Camerarius an Schroeter, 18.01.1566

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Schroeter, 01.11.15661 November 1566 JL
Werksigle OCEp 1233
Zitation Camerarius an Schroeter, 18.01.1566, bearbeitet von Manuel Huth und Anne Kram (06.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1233
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 442-443
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes von Schroeter
Datum 1566/01/18
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 15. Calend. Febr.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Multo fuisset mihi gratior usus consuetudinis
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Krankheit)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:AK
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 6.03.2020
Werksigle OCEp 1233
Zitation Camerarius an Schroeter, 18.01.1566, bearbeitet von Manuel Huth und Anne Kram (06.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1233
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 442-443
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes von Schroeter
Datum 1566/01/18
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 15. Calend. Febr.
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Multo fuisset mihi gratior usus consuetudinis
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Biographisches (Krankheit)
Datumsstempel 6.03.2020


Regest

Camerarius wäre lieber zu Schroeter (nach Jena) gereist und hätte Zeit mit ihm verbracht, als hier (in Leipzig) zu bleiben, notgedrungen mit manchen Leuten hier Zeit zu verbringen und sich mit einem Nierenleiden herumzuschlagen. Aber die Reise sei durch einige Aufgaben und seine Krankheit verhindert worden. Vor drei Tagen sei seine Krankheit wiedergekehrt. Er bemerke aber, dass wegen der Apepsie - mit dem Alter sinke ja die natürliche (Körper-)Temperatur - die Krankheit immer schlimmer werde. Nach (Hippokrates) von Kos müsse man sich bei den Krankheiten, die gemeinsam mit (dem Patienten) endeten, darum bemühen, sie erträglicher zu machen, da man sie ja nicht vollständig vertreiben könne.

Er glaube, dass Schroeter ihr Treffen nicht so sehr wolle wie er selbst. Deshalb werde er sich bemühen, wenn die Zeit zu Jahresbeginn wieder geeigneter zum Reisen werde, dorthin zu kommen, wo sie sich im vorigen Jahr getroffen hätten, und ihn sofort darüber in Kenntnis zu setzen. Vielleicht würden sie sich gegenseitig helfen, wie ein syrakusischer Dichter (Theokrit) sage (Theocr. Id. 7,36). Ihr Treffen werde sicherlich für sie beide erfreulich. Aber das bleibe Gott überlassen. Was die Straßenräuber beim Reisen anbelange, so sehe er durch das tatsächliche Eintreten die Vorhersagen der Klugen bestätigt. Er hoffe jedoch, dass nicht auch das geschehe, was manche über die Situation der Kirche und der Universitäten prophezeiten.

Hier (in Leipzig) sei es bisher ziemlich ruhig und er hoffe, dass es auch bei ihm nichts zu beklagen gebe. Denn er habe den Eindruck, dass es in diesen Zeiten zu gewagt sein könnte, ein ausgenommen gutes Schicksal zu wünschen.

Beste Wünsche für Schroeter, seine Kinder und die Freunde in Jena. Lebewohl.

(Anne Kram / Manuel Huth)


Literatur und weiterführende Links