Camerarius an Stiebar, 26.12.1546

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Stiebar, 03.01.15473 Januar 1547 JL
Camerarius an Stiebar, 20.02.154720 Februar 1547 JL
Camerarius an Stiebar, 12.03.154712 März 1547 JL
Werksigle OCEp 1037
Zitation Camerarius an Stiebar, 26.12.1546, bearbeitet von Manuel Huth (05.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1037
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 183-184
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1546/12/26
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 7. Cal. Ianuarii 46
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg;Ochsenfurt
Gedicht? nein
Incipit Tuas literas datas ad vada
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Schmalkaldischer Krieg (1546-1547)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:HIWI4
Datumsstempel 5.02.2020
Werksigle OCEp 1037
Zitation Camerarius an Stiebar, 26.12.1546, bearbeitet von Manuel Huth (05.02.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1037
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 183-184
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Daniel Stiebar von Rabeneck
Datum 1546/12/26
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 7. Cal. Ianuarii 46
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Würzburg;Ochsenfurt
Gedicht? nein
Incipit Tuas literas datas ad vada
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Schmalkaldischer Krieg (1546-1547)
Datumsstempel 5.02.2020


Absendeort ermittelt. Ermittelter Zielort: Würzburg oder Ochsenfurt.

Regest

Camerarius habe Stiebars in Ochsenfurt aufgegebenen Brief gestern erhalten, kurz nachdem er selbst an ihn geschrieben hatte. Aber er habe die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen wollen. Vermutlich seien Stiebar und die Seinen wieder außer Gefahr. Camerarius und den Seinen drohe hier (in Leipzig) das Äußerste. Der Krieg verlagere sich hierher. Er warte so lange, bis er (aus der Universität) geworfen werde. Denn man glaube, dass die Stadt bald durch eine Garnison verstärkt werde. Wie Stiebar wisse, lägen die Gebäude der Universität an einer (strategisch) günstigen Position, deswegen werde wohl zwangsläufig hier die Garnison Stellung beziehen. Camerarius und seine Angehörigen werden dann kaum oder vielmehr ganz unvorbereitet aufbrechen müssen. Er bitte Gott um seinen Segen für sich, seine Familie und Stiebar.

Dies seien die Strafen Gottes für ihre Sünden. Es sei hilfreich, sie zu ertragen, damit sie nicht zusammen mit der Welt verdammt würden. Die Tollheit und der Wahnsinn aller, die sich gleichsam gegen die Heimat verschworen hätten, sei verhängnisvoll. Aber er wolle mit dem Klagen aufhören und sich darauf vorbereiten, es zu ertragen.

Camerarius habe Stiebar zusammen mit diesem Exemplar in den letzten zwei Monaten fünf Briefe geschickt. Einem sei sogar ein hier (in Leipzig) gedrucktes Werk beigegeben gewesen (mglw. Vergil, Opera, 1546). Stiebar solle nachdenken, ob er sie alle bekommen habe.

Wortreicher Aufruf zur Frömmigkeit angesichts der Kriegswirren.

Stiebars Junge (Georg Fischer) sei vermutlich bereits bei Stiebar angekommen.

Lebewohl.

Die Familie des Camerarius sei besorgt.

(Manuel Huth)

Literatur und weiterführende Links