Camerarius an Stiebar, 12.09.1554

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Camerarius an Stiebar, 04.11.15534 November 1553 JL
 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 18.12.155418 Dezember 1554 JL
Camerarius an Stiebar, 11.01.155511 Januar 1555 JL
Camerarius an Stiebar, 15.02.155515 Februar 1555 JL
Werksigle OCEp 1090
Zitation Camerarius an Stiebar, 12.09.1554, bearbeitet von Manuel Huth (11.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1090
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 237-239
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1554/09/12
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr (im Druck fälschlich: Prid. Id. Septemb. 53); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Meißen
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Etsi sciebam meum adventum tibi gratissimum futurum esse
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4; Benutzer:US
Datumsstempel 11.03.2020
Werksigle OCEp 1090
Zitation Camerarius an Stiebar, 12.09.1554, bearbeitet von Manuel Huth (11.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1090
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 237-239
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1554/09/12
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Jahr (im Druck fälschlich: Prid. Id. Septemb. 53); s. Hinweise zur Datierung
Sprache Latein
Entstehungsort Meißen
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Etsi sciebam meum adventum tibi gratissimum futurum esse
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 11.03.2020


Zielort mutmaßlich.

Hinweise zur Datierung

Der Brief muss im Jahr 1554 verfasst worden sein, vgl. MBW, Nr. 7280 und 7285, 7286

Regest

Obwohl Camerarius wusste, dass sich Stiebar über seine Ankunft freuen würde und Stiebars gegenwärtige Situation in ihm den Wunsch hervorgerufen hätte, zu Stiebar und seiner Familie zu reisen, habe er die Reise wegen anderweitiger Verpflichtungen nicht antreten können.

Camerarius habe Stiebars Verwandte dazu ermutigt, ihre gute Meinung über die redlichen und gelehrten Männer dieser Gegend in Erinnerung zu behalten. Da er zufällig nach Meißen reisen musste, habe er es für unerlässlich gehalten, sie in diese Gegend zu führen – vor allem, damit sie Dresden sehen könnten. Sie hätten kein Pferd anschaffen wollen. Wie sie also die Reise bewerkstelligten, könne Stiebar von ihnen selbst erfahren. Camerarius habe ihnen eines seiner Pferde gegeben, das er zwar lang verwendet habe, welches aber noch bei Kräften sei. Dass sie eines auf ihrer Reise hätten, sei ihm nämlich ratsam erschienen. Was die Kosten betreffe, so sei er sicher, dass sich Stiebar ihnen gegenüber nicht schroff verhalten werde. Camerarius habe versucht, ihre Geldgeschäfte bedenkenlos von dem Geld zu übernehmen, das er (Stiebar) schuldig sei. Was die restlichen (Kosten) betreffe, solle Stiebar nicht zu genau nachfragen und es ihnen nachsehen. Genug davon.

Nun wolle er Stiebar schreiben, was er über die Studienfortschritte der Verwandten Stiebars denke. Es folgen Beschreibungen der Studienfortschritte von Heinrich (Stiebar) und Martin (Stiebar von Rabeneck), als dessen Pädagoge sich Georg Konrad anbiete, und den (Petrus) Lotichius (Secundus) mit sich nach Italien nehmen wolle. Empfehlung des Lotichius. Es folgt eine Beschreibung der Studienfortschritte und Pläne von Georg (Gabriel Lochner) und Erhard (Stiebar). Sonst habe er nichts über die Angehörigen Stiebars zu schreiben.

Er freue sich, wenn, wie er hoffe, Stiebars Krankheit durch die Niederlegung einiger Ämter etwas gemildert wurde. Dies sei auch in anderer Hinsicht nützlich, aber dazu ein andermal und vielleicht einmal im persönlichen Gespräch. Zweifellos werde sich Stiebar an die gelegentlichen brieflichen und mündlichen diesbezüglichen Äußerungen des Camerarius erinnern.

Camerarius habe den Brief in Meißen verfasst. Grüße von Philipp Melanchthon (summus noster). Anbei dessen Brief an Camerarius (wohl MBW, Nr. 7282). Hier herrsche Gott sei Dank noch Frieden. Hoffentlich werden man ihn gut nutzen!

Lebewohl. Segenswunsch. Erneutes Lebewohl.

(Manuel Huth)