Camerarius an Stiebar, 16.10.1546

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Camerarius an Stiebar, 26.07.154626 Juli 1546 JL
 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 19.10.154619 Oktober 1546 JL
Camerarius an Stiebar, 27.10.154627 Oktober 1546 JL
Camerarius an Stiebar, 01.12.15461 Dezember 1546 JL
Werksigle OCEp 1034
Zitation Camerarius an Stiebar, 16.10.1546, bearbeitet von Manuel Huth (24.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1034
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 180-181
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1546/10/16
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 17. Calend. Novemb.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Heri rediit ad nos Franciscus noster
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Divination und Prodigien
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4
Datumsstempel 24.11.2019
Werksigle OCEp 1034
Zitation Camerarius an Stiebar, 16.10.1546, bearbeitet von Manuel Huth (24.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1034
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 180-181
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1546/10/16
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 17. Calend. Novemb.
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Heri rediit ad nos Franciscus noster
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Divination und Prodigien
Datumsstempel 24.11.2019


Absende- und Zielort mutmaßlich.

Regest

Gestern sei Franciscus (wohl Franz Kram) nach (Leipzig) zurückgekehrt und habe die (Gast-)freundlichkeit Stiebars gelobt, was er vorher bereits in einem Brief getan hatte. Camerarius danke Stiebar erneut dafür, dass er Camerarius' Freunde (gleichsam) für seine eigenen Freunde halte.

Camerarius habe die Nachricht über den Tod von Stiebars Diener (Unbekannt) mit großem Schmerz erhalten, zumal leicht erkennbar sei, wie viel er Stiebar bedeutet habe. Jene Zeichen hätten Camerarius sehr bewegt und täten es immer noch, auch wenn er Zeichen dieser Art weder leichtfertig noch blindlings den portenta (Wunderzeichen) zuzurechnen pflege. Aber er möchte, dass Stiebar und die Seinen sich eine Weile von diesem Ort (dem Todesort?) fernhielten. Doch solle Stiebar selbst entscheiden, was man tun könne und müsse. Camerarius wünsche oft, seine Familie sei in Nürnberg, aber dies sei zurzeit ein vergeblicher Wunsch. Es bleibe Camerarius und Stiebar nur, dass sie ihr Wohl Christus anvertrauten.

Hier (in Leipzig?) verbreite sich die Furcht vor den Böhmen, und es heiße, es gebe (unsicher:) weitere Gerüchte über seltsame Verflechtungen. Aber da Camerarius nichts Genaues wisse und es gefährlich sei, darüber zu schreiben, wolle er es dabei belassen. Wenn Stiebar künftig ein leeres oder ein nicht vollständig beschriebenes Blatt finden werde, solle er auf Kohle zurückgreifen (decurres πρὸς ἄνθρακας; sc. um die von Camerarius verwendete Geheimtinte (Milch?) sichtbar zu machen).

Camerarius habe dem jungen Georg (Fischer?) befohlen, seine Studien voranzutreiben. Wie er sich erinnere, habe Stiebar neulich mitgeteilt, er wolle, dass Georg über den August zu ihm komme, aber weil Stiebar später nichts mehr dazu geschrieben habe, habe Camerarius ihn bis jetzt bei sich behalten. Bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit wolle er ihn aber zu Stiebar schicken.

Camerarius habe diesen Brief nach Nürnberg an ihren Andreas (Unbekannt) geschickt. Er bete zu Gott für Stiebar und dessen Familie. Auch Stiebar solle zu ihm beten.

Die Berichte über plötzliche (Himmels-)feuer machten die Gefahren augenfällig. Aber hoffentlich werde Christus die Übel abwenden. Ihm wollten sie sich und alles Weitere anvertrauen.

Grüße von der Familie des Camerarius an Stiebar und dessen Familie. Er bitte Gott um Trost.

(Manuel Huth)

Literatur und weiterführende Links