Camerarius an Stiebar, 07.05.1529

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Camerarius an Stiebar, 15301530 JL
Werksigle OCEp 0982
Zitation Camerarius an Stiebar, 07.05.1529, bearbeitet von Manuel Huth (07.01.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0982
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 118-119
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1529/05/07
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Nonis Maii
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Redii domum, hoc est, ad meos
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Reise); Französisch-habsburgischer Krieg (1526–1529)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:JS
Datumsstempel 7.01.2020
Werksigle OCEp 0982
Zitation Camerarius an Stiebar, 07.05.1529, bearbeitet von Manuel Huth (07.01.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0982
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 118-119
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1529/05/07
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Nonis Maii
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Redii domum, hoc est, ad meos
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Biographisches (Reise); Französisch-habsburgischer Krieg (1526–1529)
Datumsstempel 7.01.2020





Absendeort ermittelt; Zielort mutmaßlich.

Regest

Camerarius sei nach einer nicht so erfreulichen Reise nach Hause zu seiner Familie zurückgekehrt.

Nur im Vorbeigehen habe er den Kanzler (Georg Vogler) gegrüßt, aber dieser habe Camerarius dennoch in einem Überschwang von Freude einen ganzen Tag lang bei sich behalten. Dabei hätten sie auch über Stiebars Rechtsfall gesprochen. (Vogler) scheine den Fall nicht zu missbilligen und habe gesagt, Fürst Georg werde bald Vertreter zur Schlichtung ihres Streites ernennen.

Albrecht II. Alcibiades (Brandenburg-Kulmbach) habe sie - wohl auf Betreiben (Voglers) - zum Essen eingeladen. Camerarius schien der Junge gute Anlagen zu haben, aber es fehle ihm an rechter Erziehung.

Bezüglich der politischen Situation warteten alle sichtbar angespannt auf Umwälzungen. Diese würden sich hoffentlich in großer Ferne ereignen, damit Camerarius und Stiebar erst aus Gesprächen davon erfahren könnten, bevor sie sie selbst erblicken müssten. Aber was nütze es schon, wenn ihnen nun gleichsam noch ein kurzer Tag geschenkt werde, da doch offensichtlich eine Veränderung der kirchlichen und weltlichen Verhältnisse bevorstehe.

Man sage, es gebe keine Fortschritte bezüglich der Friedensverhandlungen zwischen dem Kaiser (Karl V.) und dem französischen König Franz I. Hier (in Nürnberg) herrsche noch Frieden.

Um die bescheidenen Besitzverhältnisse des Camerarius stehe es gar nicht so schlecht.

Lebewohl. Grüße an (Moritz) von Hutten. Empfehlung des Marcellus (Unbekannt).

Falls Stiebar zurückschreiben wolle, werde er sehen, dass dieser Bote zuverlässig sei.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

Mayer 1952, S. 488 vermutet, Stiebar habe Camerarius gebeten, über Ansbach zurück nach Nürnberg zu reisen, um dort in dem Rechtsstreit zu intervenieren. Mit dem Rechtsstreit könne ein Zwist zwischen dem Würzburger Domprobst Markgraf Friedrich und Georg Vogler gemeint sein (der entstanden war, weil Vogler eine protestantische Politik vorantrieb).