Camerarius an Stigel, 11.01.15XX

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Stigel, 07.08.15537 August 1553 JL
Camerarius an Stigel, 12.06.155212 Juni 1552 JL
Camerarius an Stigel, 30.05.155230 Mai 1552 JL
 Briefdatum
Stigel an Camerarius, 14.01.155514 Januar 1555 JL
Camerarius an Stigel, nach dem 14.01.155514 Januar 1555 JL
Camerarius an Stigel, spätestens 15571557 JL
Werksigle OCEp 0791
Zitation Camerarius an Stigel, 11.01.15XX, bearbeitet von Manuel Huth (13.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0791
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 421-422
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johann Stigel
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum: 11.01.15XX (im Druck: 3. Id. Ian. (o.J.)); ermitteltes Jahr zwischen 1555 und 1560, s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn 1555-01-11
Unscharfes Datum Ende 1560-01-11
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Jena
Gedicht? nein
Incipit Versus tuos elegantiss. factos
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Büchersendung; Gnesiolutheranismus
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 13.12.2019
Werksigle OCEp 0791
Zitation Camerarius an Stigel, 11.01.15XX, bearbeitet von Manuel Huth (13.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0791
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 421-422
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johann Stigel
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum: 11.01.15XX (im Druck: 3. Id. Ian. (o.J.)); ermitteltes Jahr zwischen 1555 und 1560, s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn 1555-01-11
Unscharfes Datum Ende 1560-01-11
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort Jena
Gedicht? nein
Incipit Versus tuos elegantiss. factos
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Büchersendung; Gnesiolutheranismus
Datumsstempel 13.12.2019


Entstehungs- und Zielort mutmaßlich.

Hinweise zur Datierung

Der mutmaßlich im Brief erwähnte Christoph Zobel starb im März 1560 (Terminus ante quem). Die Erwähnung von Feinden, die Camerarius habe, könnte auf die Gnesiolutheraner hindeuten, mit denen er nach der spätestens am 31.03.1554 veröffentlichten Querela Martini Lutheri aneinandergeraten war (Terminus post quem).

Regest

Camerarius' Landsmann (Christoph?) Zobel habe ihm die eleganten Verse Stigels zusammen mit einem Brief desselben überreicht. Camerarius danke Stigel dafür, dass er (auf diese Weise demonstriere, dass er) ihre Freundschaft bewahre. Dass einige Menschen Camerarius hassten, freue Camerarius, weil es mehr ihre Schlechtigkeit offenbare als eine (etwaige) Schuld des Camerarius erkennen lasse. Schon druckten sie Spottverse, benagten (sogar) die Toten, es fehlte nichts weiter, als dass sie noch die Gräber öffneten und ihre Unmenschlichkeit an Bestatteten ausübten. Camerarius wisse genau, dass dieses Verhalten gelehrten und redlichen Menschen nicht gefallen könne. In diesen Zeiten dürfe man die Streitereien und die (gegenseitige) Entfremdung nicht noch fördern. Niemals, so glaube er, seien Unruhestifter, Übelwollende und Aufrührer nützlich für den Staat, und er werde sich darum bemühen, mit allen Mitteln deutlich zu machen, dass er vor solchen Plänen und Handlungen zurückschrecke. Solange er seinen Studien nachgehe, wie könne er da nicht die Schar der Ungelehrten und das Einverständnis mit den Barbaren von sich weisen? Aber das betreffe Stigel nicht. Camerarius bitte weder Stigel noch irgendeinen anderen darum, für ihn seine Kämpfe auszutragen. Und es sei auch gar nicht nötig.

Camerarius habe einigen Bekannten seine Büchlein (nicht identifiziert) zur Weiterleitung an Stigel übergeben. Stigel möge bitte frei- und gutmütig über sie urteilen.

In diesen Tagen habe ihn (Johannes von) Schroeter angesprochen, was Camerarius sehr gefreut habe.

Grüße an denselben.

Lebewohl.

(Manuel Huth)