Camerarius an Stiebar, 01.12.1550

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 05.01.15515 Januar 1551 JL
Camerarius an Stiebar, 09.01.15519 Januar 1551 JL
Camerarius an Stiebar, 20.01.155020 Januar 1551 JL
Werksigle OCEp 1069
Zitation Camerarius an Stiebar, 01.12.1550, bearbeitet von Manuel Huth (04.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1069
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 213-214
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1550/12/01
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr (im Druck fälschlich: "Calend. Decemb. 51"); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Bellum quod in his regionibus
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Politische Neuigkeiten
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4
Datumsstempel 4.11.2019
Werksigle OCEp 1069
Zitation Camerarius an Stiebar, 01.12.1550, bearbeitet von Manuel Huth (04.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1069
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 213-214
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1550/12/01
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr (im Druck fälschlich: "Calend. Decemb. 51"); s. Hinweise zur Datierung
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Bellum quod in his regionibus
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Politische Neuigkeiten
Datumsstempel 4.11.2019


Absendeort und Zielort ermittelt.

Hinweise zur Datierung

Der im Brief erwähnte Johann Stramburger war 1551 bereits gestorben.

Regest

Camerarius fürchte den Fortgang des Krieges, der in dieser Gegend (d.h. um Leipzig) entstanden sei. Es hätten sich hier Gerüchte verbreitet, dass sich in der Gegend von Bremen eine große Zahl Kavallerie und Infanterie versammelt habe, die sich nun in zwei Heerzügen nähere und nicht mehr weit entfernt sei vom Herrschaftsbereich des (Grafen Albrecht) von Mansfeld. Wenn das wahr sei, müssten die Ihren von Sinnen sein oder sie rüsteten heimlich. Bisher habe er nämlich keine besonderen Vorbereitungen wahrgenommen.

Heute sei Camerarius bei Johann Stramburger gewesen, der Grüße an Stiebar ausrichten lasse.

Camerarius könne (zurzeit) nichts tun, außer auf Gott zu vertrauen.

Morgen wollten sich einige Adlige aus der Gegend in Bitterfeld sowie einige Leute anderer Stände zu einem letzten Schlichtungsversuch treffen. Aber in der Nachbarschaft sei man anscheinend so gestimmt, dass man lieber das Äußerte in Kauf nehmen wolle, als die offerierten Konditionen anzunehmen. Aber sie dürften auch jetzt noch hoffen und Gott um Gnade bitten. Innerhalb von acht Tagen wisse man sicher Bescheid.

Camerarius danke Stiebar für die Einladung. Er müsse aber noch so lange hier bleiben, bis ihm die Abreise genehmigt werde. Gott möge die Abreise beschleunigen, wenn ihn irgendein Grund zur Reise dränge (mit dem er die Reise zu Stiebar rechtfertigen könne).

Was den Wein betreffe, überlasse er alles dem Willen Stiebars. Es reiche vollkommen aus, wenn Camerarius etwas davon bei der nächsten Messe erhalte. (Johann) Zobel könne (sicherlich) eine Gelegenheit für den Transport finden und auch Camerarius wolle sich bei den hiesigen Kaufleuten nach einer Tranportmöglichkeit erkundigen.

Dass Zobel nicht geschrieben habe, wundere ihn. Hoffentlich gehe es ihm gut und alles sei in Ordnung. Camerarius habe ihm nichts zu schreiben.

Alles Weitere ein andermal. Lebewohl.

(Manuel Huth)