Camerarius an Stiebar, 07.06.1546

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Camerarius an Stiebar, 03.1543März 1543 JL
 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 25.06.154625 Juni 1546 JL
Camerarius an Stiebar, 03.07.15463 Juli 1546 JL
Camerarius an Stiebar, 26.07.154626 Juli 1546 JL
Werksigle OCEp 1024
Zitation Camerarius an Stiebar, 07.06.1546, bearbeitet von Manuel Huth (18.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1024
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 170-171
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1546/06/07
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr lt. Woitkowitz 2003, S. 148 f. (im Druck fälschlich: VII. Id. Iunii 44); vgl. auch die "Hinweise zur Datierung"
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Utinam posses venire
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Politische Neuigkeiten
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen Anmerkung an Korrekturleser (von MH): Folgender Satz unklar: "Aber wenn auch Stiebar (in Leipzig ?) wäre, könnte Camerarius darauf hoffen, dass es gut ausgehe." Im Text steht eigentlich "Sed tu illic (=in Regensburg) si etiam esses", aber wenn Regensburg gemeint ist, würde Camerarius zweimal das Thema wechseln...

Dem stimme ich zu, hier nur ein paar Gedanken: Wofür bräuchte Camerarius Stiebar in Leipzig? Auf dem Reichstag hätte er vielleicht eher "Verwendung" für ihn. Das "etiam" könnte entscheidend sein, da es Stiebar neben die oben genannten Freunde des Camerarius auf dem Reichtstag einordnet, wohingegen von Freunden in Leipzig zu denen "etiam" Stiebar kommen könnte nicht die Rede ist.

Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4
Datumsstempel 18.11.2019
Werksigle OCEp 1024
Zitation Camerarius an Stiebar, 07.06.1546, bearbeitet von Manuel Huth (18.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1024
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 170-171
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1546/06/07
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr lt. Woitkowitz 2003, S. 148 f. (im Druck fälschlich: VII. Id. Iunii 44); vgl. auch die "Hinweise zur Datierung"
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Utinam posses venire
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Politische Neuigkeiten
Datumsstempel 18.11.2019


Hinweise zur Datierung

Am 23.04.1546 wurde Camerarius zum Rektor gewählt. Camerarius war wohl am 05.04. nach Franken (und auch zu Stiebar) gereist; vgl. MBW, Nr. 4184.5; 4210 Anm.; 4217.1.

Regest

Könnte Stiebar doch nur schon nach Regensburg (auf den Reichstag) kommen! Dort seien nämlich der Fürst des Camerarius (Moritz von Sachsen) und diejenigen, von deren Zuneigung und Wohlwollen Camerarius sich alles verspreche: (Christoph von) Carlowitz, (Georg von) Komerstadt und (Ludwig) Fachs. Es seien einflussreiche Leute, die ihm viel bedeuteten.

Sofort nach seiner Ankunft (in Leipzig) habe man ihn zum Rektor (der der Leipziger Universität) gewählt, was ihn sehr behindere. Und er wisse nicht, ob das Schicksal anderer besser sei als sein eigenes. Aber wenn auch Stiebar (in Leipzig?) wäre, könnte Camerarius darauf hoffen, dass es gut ausgehe. Denn auch wenn Camerarius' gegenwärtige Lage sehr gut sei, wünschte er sich doch mehr Zeit für seine Studien. Stiebar sei der beste Zeuge dafür, dass dies immer sein Wunsch gewesen sei. Camerarius werde (in dieser Sache) an Fürst (Moritz von Sachsen) und seine Freunde schreiben und die Angelegenheit "mit einem leichten Rippenstoß klären" (rem agam molli brachio). Alles Übrige werde er Gott überlassen.

Die Polen stünden unter Waffen wegen der Drohungen der Türken. Aber Camerarius wisse nicht, was geschehen werde. Die Polen seien zwar tapfer, aber die Macht der Feinde sei gewaltig, und man dürfe nicht auf Unterstützung von anderswo hoffen. Vermutlich würden sie den Feind durch Tributzahlungen aufhalten. Er fordere aber aufgrund einiger kleiner Streifzüge eine beträchtliche Summe. Camerarius habe auch einige andere (Werke?) geschickt, die er hier gefunden habe.

Lebewohl.

Grüße von der Familie.

(Manuel Huth)

Literatur und weiterführende Links