Camerarius an Stiebar, 01.04.1530

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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 Briefdatum
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Camerarius an Stiebar, 01.15311531 JL
Werksigle OCEp 0986
Zitation Camerarius an Stiebar, 01.04.1530, bearbeitet von Manuel Huth (07.01.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0986
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 121-122
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1530/04/01
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Cal. April.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Accepi binas literas a te, quarum alterae
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? nein
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Politische Neuigkeiten
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen Regest nochmal überarbeiten // Welcher gemeinsame Freund? Welcher conventus? Vielleicht Vorverhandlungen für den Reichstag?
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:JS
Datumsstempel 7.01.2020
Werksigle OCEp 0986
Zitation Camerarius an Stiebar, 01.04.1530, bearbeitet von Manuel Huth (07.01.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0986
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 121-122
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1530/04/01
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Cal. April.
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Accepi binas literas a te, quarum alterae
Regest vorhanden? nein
Paratext ? nein
Register Politische Neuigkeiten
Datumsstempel 7.01.2020


Regest

Camerarius habe zwei Briefe Stiebars erhalten. Der Bote des einen Briefes, den Stiebar in seinem Schreiben vorgestellt hatte, sei nicht (persönlich) zu Camerarius gekommen. Er habe daher seinen eigenen Brief mit einem öffentlichen Boten an die (Unsicher:) Gesandten der Stadt geschickt, und er vertraue darauf, dass sie Stiebar durch deren Schreiber zugestellt wurden.

An den persönlichen Verhältnissen des Camerarius habe sich nichts geändert.

Camerarius wolle wissen, was bei ihnen geschehe (s. Anm.) und auch was nach Stiebars Ansicht noch geschehen werde. Camerarius fürchte drei künftige Übel. Er könne nicht sagen, welches das geringste von ihnen sei: Entweder werde N. N. (vielleicht Landgraf Philipp von Hessen; vgl. MBW 888) aufgrund der vielen Meinungsverschiedenheiten einen Aufstand beginnen. Oder, falls man für den Moment zu einer Einigung gelangen und einen Krieg verhindern könne, werde der Friede durch Intrigen gestört, weil sich die Parteien so sehr hassten, und Raubzügen würde die Tür geöffnet, vor denen die Fürsten ihre Augen verschließen würden. Oder ihr größter Feind, der türkische Sultan (Süleyman), zwinge sie, dies alles hintan zu stellen. Stiebar könne also sehen, wie schlecht es um ihre Wahlmöglichkeit bestellt sei. Aber dies wollten sie Gott überlassen.

Der Kaiser (Karl V.) solle an einer gefährlichen Krankheit leiden, was Camerarius sehr betrübe.

In diesen Tagen seien die Brüder (unbekannt) von (Hieronymus?) Fuchs (in Nürnberg) gewesen. Bei ihren Gesprächen sei Stiebar ehrenvoll erwähnt worden.

Das Briefbündel (unsicher, fasciculus literarum) hatte er an seinen Bruder Hieronymus Camerarius geschickt, wie er neulich bereits gegenüber Stiebar erwähnt habe. Er hoffe, dass es Stiebar nun endlich erhalten habe.

Wie von Stiebar aufgetragen, schließe Camerarius (Stiebars) Brief in seinen eigenen ein und schicke ihn über seine Bekannten an Stiebars Bruder (N. Stiebar von Rabeneck).

Ihr gemeinsamer Freund (unbekannt) sei von seinen ständigen Leiden schon ganz ausgezehrt und vermutlich auch von der Sehnsucht (nach ihnen). Es sei ein Leiden des Gemüts und mit entsprechenden Worten heilbar. Wie Stiebar wisse, seien Worte die Ärzte eines kranken Gemüts. Stiebar möge ihm einen passenden Brief schreiben.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

  • "Camerarius wolle wissen, was bei ihnen vor sich gehe": Es handelt sich um eine Versammlung, wie aus dem Brief vom 18.03.1530 hervorgeht.