Camerarius an Stiebar, 21.08.1546

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Camerarius an Stiebar, 16.10.154616 Oktober 1546 JL
Camerarius an Stiebar, 19.10.154619 Oktober 1546 JL
Werksigle OCEp 1032
Zitation Camerarius an Stiebar, 21.08.1546, bearbeitet von Manuel Huth (24.06.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1032
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 178-179
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1546/08/21
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 12. Calend. Septemb.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Si est Deus, ut est profecto
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Schmalkaldischer Krieg (1546-1547)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4
Datumsstempel 24.06.2019
Werksigle OCEp 1032
Zitation Camerarius an Stiebar, 21.08.1546, bearbeitet von Manuel Huth (24.06.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1032
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 178-179
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1546/08/21
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 12. Calend. Septemb.
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Si est Deus, ut est profecto
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Schmalkaldischer Krieg (1546-1547)
Datumsstempel 24.06.2019


Absende- und Zielort ermittelt.

Regest

Camerarius und Stiebar möchten Gott den Ausgang dieses betrüblichen Krieges überlassen und sich hüten, den bereits begangenen Sünden noch weitere hinzuzufügen. Niemand sei so weise, dass er diese Dinge (den Kriegsverlauf) voraussagen könne. Aber es sei offensichtlich, dass eine größere politische Veränderung bevorstehe. Jeder vernünftige Mensch müsse doch sehen, dass durch Widerspenstigkeit und (moralische) Schlechtigkeit alles nur schlimmer werde. Camerarius wünsche den Edlen, dass sie dies verstünden und versuchten, die (von Gott) drohende Gefahr abzumildern oder wenigstens die gegenwärtige Situation zu verbessern.

Vermutlich sei schon sein Beauftragter (legatus noster; s. Anm.) zu Stiebar gekommen. Empfehlung desselben. Was auch immer Stiebar mit ihm vereinbare, Camerarius werde einverstanden sein.

Vermutlich sei die Familie Stiebars in großer Trauer (s. Anm.) und Camerarius glaube nach wie vor, dass er zurecht nach Nürnberg geschrieben habe.

Camerarius fürchte, dass für sie (sc. für das Bistum Würzburg?) mehr Gefahr von denen ausgehe, die Vorkämpfer (der Kaiserlichen) zu sein behaupten als von ihren Gegnern. Denn sie verfügten über ein gutes Gebiet. Dass dies nun auch auswärtige Nationen bemerkten, sei nicht gut (vermutlich bezieht sich Camerarius auf Plünderungen). Aber er habe vielleicht schon mehr geschrieben, als sich gehöre. Aber ihre Augen (wohl die Augen der Bündner) seien offen, denn wenn sie nicht hinsehen wollten und es geschehe etwas Widriges, wen könnten sie dann anklagen, wenn nicht sich selbst? Aber zurück zu Stiebar und den Seinen.

Andreas (Unbekannt) sei zuverlässig. Ihm könne Stiebar etwaige Ängste anvertrauen.

Stiebar und Camerarius wollten treu ihre Pflicht erfüllen und ihr Wohl Gott anvertrauen.

Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

  • "Sein Beauftrager": Vielleicht Franz Kram, denn in dem Brief vom 16.10.1546 wird dessen Rückkehr nach Leipzig erwähnt.
  • "Vermutlich sei die Familie Stiebars in großer Trauer": Stiebars Schwager Pankratius Lochner war am 26.7.1546 verstorben.

Literatur und weiterführende Links