Camerarius an Stiebar, 26.08.1536

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Camerarius an Stiebar, 18.05.153618 Mai 1536 JL
 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, nach dem 24.09.153625 September 1536 JL
Camerarius an Stiebar, 16.10.153516 Oktober 1536 JL
Camerarius an Stiebar, 29.04.153729 April 1537 JL
Werksigle OCEp 1008
Zitation Camerarius an Stiebar, 26.08.1536, bearbeitet von Manuel Huth (18.09.2018), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1008
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 146-147
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1536/08/26
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum 7. Calend. Septembr.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Si domi esses
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Französisch-habsburgischer Krieg (1536–1538); Biographisches (Krankheit)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4; Benutzer:JS
Datumsstempel 18.09.2018
Werksigle OCEp 1008
Zitation Camerarius an Stiebar, 26.08.1536, bearbeitet von Manuel Huth (18.09.2018), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1008
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 146-147
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1536/08/26
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum 7. Calend. Septembr.
Sprache Latein
Entstehungsort Tübingen
Zielort Würzburg
Gedicht? nein
Incipit Si domi esses
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Französisch-habsburgischer Krieg (1536–1538); Biographisches (Krankheit)
Datumsstempel 18.09.2018


Zielort ermittelt.

Regest

Wäre Stiebar zu Hause gewesen, hätte er sicherlich nicht zugelassen, dass der Bote ohne einen Antwortbrief für Camerarius zurückkehre. Daher, so folgert Camerarius neckisch, könne Stiebar zwangsläufig nicht zu Hause gewesen sein. Wenn dies so sei, was Camerarius hoffe, freue er sich und verzichte zwischenzeitlich gerne auf die Freude, die ihm die Lektüre der Briefe Stiebars bereite.

Camerarius könne nicht umhin, sich wegen des französischen Krieges Sorgen zu machen. Er habe keine Nachrichten davon erhalten, außer durch jene Büchlein, die in Nürnberg gedruckt wurden (s. Anm.). Camerarius habe jede Hoffnung fahren lassen, Stiebar noch in diesem Jahr zu treffen.

Nach dem (Besuch) im Bade seien die Schmerzen unerträglich gewesen, und auch jetzt seien sie noch recht schlimm. Deshalb habe er beschlossen, sich der üblichen Behandlungsmethode zu unterziehen. So nämlich rieten es ihm seine Freunde und die Ärzte. Er vertraue darauf, dass Gott sich in Zukunft seiner Gesundheit annehmen werde. Auch in Bezug auf seine sonstige Situation mache er sich Sorgen und Gedanken. Aber er habe schon einmal sein Schiff dem Wind des göttlichen Willens überlassen, von dem er sich nun beruhigt tragen lassen wolle. Aber dennoch werde sein Gemüt von dem Getöse sichtbarer und voraussichtlich bevorstehender Gefahren erschüttert, was ja nur menschlich sei. Er erwarte einen Brief Stiebars.

Dass Erasmus von Rotterdam gestorben sei, dürfte Stiebar wohl nicht entgangen sein. Camerarius werde ihn nach Kräften mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln ehren und verteidigen trotz ihres wissenschaftlichen Dissenses. Diese Ehrung werde umso mehr Gewicht haben, als Camerarius ja kaum jemandem schmeicheln könne, der entweder bereits tot sei oder mit dem Camerarius (bekanntlich) einen Dissens gehabt habe.

Lebewohl.

Grüße an (Moritz von) Hutten, (Wilhelm) Schott (von Schottenstein) und Marcellus (Unbekannt).

(Manuel Huth)

Anmerkungen

Literatur und weiterführende Links