar 1574 JL
Camerarius an Sambucus, 19.02.157419 Februar 1574 JL
Werksigle OCEp 1211
Zitation Camerarius an Sambucus, 22.01.1570, bearbeitet von Manuel Huth (03.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1211
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 414-415
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Sambucus
Datum 1570/01/22
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Wien
Gedicht? nein
Incipit Attulit mihi aliquando literas abs te popularis tuus Georgius
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Drucklegung; Pest (Wien); Biographisches (Krankheit); Büchersendung; Politische Neuigkeiten
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 3.03.2020
Werksigle OCEp 1211
Zitation Camerarius an Sambucus, 22.01.1570, bearbeitet von Manuel Huth (03.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1211
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 414-415
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Sambucus
Datum 1570/01/22
Datum gesichert? ja
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Wien
Gedicht? nein
Incipit Attulit mihi aliquando literas abs te popularis tuus Georgius
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Drucklegung; Pest (Wien); Biographisches (Krankheit); Büchersendung; Politische Neuigkeiten
Datumsstempel 3.03.2020


Zielort mutmaßlich.

Regest

Camerarius habe den Brief des Sambucus von Georg (unbekannt) erhalten, einem Landsmann von Sambucus, der bisher bei Camerarius (in Leipzig) gewohnt habe. Der Umgang mit ihm sei allen angenehm und erfreulich gewesen. Aber aus gesundheitlichen Gründen habe Georg nicht länger hier (in Leipzig) bleiben können. Camerarius' Schwiegersohn Esrom Rüdinger habe ihm offenbart, dass Georg häufig und manchmal heftig unter seiner Krankheit gelitten habe. Deshalb habe er Leipzig verlassen müssen und Camerarius eröffnet, dass er beabsichtige, zu Sambucus zurückzukehren, und bereit sei, einen Brief zu überbringen. Camerarius habe sich über die Gelegenheit gefreut, denn lange Zeit habe es ja keine solche gegeben. Er habe Mitleid mit Georg, der – redlich wie er sei – eigentlich ein besseres Schicksal verdient hätte. Aber es sei nun einmal der Wille Gottes, dem sie sich beugen müssten. Sambucus, der einst Georg Camerarius empfohlen hatte, werde ihn gütig aufnehmen.

Es gebe hier ein Gerücht, dass Wien von der Pest heimgesucht werde. Camerarius sorge sich um Sambucus und dessen Angehörige sowie um seine anderen Freunde dort. Camerarius bete unaufhörlich für sie.

In dieser Gegend (sc. in Sachsen) gäbe es keinen besonderen Grund zur Klage, wenn nicht täglich einige Leute in der Nachbarschaft Anlass zu neuen Zwistigkeiten gäben, indem sie unablässig (die Philippisten) mit Schmähungen angingen. Die Unumgänglichkeit dieser Ereignisse sei offenbar und Camerarius fürchte den Ausgang dieser Streitigkeiten.

Um die Gesundheit des Camerarius stehe es unverändert und es sei auch nicht verwunderlich, dass er von Tag zu Tag schwächer werde. Neulich hätten seine Medikamente Komplikationen hervorgerufen. Nun pflege er den Schmerz zu ertragen und auf die Medikamente zu verzichten.

Dem Druck der von Sambucus erhaltenen Schriften (s. Anm.) stehe nicht nur die (krankheitsbedingte) Schlaffheit des Camerarius im Wege, sondern auch die Tatsache, dass die Offizinen durch den Druck anderer Editionen in Beschlag genommen seien. Camerarius werde sich dennoch weiterhin um die Drucklegung bemühen.

Camerarius habe Georg einige (Werke?) mitgegeben, die Sambucus gut aufnehmen möge.

Grüße an Camerarius' alten Freund (Paul?) Fabricius, an (Thomas) Jordanus, Lemanus, Zimmermann und den Schwiegervater des Sambucus (Koloman Egerer).

Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

Literatur und weiterführende Links