Camerarius an Stojus, 13.08.1567

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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 Briefdatum
Stojus an Camerarius, spätestens 15681568 JL
Camerarius an Stojus, 07.10.15697 Oktober 1569 JL
Camerarius an Stojus, 05.10.15715 Oktober 1571 JL
Werksigle OCEp 1222
Zitation Camerarius an Stojus, 13.08.1567, bearbeitet von Manuel Huth und Anne Kram (02.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1222
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 427-428
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Matthias Stojus
Datum 1567/08/13
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum 13. die Mens. Sextil.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Tuus quidem amor, quo me complecteris
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Hochzeit); Biographisches (Familie)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:AK
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 2.03.2020
Werksigle OCEp 1222
Zitation Camerarius an Stojus, 13.08.1567, bearbeitet von Manuel Huth und Anne Kram (02.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1222
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 427-428
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Matthias Stojus
Datum 1567/08/13
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum 13. die Mens. Sextil.
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Tuus quidem amor, quo me complecteris
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Biographisches (Hochzeit); Biographisches (Familie)
Datumsstempel 2.03.2020


Regest

Stojus' Urteil über Camerarius werde durch seine Zuneigung zu ihm beeinträchtigt. Camerarius werde nämlich "durch die Zeit, diesen unklugen Handwerker, gebeugt, da sie alles schwächer mache", wie ein alter Dichter (Krates von Theben, Fr. 17 Diehl) sage. Wer aber sei als junger Mensch für sich allein nicht fähiger und selbstbewusster als mehrere alte Männer zusammen? Was Stojus also so freundlich über Camerarius' Einfluss und die Bedeutung seiner Studien schreibe, sei entweder bedeutungslos oder nicht weit davon entfernt.

Er sei nicht mit dem Wunsch von hier (aus Leipzig?) weggegangen, nicht mehr zurückzukehren, und er wolle innerhalb der gelehrten Kreise bleiben (in denen er schon seit 55 Jahren verkehre). Und er habe keinen unangenehmen Aufenthalt, so wie die Dinge ständen.

Da Stojus und sein Sohn (Johannes Camerarius II.) schon ein inniges Verhältnis hätten, spreche er keine Empfehlung für ihn aus. Er wundere sich aber, dass sein Sohn in einer so wichtigen Angelegenheit nicht von Anfang an auf Stojus' Rat zurückgegriffen habe. Wenn dies aus Unüberlegtheit geschehen sei, solle Stojus ihm doch bitte aus einer Art väterlicher Zuneigung heraus verzeihen, die die Vergehen der eigenen Familie nachlässiger und milder beurteilt. Er bitte ihn außerdem, dass er seinen Sohn an seiner Stelle und im Wechsel mit ihm bei den Vorbereitungen für die Hochzeitsfeier (s. Anm.) unterstütze.

Wenn es Camerarius' körperliche Verfassung zugelassen hätte, wäre er selbst nach Königsberg gekommen, um Herzog Albrecht (Preußen) seine Grüße zu übermitteln und Zeit mit Stojus und anderen dort wohnenden Freunden zu verbringen.

Da ihn aber das Alter langsamer werden lasse, bete er unablässig für das Wohlergehen von Stojus' Fürsten und seines eigenen (Kurfürst August) und das Schicksal ihrer Herrschaft, ebenso wie für die Jugend und hervorragende Anlage des Fürstensohnes (Albrecht Friedrich). Gott solle sie in seiner Güte und Milde beschützen. Er wünsche Stojus und seiner Familie alles Gute. Lebewohl.

(Anne Kram)

Anmerkungen

Literatur und weiterführende Links